Briefmarke zu Ehren Peter Mitterhofers

Peter Mitterhofer gilt – zumindest in Österreich – als Erfinder der Schreibmaschine. Es ist ein Klischee, das dem Schicksal des Südtirolers anhaftet – vom Propheten, der im eigenen Land nichts zählt.

Und um sich mit dem Schicksal auszusöhnen, widmete man Mitterhofer – nach seinem Tod, wohlgemerkt – Zeitungsartikel, Museen und Briefmarken. Wie eben diese hier, die die Österreichische Post 1993 zum 100. Todesjahr von Peter Mitterhofer herausbrachte – damals noch zu einem Nennwert von 17 Schilling.

Rodja

© Rodja Pavlik

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Der Beweis

Ja, ich kann an Schreibmaschinen-bezogenen Sachen vorbeigehen und sie NICHT kaufen. Ist gar nicht mal so schwer.

Das heißt nicht, dass ich nicht zurück gehe, um ein Foto zu schießen. ;-D

Rodja

© Rodja Pavlik

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„How to buy a typewriter“ von Kevin Klix

Durch Zufall bin ich auf das Video „How to buy a typewriter“ von Kevin Klix (Facebook) gestoßen. Zuerst dachte ich mir: „Hm, so ein junger Typ will mir etwas über Schreibmaschinen erzählen?“ Aber zu meiner Überraschung muss ich sagen, dass die Tipps von Kevin für Erstkäufer doch sehr, sehr nützlich sein können.

Kevin selbst hat eine Olympia SM3 – und die Texte scannt er dann am Computer ein. Der US-Autor („Skateboy“, „A Lion in Your Number“, „Stop Unreality: A Guide to Conquering Depersonalization, Derealization, DPD, Anxiety & Depression“, „Elevator Music“ – ich muss sagen, ich bin beeindruckt) erklärt auch, warum man mit einer Schreibmaschine länger arbeiten kann als am Computer.

Er nennt auch drei Bezugsquellen: Pfandleihe (gut, da weiß ich nicht, ob das bei uns so verbreitet ist), Ebay und Etsy – und zählt jeweils Vor- und Nachteile auf. In der Pfandleihe kann man z.B. die Schreibmaschine testen, während man bei Online-Käufen auf das Geschriebene des Verkäufers verlassen muss (da rät er auch, die Bewertungen des Verkäufers zu beachten).

Rodja

Katatonia: „Old Heart Falls“

Lyrik-Videos… wann ist das denn aufgetaucht? Wahrscheinlich, als man gemerkt hat, dass bei herunter geladenen Liedern keine Texte dabei waren? Egal, ich finde es im Prinzip nicht schlecht, bin nur ganz allgemein etwas verwundert über diese „Erscheinung“.

Katatonia ist eine 1991 in Schweden gegründete Metal-Band – und obwohl ich zu dem Zeitpunkt noch ein reiner Metal-Head war, kann ich nicht behaupten, dass ich von der Band je etwas bewusst gehört habe. Der Name kommt mir allerdings bekannt vor, kann sein, dass ich mal was im „Metal Hammer“ darüber gelesen habe.

Am 20. Mai bringt die Band ihr Studioalbum „The Fall of Hearts“ heraus – und eben erst hat sie das Lyrik-Video zum Song „Old Heart Falls“ veröffentlicht. Und ich muss sagen… ich habe noch kein schöneres Lyrik-Video geschaut, geschweige denn eine Schreibmaschine – eine Royal – für ein Musikvideo so schön abgefilmt gesehen.

Wie Gitarrist Anders Nystrom dem Magazin „Loudwire“ erklärte, wollten sie nicht so ein Lyrik-Video haben, in dem wie in einem Zirkus die Buchstaben und Wörter in verschiedenen Schriftarten und Größen herumjongliert werden. „Wir beschlossen, das Ganze sehr simpel, aber auch sehr realistisch darzustellen.“

