Type-In in Wien – so war’s…

Gut, ich gebe es zu. Es ist vielleicht nicht die klügste Idee, am (gefühlt) heißesten Tag des Jahres ein Type-In auf der Sonnenseite der Praterstraße zu veranstalten. Aber ich muss sagen, es hat mir trotz der 38 Grad Außentemperatur sehr gut gefallen.

Die Location Supersense im Dogenhof, die Blitzdichterin Nicola Gold empfohlen hat, war goldrichtig.

Little Venice in Vienna

Little Venice in Vienna

Gekommen sind Nicola Gold, unser Schweizer Ehrengast Georg Sommeregger (der eigentlich ein Österreicher ist) und meine Wenigkeit. Ein bisschen später stieß auch der Schriftsteller Herbert Maurer samt Anhang dazu. Es wollten noch ein paar mehr kommen, aber vermutlich war es denen zu heiß. (Von einem weiß ich, dass sein Auto zusammengebrochen ist.)

Aber was ist das Supersense eigentlich? Ist es a) ein Café, b) ein Tonaufnahmestudio, c) ein Vintageshop mit sehr interessanten Papierwaren (selbst geschöpft oder antiquarisch), d) ein Museum zum Anfassen, e) ein Musikgeschäft, oder g) es trifft eh alles zu?

Wer g) angekreuzt hat, liegt nicht falsch. Hin- und hergerissen zwischen Herumstöbern in denkmalgeschützen Mauern und Plaudern mit den anderen Schreibmaschinen-Fans verbrachte ich zwei tolle Stunden in einem stimmigen Ambiente.

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Ebenfalls gekommen sind natürlich auch „unsere“ Maschinen. Zwei Hermes Babys, eine Princess 300, eine Brother (deren Bezeichnung ich mir nicht so genau gemerkt habe) und natürlich das Glanzstück – die Remington Noiseless 7 von Nicola Gold. Das gute Ding aus den 1930ern ist ja nicht unbedingt für den mobilen Einsatz gedacht, deswegen hat sich Georg erlaubt, Nicola eine Hermes Baby als Reisegeschenk dazu lassen. (Höre ich da ein „Awwwwwwww“?)

remington

Und dann kam es zum Wett-Tippen. Fünf Minuten einen Text abschreiben. Komisch, eigentlich dachte ich, dass ich ganz gut tippen kann – aber nach den fünf Minuten habe ich gemerkt, dass sich doch ein leichter Krampf in der Hand breit macht. Georg hat gnädigerweise gemeint, dass wir alle Sieger wären. (In Wirklichkeit war er der Schnellste – und ich Zweiter. Ich sag nur eins: Revanche!).

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Übrigens gibt es von Nicola eine Schallplatte im Supersense. Eine der ersten Aufnahmen, die hier durchgeführt wurden – und zwar das Tippen auf einer Schreibmaschine.

Im Großen und Ganzen ein sehr nettes, entspanntes erstes Treffen hier in Wien/Österreich. Und das nächste Mal sollte es bei kühleren Temperaturen stattfinden. Und vielleicht kommt ja noch der eine oder andere Schreibmaschinen-Fan hinzu.

Rodja

Georg, Nicola und Rodja

Georg, Nicola und Rodja

Auch die Jugend zeigt sich von der Schreibmaschine begeistert

Auch die Jugend zeigt sich von der Schreibmaschine begeistert

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Über Die Schreibmaschinisten

Journalist, Indie-Film-Fan(atiker), Möchtegern-Autor und Schreibmaschinist
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7 Antworten zu Type-In in Wien – so war’s…

  1. schmasch schreibt:

    Da wäre ich wirklich gern dabei gewesen. Schade, schade, dass das so weit weg stattgefunden hat. Danke für den Bericht und die schönen Fotos. Die Location sieht wirklich perfekt aus für einen Type-In. Sehr stilvoll und kreativ. Mein Neid sei euch Teilnehmern allen gewiss.

    Gefällt 1 Person

    • Danke. Es war wirklich sehr nett. Aber die Hitze hat einige dazu gebracht, nicht zu kommen. Insofern bist du entschuldigt. (Und natürlich auch, dass du so weit weg wohnst. :-D)

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      • schmasch schreibt:

        Das verwechselst Du: Anhand der atemberaubenden Kulisse seit ihr entschuldigt, dass ihr das Type-In nicht 900km nördlicher abgehalten habt. 😉

        Noch eine Frage am Rande: Die Noiseless von Nicola – wie „noiseless“ war die denn so? Erkennbar leiser, als eine „normale“ Schreibmaschine?

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      • Hamburg hat ja auch schöne Häuser. Das nächste Mal organisierst du etwas. 😉

        Die „Noiseless“ ist wirklich sehr noiseless. Mein Schreibmaschinenmechaniker hat mir auch erklärt, woran das liegt (ich hab’s mir nur nicht gemerkt). Ist ungefähr halb so laut wie eine normale mechanische Schreibmaschine. (Mit Ausnahme der Princess 300, die finde ich lauter als andere vergleichbare Modelle.)

        Wenn du dir das Bild anschaust, fällt dir vielleicht auf, dass die Typen der Noiseless ungefähr nur halb so breit gefächert sind wie bei einer anderen Schreibmaschine.

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  2. schmasch schreibt:

    Wenn ihr fest versprecht, dass ihr kommt, organisiere ich gerne mal einen Type-In hier. 😉

    Die Mechanik und das Funktionsprinzip einer noiseless ist mir klar – da gibt es u.A. ein paar sehr aufschlussreiche Videos auf YouTube dazu – ich hab eben noch nie eine in echt gehört. Das ändert sich allerdings bald, ich hab da was in Aussicht …
    … halb so laut klingt jedenfalls schon mal sehr gut für einen Nacht-Schreiberling wie mich.
    Danke!

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