Penna – ein von der Schreibmaschine inspiriertes Keyboard

Obwohl die Schreibmaschine an sich in der heutigen Zeit vermeintlich obsolet ist, hat sie doch noch immer eine ikonenhafte Ausstrahlung. Niemand – bis auf ein paar Verwegene – schreibt auf ihr. Und doch gilt sie als Inbegriff des Schriftstellertums. Sobald man ein Bild von ihr sieht, verbindet man sie automatisch mit produktivem Schreiben und einem Klick-Klack der Tastatur – selbst wenn man noch nie etwas mit ihr zu tun gehabt hat. Ich denke, dass das durch Medien wie Film und Fernsehen noch eine Zeit lang anhalten wird. Ein ähnliches Schicksal ist ja auch der Diskette vergönnt. Niemand speichert auf Disketten noch ab, aber dadurch, dass sie als Symbol fürs Abspeichern (siehe z.B. in Word) dient, wird sie uns noch erhalten bleiben.

Und auch die Schreibmaschine findet ihren Niederschlag in der heutigen Welt. Über das von ihr inspiriertem Keyboard QWERKYwriter habe ich hier ja schon öfters berichtet. Als ein weiteres Schreibmaschinen-inspiriertes Projekt wird der Lofree beworben – aber da spüre ich persönlich eigentlich nur einen Hauch von „retro“, von der Schreibmaschine an sich eher nicht so sehr.

Bei einem neuen Crowdfunding-Projekt, dem Penna von der chinesischen Firma Elretron Inc., wiederum empfange ich ganz starke Schreibmaschinen-Vibes.

© Elretron Inc.

Und wie man der Crowdfunding-Aktion auf Kickstarter entnehmen kann, herrscht bei den Usern anscheinend der Bedarf nach etwas Handfestem. Wahrscheinlich gibt es viel zu viele geräuschlose Touchscreens auf der Welt – hier giert man nach etwas Haptischem. Etwas, das den Fingern leichten Widerstand bietet, eine Geräuschkulisse, das Feedback über die eigene Produktivität gibt.

Anders lässt es sich nicht erklären, dass das ursprüngliche Crowdfunding-Ziel von 50.000 US-Dollar bereits um ein Vielfaches überschritten wurde – aktuell liegt der erreichte Betrag bei ca. 415.000 US-Dollar. Also über das 8-fache der gewünschten Summe. Und man kann das Projekt noch immer bis zum 6. Mai 2017 unterstützen. (Ehrlich, ich bin stark in Versuchung.)

Die Tastatur, die sich mit insgesamt bis zu fünf Geräten (egal, ob Windows, Android oder iOS) koppeln lässt, kommt wahlweise mit Diamond- oder Chrome Tasten geliefert, wobei letztere eher die Schreibmaschinen-Optik bieten. Die mechanischen Cherry-Tasten imitieren das Klick-Klack der Schreibmaschinen. (Obwohl… eine mechanische Schreibmaschine klingt einfach anders… seufz)

Im Gegensatz zum Qwerkywriter wird der Penna auch wahlweise mit der deutschsprachigen QWERTZ-Tastatur (also auch ä, ö, ü und ß) geliefert. Für mich definitiv ein Plus.

Auch farblich gesehen gibt es eine Auswahl: Von mattschwarz über Baby-pink bis hin zu olivgrün und weiß gibt es die Tastaturen. Was natürlich noch mehr Retro-Gefühle hervorruft. Ab 299 Dollar gibt es die Tastatur aber auch in Holz.

© Elretron Inc.

Ein großer Vorteil, den der Penna gegenüber dem Qwerkywriter hat, ist natürlich der Preis. Den Qwerkywriter gibt es laut Homepage regulär um 249 Euro (davor 349 Euro, für Crowdfunder damals 329 Euro). Den Penna gibt es in der Crowdfunding-Phase bereits ab 99 Euro (statt 180 Euro im Einzelhandel). Dabei schaut für mich der Qwerkywriter „wertiger“ aus, der Body besteht auch aus Metall, während der Penna halt Plastik (bis auf die teurere Holz-Variante) ist.

Wie beim Qwerkywriter hat auch der Penna einen dem Zeilenschalthebel nachempfundenen Hebel. Während beim Qwerkywriter damit tatsächlich Zeilen geschalten werden, hat der Hebel beim Penna eine Art Aufnahmefunktion. Sätze, die während des Aufnahmemodus getippt werden, können per Hebeldruck beliebig oft wiederholt werden. (Allerdings… wozu, zum Teufel, soll das bitte gut sein?!?)

Die Tastatur wird von zwei AA-Batterien betrieben, die sechs Monate halten sollen. Hier hat der Qwerkywriter einen Vorteil – er ist nämlich über USB-Kabel aufladbar.

© Elretron Inc.

Was mir bei der Aktion auffällt: Es scheint nicht wirklich um die Finanzierung eines Projekts zu gehen. Die Crowdfunding-Summe von 50.000 Dollar kommt mir nämlich nicht all zu hoch vor. Es wirkt eher so, als würden hier – wie man auch den Perks (es gibt im Wesentlichen nur die Keyboards als Preise) entnehmen kann – einfach Vorbestellungen entgegengenommen werden. Das ist jetzt nicht negativ gemeint, aber irgendwie geht mir doch etwas das Idealistische ab. Das Unterstützen einer Idee um der Idee willen. Die aktuelle Crowdfunding-Aktion ist einfach nur Business.

