Die Postkarten-Challenge

53 Wochen, 53 Postkarten.
Ein neues Jahr, ein neues Projekt.

Briefe oder Postkarten schreiben… das zählt ja auch schon fast zu den ausgestorbenen Arten der Kommunikation. All das wird heutzutage mittels E-Mail oder MMS-Nachrichten erledigt.

Ich habe früher gerne Briefe und Postkarten geschrieben. Das Nervigste daran war aber immer das Adressieren – und welches Kartenmotiv zu welcher Person passt.

© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

Wie sehr sich das Postwesen geändert hat, bemerkte ich erst vergangenes Jahr, als ich nach langer Zeit einmal wieder einen Brief schrieb und eine Briefmarke im Postamt kaufen wollte. Tja, so etwas gibt es nicht mehr einzeln. Entweder man gibt den Brief gleich ab und bekommt so einen mit dem Nominalwert bedruckten Klebestreifen auf das Kuvert drauf, oder man holt sich ein kleines Heftchen mit vier Marken, die eigentlich auch nur so Pickerln sind. So glatt und billig wirkend, nicht sich so „wertig“ anfühlend wie eine „echte“ Briefmarke.

Auch wird das Filialnetz der Post immer dünner. Die Postzweigstelle in direkter Nähe bei uns schloss 2014, woraufhin der nächstgelegene „Zielpunkt“ (Supermarktkette) Postpartner wurde. Es war seltsam, wenn man ein Paket abgeben wollte – da musste man zuerst an Milch und der Wursttheke vorbei. Aber ja, es ging. Doch dann ging „Zielpunkt“ pleite und die Filiale wurde geschlossen.

Daher hat es unser Grätzl sehr gefreut, als der lokale kleine „Bücher & Geschenkeladen“ beschloss, Postpartner zu werden. Bei uns war einige Zeit das Geschäftesterben sehr akut. In der Amalienstraße schlossen innerhalb kürzester Zeit der Fleischhauer und eine kleine Konditorei (mit Traum-Schaumrollen). Vom Beisl in der Testarellogasse, das zugemauert und in eine Wohnung umgebaut wurde, zeugt nur noch eine Stufe. Insofern unterstütze ich die Geschäfte hier gerne. Man merkt erst, wie sehr sie die Straßen hier auflockern, wenn sie weg sind. Somit gehe ich auch gerne in das Buchgeschäft, das übrigens auch Lesungen veranstaltet.

Natürlich benutze ich auch Amazon. Auf der Internetplattform stöbere ich, bestelle aber nur in der Buchhandlung in Ober St. Veit. Insofern: Danke, Amazon. ;-P

Klarerweise unterstütze ich das Geschäft auch als Postpartner. Aus diesem Grund habe ich mir für 2017 eine Challenge gesetzt und so einen Kalender mit 53 Postkarten vom GROH-Verlag gekauft. Ziemlich verkitschte, zu Tode schön-gefilterte Landschaftsaufnahmen mit irgendwelchen sinnfreien Sprüchen. Da ist der Verlag noch ziemlich in den 90ern verhaftet, wo das noch en vogue war. Egal. Meine Herausforderung besteht nun darin, diesen Kalender „abzuarbeiten“ – Woche für Woche eine Karte zu schreiben (und die Briefmarken in dem Buchladen zu kaufen).

Wer also irgendwann im Jahr 2017 eine Postkarte erhalten will, möge bitte seine postalische Anschrift (die ohne „@“-Zeichen ;-D) an schreibmaschinist(at)gmx.at übermitteln.

Ein gutes neues Jahr noch

Rodja

INFO: www.buecher-geschenkeladen.at; auf Facebook: www.facebook.com/buchhandlungoberstveit

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Über Die Schreibmaschinisten

Journalist, Indie-Film-Fan(atiker), Möchtegern-Autor und Schreibmaschinist
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6 Antworten zu Die Postkarten-Challenge

  1. Steve K schreibt:

    Yes it’s strange that post offices have never been busier with parcel post but the art of sending letters has been lost. I’m guilty myself of being a bit lazy in that respect. I collect type-written postal covers and typewriter/writer themed stamps and I appreciate the artistic merit of both, which is being lost in the same way that artwork on LP records is now a thing of the past. Happy new year. (Excuse my lack of German)

    Gefällt 1 Person

  2. Martine schreibt:

    Eine schöne Idee, die durchaus an Sabine Rieker, die Postkartenschreiberin, erinnert. Schön, dass es solche Ansätze noch gibt. Ich mache auf jeden Fall hier mit.
    Viele Grüße
    Martine

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Briefmarke für Peter Mitterhofer, die zweite | Die Schreibmaschinisten

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