Der Qwerkywriter

Eigentlich ist Brian Min ein Spieleentwickler. Als solcher muss er sehr viel tippen. Und der US-Amerikaner mag auch Schreibmaschinen. Bei modernen Computerkeyboards vermisst er offensichtlich das Haptische, das Klick-Klack der Tastatur einer Schreibmaschine. Aus diesem Grund hat er auch den Qwerkywriter entwickelt.

© QWERKY Toys Inc.

© Qwerkytoys, Inc.

Der Qwerkywriter ist – nicht mehr und nicht weniger – ein Keyboard für den Computer. Aber ein sehr stylishes, das stark an eine klassische Schreibmaschine angelehnt ist. Die Tasten sind in Chrom-akzentuierter Ringform – und sogar einen Zeilenschalthebel gibt es.  Allerdings ist es den Erfordernissen eines Computers angepasst und hat mit 84 Tasten fast doppelt so viele wie eine herkömmliche Schreibmaschine. Es hat USB, Bluetooth und ist ein mechanisches Keyboard. Im Gegensatz zu den z.B. bei Laptops gebräuchlichen Rubberdome-Tastaturen gibt es hier beim Tippen sogar ein dem Anschlag einer Schreibmaschine ähnliches Geräusch (Soundprobe hier). Der Qwerkywriter kann an den Computer angeschlossen werden, hat aber auch einen integrierten Ständer für Tablets. Das Keyboard ist mit den F-Tasten zwar für den PC ausgelegt, erlaubt aber auch Mac-Einstellungen.

Um die weitere Entwicklung des Keyboards und die Produktion anzuleiern, wurde über  Kickstarter eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Angepeilt waren 90.000 US-Dollar, letztendlich kamen 129.164 US-Dollar zusammen. Der Versand der ersten Crowdfunding-Tranche ist für August 2015 geplant.

© Qwerkytoys, Inc.

© Qwerkytoys, Inc.

Die Crowdfunding-Aktion ist bereits abgeschlossen, der Qwerkywriter kann aber weiterhin vorbestellt werden (329 US-Dollar statt regulär 399 US-Dollar, versandkostenfrei innerhalb den USA).

Derzeit ist nur die englische QWERTY-Tastatur erhältlich, bei genügend Nachfrage aus dem deutschsprachigen Raum überlegt man aber auch eine QWERTZ-Tastatur, schrieb die Firma auf Anfrage. Die Tastatur gibt es wahlweise im ANSI- (American National Standards Institute) als auch im ISO-Layout (International Organization for Standardization). Diese Layouts beschreiben, wie die Tasten generell angelegt sind – so wird bei der ISO-Form berücksichtigt, dass im europäischen Raum es mehr Akzente und Sonderzeichen gibt. (Nähere Informationen hier)

Den Beschreibungen der Kickstarter-Page ist zu entnehmen, dass man sich lange Zeit über die Funktion des Zeilenschalthebels beim Qwerkywriter unklar war (Return bar functionality is currently under development). Im Vorstellungsvideo wurde ihm zunächst sogar vorläufig nur eine rein kosmetische Funktion zugedacht, damit es besser aussieht. Auf Anfrage teilte man mir aber mit, dass der Hebel eine ENTER-Funktion einnehmen wird. Hm, ob es das bringen wird? Im fortlaufenden Text am PC verwendet man im Fließtext ENTER ja nur, wenn man bewusst einen Absatz macht. Ob man da als PC-User geistig so schnell zwischen der gewohnten ENTER-Taste rechts und dem Zeilenschalthebel links switchen kann?

Aber ja, irgendeine Funktion musste der Hebel bekommen – so rein als optischer Zierrat, das wäre ihm nicht gerecht worden.

Momentan bin ich sehr im Wickelwackel, aber eine QWERTZ-Tastatur könnte mich schon überzeugen, mir so ein Keyboard zuzulegen.

Rodja

INFO: http://www.qwerkywriter.com

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Über Die Schreibmaschinisten

Journalist, Indie-Film-Fan(atiker), Möchtegern-Autor und Schreibmaschinist
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5 Antworten zu Der Qwerkywriter

  1. ich bin auch ein Schreibmaschinenliebhaber, werde mir nochmal eine zulegen.

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  2. Christian Wachter schreibt:

    Rodja, Du gehörst doch gar nicht zur Generation 50+, oder?

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  3. Pingback: Qwerkywriter – der finale Prototyp | Die Schreibmaschinisten

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