„Vor 30 Jahren – als wir im Underground noch sehr aktiv Musikkassetten verkauften und versandten – gab es noch keine Computer. Wir mussten noch alle Briefe mit der Hand schreiben, oder – wenn wir besonders motiviert waren – mit der Schreibmaschine“, so Nystrom. „Ich kann mich noch erinnern, was das für ein Gefühl war, mit der Schreibmaschine zu schreiben, wenn das Farbband direkt auf das Papier gedruckt hat. Dieses Gefühl kann kein Computer nachahmen. Wir wollten dieses Feeling für ein paar Minuten lang wieder in Erinnerung rufen und erzählten unserem Freund Lasse Hoile (Anm.: Regisseur) unsere Idee.“

Herausgekommen ist meiner Meinung nach wirklich ein sehenswertes Video für Schreibmaschinen-Enthusiasten. Und falls mal eine österreichische Band auch so ein Clip machen möchte, dann biete ich mich gerne als „Hand-Modell“ an – und ich kann sogar das Zehn-Finger-System. Und Schreibmaschinen habe ich auch. 😀

Rodja

INFO: http://katatonia.com/

Neue Kategorie „Tipps & Tricks“ featuring Joe Van Cleave

Es wird Zeit für eine neue Blog-Kategorie…

Während dem einen Jahr, in dem ich schon die Schreibmaschine nutze, bin ich doch auf ein paar nützliche Hinweise und Tipps gestoßen. Aus dem Grund möchte ich hiermit die neue Kategorie „Tipps & Tricks“ vorstellen. Sie wird eher praxisbezogene Hinweise und Produktetests liefern – sowohl eigene (eher wenige) als auch fremde Tipps (eher die Regel) behandeln.

Den Anfang macht der US-Amerikaner Joe Van Cleave. Joe lebt in Albuquerque/New Mexico und steht anscheinend auf alte, noch sehr mechanische Technologien. Er macht Fotos mit einer Lochkamera und ist seit zehn Jahren ein Schreibmaschinen-Enthusiast. Nun haben er und ad hoc productions (ich nehme an, dass er das in Personalunion ist) auf YouTube einen eigenen Video-Channel für die „Typewriter Series“ ins Leben gerufen.

Die Serie richtet sich – würde ich mal sagen – an Anfänger, die noch keine Ahnung haben, wie eine Schreibmaschine generell funktioniert oder welche Merkmale/Features sie hat oder haben kann. Zwar denke ich, dass ich vieles davon kenne, ich schaue mir aber die Videos trotzdem sehr gerne an, weil ich dann wenigstens ein paar englische Vokabeln pauken kann.

„Ich benütze die Schreibmaschine gerne aus mehreren Gründen – für persönliche Gedanken, Briefe schreiben, Bloggen, etc. Ich sammle Schreibmaschinen, um sie zu benutzen, weniger um mir eine große Kollektion davon anzulegen. Mich interessieren ‚antike‘ Maschinen nicht so sehr, eher funktionelle Maschinen, mit denen man gut schreiben kann“, erklärte Joe gegenüber den Schreibmaschinisten. Obwohl er sich bereits seit einer Dekade mit der Schreibmaschine beschäftigt, hat er dennoch „nur“ elf Schreibmaschinen daheim – vorwiegend Reiseschreibmaschinen.

(Hut ab vor dieser Selbstdisziplin. Obwohl ich mich auch eher als Benutzer/User und nicht als Sammler sehe, habe ich jetzt nach einem Jahr schon die gleiche Anzahl an Schreibmaschinen wie Joe. Aber ich werde mich demnächst von zwei, drei Maschinen trennen.)

Im ersten Teil seiner „Typewriter Series“ – quasi der Pilotfolge – erklärt Joe ganz allgemein, was Leute dazu bringen könnte, in dieser doch sehr elektronischen Welt mit Computern, Internet und Cloud auf die Schreibmaschine zurückzukommen.

Eigentlich dachte ich, dass Joe sich mehr Zeit mit den Videos lassen würde. Aber anscheinend hat er viel zu erzählen, denn seit der Pilotfolge vom 22. Februar 2016 hat er bis jetzt fünf weitere Folgen mit unterschiedlichen Themen nachgeschossen. (Ich werde sie demnächst posten. Aber Joe, lass mir bitte noch Zeit zum Luft holen. ;-D)

Rodja

INFO: http://joevancleave.blogspot.co.at/