Das Wort zum Sonntag – 19.03.2017

Ein bisschen Melancholie schadet nie, meint meine orange Olympia Traveller de Luxe S.

© Rodja Pavlik

Über EMMA6 habe ich hier ja schon mal berichtet. Obwohl ich von der deutschen Band vorher noch nie etwas gehört hatte, war sie mir von Anfang an gleich grundsympathisch. Für ihr drittes Album „Wir waren nie hier“ teaserten sie mit kleinen Clips, auf denen eine orange Olympia Traveller de Luxe (ohne S – ohne Tabulator) zu sehen ist.

Logisch, dass ich da auch meine Traveller rauskramen musste.

Logisch, dass ich auch wissen wollte, ob die Band irgendetwas mit Schreibmaschinen am Hut hat. Doch die erste Anfrage knapp nach Weihnachten und kurz vor Silvester blieb unbeantwortet. Aber dann meldete sich Bassist Dominik Republik. Die Schreibmaschine gehört einer Freundin von ihm. „Als ich die nochmal bei ihr entdeckt habe, kamen wir ein bisschen ins Schwärmen, sind in Nostalgie verfallen und haben uns darüber unterhalten, wie viel Arbeit wohl früher das Verfassen von Texten war, und dass man sich vielleicht vorher sehr gut überlegt hat, was man schreiben möchte usw. Und dabei kam dann die Idee mit den Texten und den Albumteasern“, erzählte der Musiker den Schreibmaschinisten.

Doch beim Drehen zeigte die Schreibmaschine so manche divenhafte Macke: „Bei der ist es tatsächlich so, dass sie ab und zu um eine Stelle springt. Das hat bei den Aufnahmen der Albumteaser dazu geführt, dass wir den ein oder anderen Anlauf gebraucht haben, bis alles im Kasten war“, so Dominik. „Solche Dinge haben auf jeden Fall etwas Inspirierendes.“ Und einen kleinen Tipp gab er noch zum Abschluss: „Wenn du im Video zu ‚Das Haus mit dem Basketballkorb‘ ganz genau hinschaust, entdeckst du vielleicht etwas.“ (Anm.: Ja, ich habe sie entdeckt – ganz kurz.)

Nachdem ich auch entdeckte, dass auf dem Cover von „Wir waren nie hier“ eine Schreibmaschine zu sehen war, beschloss ich, dem Album eine Chance zu geben. Und tatsächlich, die CD hat jetzt schon Chancen in meinen Top Five des Jahres 2017 zu landen. Ich habe einen Hang zum Melancholischen, und da werde ich voll bedient.

Rodja

INFO: www.emma6.de

© Ferryhouse Productions (Warner)

Und nachdem hier auch noch Interrail erwähnt wird, ist mein Fazit: Nein, das kann keine schlechte Band sein.

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Über Die Schreibmaschinisten

Journalist, Indie-Film-Fan(atiker), Möchtegern-Autor und Schreibmaschinist
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Eine Antwort zu Das Wort zum Sonntag – 19.03.2017

  1. Shordzi schreibt:

    Vielen Dank für den Bericht, und die schönen Videos.

    Gefällt mir

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