Die Postkarten-Challenge II

53 Postkarten. 53 Wochen.
Ein (fast) neues Jahr. Ein neues Projekt.

Ende des vergangenen Jahres habe ich das Projekt Postkarten-Challenge 2017 abgeschlossen. In dem Jahr wollte ich jede Woche eine Postkarte schreiben und schicken. Dafür besorgte ich mir so einen Postkarten-Kalender – und ja, tatsächlich schaffte ich es, eine Karte pro Woche zu schreiben. Also rein theoretisch und äußerst großzügig im Durchschnitt eines Jahres gerechnet (hüstel), wie man meinem Bericht hier entnehmen kann.

Ich hatte mit zwei Problemen zu kämpfen. Erstens hatte ich zu wenig Adressen (es hat sich nur eine Handvoll Leute gemeldet – und das für 53 Karten!), zweitens meine Faulheit (Ja, aber das war so was von unerwartet. Ich schwör’…). Aber dennoch schaffte ich es, den Postkarten-Kalender abzuarbeiten.

Und womit ich nicht gerechnet habe… ich konnte doch tatsächlich einigen Leuten eine Freude bereiten, ihnen ein kleines Lächeln in ihr Gesicht zaubern. Zumindest konnte ich das einigen Rückmeldungen in Form von Twitter-Kommentaren, E-Mails und ja, auch Postkarten und Briefen entnehmen. Es ist doch einfach was anderes, wenn man statt Rechnungen eine Karte im Postfach vorfindet.

Über zwei Reaktionen habe ich mich ganz besonders gefreut. Erstens habe ich einen Brief aus den USA von Mrs. Laura Hoelzinger erhalten (das Kuvert mit dem Emblem auf der grünen Schreibmaschine auf dem Bild). Für sie arbeitete meine Mutter in den 1970er, Anfang der 1980er als Mädchen für alles. Und von ihr bekam meine Familie die erste Schreibmaschine (nachzulesen unter „Ein Fund, der zu Tränen rührt“).

Die zweite Reaktion war von Martin Kellner, der hier schon über seine Erfahrungen mit seiner Olympia Splendid 33 geschrieben hat. In einem Mail schrieb er mir, dass er zwar von meiner Aktion gehört hatte und sie an sich ganz nett fand. Als er dann aber tatsächlich eine Karte von mir in seinem Postfach fand, trat ein Wow-Effekt ein. „Ich habe mich so sehr darüber gefreut. Das musste ich erst erleben, damit ich gemerkt habe, wie cool die Aktion ist“, so Martin in einem Mail. Und jetzt steht ebenfalls ein Postkartenkalender auf seinem Schreibtisch – ich habe die erste Karte davon bekommen (siehe Karte auf meiner grünen Hermes 3000). Vielen herzlichen Dank dafür, Martin!

Und aus diesem Grund habe ich mich – spät, aber doch (ist ja auch schon Ende Februar) – entschlossen, für mich die Postkarten-Challenge 2018 auszurufen.

© Rodja Pavlik

Wer also irgendwann im Jahr 2018 eine Postkarte erhalten will, möge mir bitte seine postalische Anschrift an schreibmaschinist(at)gmx.at übermitteln.

Vielleicht machen ja Postkarten die Welt wirklich zu einem besseren Ort. Kann mir jemand die Adressen von Donald Trump, Wladimir Putin und Kim-Jong Un schicken? Ich habe sie gerade nicht parat.

Da ich mich für eine Sache, die man eigentlich zum Jahresanfang beginnen sollte, recht spät entschlossen habe, bin ich auch recht spät mit einem Postkarten-Kalender dran. War gar nicht so einfach zu finden. Die meisten Motive (Sinnsprüche, Schottland, Irland) waren schon aus, also habe ich diesmal einen Norwegen-Kalender von Harenberg (siehe Bild) bekommen. Den Kalender hat freundlicherweise die Buchhandlung Ortner in der Tigergasse 19, 1080 Wien, besorgt.

Dort habe ich auch das kleine Blöckchen mit Schreibmaschinen-Thema vom Moses-Verlag entdeckt. (Ich wollte dafür keinen eigenen Artikel aufmachen, deswegen habe ich es in diesen Post hier reingepackt.)

Passend zu diesem Post (und weil ich ebenfalls keinen exklusiven Post dafür aufmachen wollte) möchte ich noch auf dieses graue Ding im Vordergrund des obigen Bildes verweisen. Es ist ein Adressen-Register in Schreibmaschinen-Form!

© Rodja Pavlik

Das Adress-Register habe ich um drei oder vier Euro bei Willhaben entdeckt und es aus Neugierde genommen. Leider ist es noch weniger wert, deswegen werde ich es auch entsorgen. Aber zwecks Dokumentation (you know… Schreibmaschine… das Thema zieht sich durch diesen Blog hier) will ich es dennoch kurz vorstellen.

© Rodja Pavlik

Das Ding ist grau und hässlich und leider nicht mal funktionell. Eigentlich ist es auch mehr ein Telefon-Register, denn eine ganze Adresse geht sich beim besten Willen nicht aus.

© Rodja Pavlik

Wie man sieht, haperts auch mit der Mechanik. Eigentlich habe ich „JKL“ gedrückt, bekommen habe ich „GHI“. Wie gesagt, ein Fall für die Entsorgung…

Rodja

INFO: Buchhandlung Ortner: https://ortnerbuecher.at/

PS.: Die Autorin Anika Bischoff („Abflug Transplantation: Letzter Aufruf“, „Hamburgersafari“), die hier schon über ihre Erfahrungen mit ihrer orangenen Brother DELUXE 250 TR geschrieben hat, hat mich übrigens auf das Portal www.postcrossing.com verwiesen. Falls ich also zu wenig Adressen haben sollte, werde ich mein Glück dort versuchen.

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Über Die Schreibmaschinisten

Journalist, Indie-Film-Fan(atiker), Möchtegern-Autor und Schreibmaschinist
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