Rodja

PS: In Verbindung mit der Schreibmaschinen-App „Hanx“ (von Oscar-Preisträger Tom Hanks) stelle ich mir den Penna richtig cool vor. Natürlich wird mir das Keyboard NICHT die Schreibmaschine ersetzen. Aber ja, ich bin definitiv in Versuchung…

INFO: www.elretron.com; Crowdfunding-Aktion: www.kickstarter.com/projects/1950503124/penna-retro-bluetooth-keyboard-starting-as-low-as

Der Onyx Boox Typewriter

Kenner dieses Blogs wissen ja, warum ich mit der Schreibmaschine angefangen habe. Ich habe nach einer Möglichkeit für ungestörtes Schreiben gesucht – und in der Schreibmaschine gefunden. Ein Gerät, das nur schreiben kann – keine Spiele, keine E-Mails, kein Internet, keine Filme. Eben ablenkungsfrei.

Natürlich interessiere ich mich da auch für andere Schreibmöglichkeiten wie den Freewrite, den ich sogar als Backer unterstützt habe. Letztendlich habe ich aber doch meine Unterstützung zurückgezogen, weil mir in den Vorführungsvideos doch Sachen auffielen, die mir nicht so ganz taugten. Trotz seiner Mankos halte ich den Freewrite dennoch für eine sehr spannende Alternative (nur eben für mich nicht).

Nun hat sich die auf E-Reader spezialisierte Firma Onyx Boox anscheinend zu einem recht interessanten Projekt entschlossen – dem Onyx Boox Typewriter. Zwar gibt es noch nichts Offizielles auf ihrer Homepage, aber einige Berichte von einer Messe in Hong Kong lassen aufhören. Der Plattform liliputing zufolge ist der Onyx Boox Typewriter eine Art auf E-Ink basierender Laptop mit abnehmbaren Bildschirm, den man separat als E-Reader verwenden kann. Man kann sogar mit einem speziellen Stift darauf schreiben bzw. zeichnen.

E-Ink hat nicht nur den Vorteil, dass sie sparsam ist. Nein, sie ist auch ungeeignet für Spiele und Video (daher für ablenkungsfreies Arbeiten geeignet) – und noch dazu schwarz-weiß und augenschonender. Außerdem ist der Bildschirm wesentlich größer als beim Freewrite.

Wie man beim Video von Vlogger Charbax sehen kann, ist beim Tippen keine solche Verzögerung zu bemerken wie beim Freewrite (siehe meine Kritik in oben angeführtem Link).

Irgendwo habe ich auch gelesen/gehört, dass es zu dem Onyx Boox Typewriter auch Programme geben wird. Sicher für Autoren von E-Books interessant. Aber vielleicht gibt es auch dann ganz einfache Programme für Formate wie Drehbücher oder Theaterstücke.

Dem Vernehmen nach ist der Onyx Boox Typewriter noch nicht fix. Wahrscheinlich, dass die Produzenten erst herausfinden wollen, ob ein Markt für so ein Gerät besteht. Auf jeden Fall werde ich das Ding im Auge behalten.

Rodja

PS: Demnächst darf ich dank Autorenkollegen Anton Preinsack die Hände auf ein älteres Modell eines Word Processors legen, einen Alphasmart 3000. Da habe ich bis dato auch nur Gutes davon gehört.

INFO: https://liliputing.com/2017/04/onyx-boox-typerwriter-e-ink-2-1-laptop.html

Hier noch ein weiteres Video von der Plattform Notebook Italia.

Vom Schwinden der Handschrift…

Ich muss zugeben, meine Handschrift ist eine Klaue – war sie immer schon. Und das obwohl ich seit der Schulzeit immer lieber mit der Füllfeder geschrieben habe – und das selbst zu einem Zeitpunkt, als man uns (für die meisten Schüler endlich) erlaubt hat, mit Kugelschreiber zu schreiben.

Ich hatte auch Brieffreundinnen, denen ich geschrieben habe. Natürlich mit der Hand. Erstens war mir Schreibmaschine in den 1980ern noch zu mühsam, zweitens galt das zu unpersönlich, weil Geschäftsbrief-mäßig. Heute schreibt man E-Mails, Chat-Nachrichten oder SMS ohne solche Gewissensbisse in Sachen Stil zu haben. Im Gegenteil: Schreibt man einen Brief mit der Schreibmaschine (statt mit dem Computer), gilt das schon als etwas Besonderes.

Für meine Challenge „Eine Postkarte die Woche“ schreibe ich in Blockschrift. Erstens, weil ich mich für meine Handschrift schon ein bisschen geniere (sie hat teilweise noch so etwas Volksschulmäßiges an sich), zweitens schreibe ich teilweise wildfremden Menschen, die meine Schrift nicht kennen – und eigentlich die Postkarten doch verstehen sollen.

Aber das Schreiben mit der Hand habe ich eigentlich nie ganz aufgegeben. Ich schleppe immer ein Notizbüchlein mit mir herum, in dem ich erste Gedanken festhalte. Und das Notizbuch und die Füllfeder sind quasi immer einsatzbereit – und das ohne Aufrufen eines Programms und Abwarten der Ladezeit.

Aber vielleicht sollte ich trotzdem etwas mehr mit der Hand schreiben. Ich merke schon, dass sich meine Hand etwas verkrampft, wenn sie länger einen Stift hält.

Vor kurzem hat es auf ORF in der Sendung „kulturMontag“ einen sehr sehenswerten Beitrag über das Schwinden der Handschrift gegeben.

Rodja

Das Schwinden der Handschrift

Die Handschrift ist zu einem schwindenden Gut geworden. Viele bevorzugen die digitale Niederschrift ihrer Gedanken. Auch im Schulbereich entwickelt sich ein Trend hin zu elektronischen Unterrichtsmaterialien.

USB-Typewriter – die digitale Schreibmaschine

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Adrian Straub liebt alte Technik und mechanisches Handwerk. Auf seinem YouTube-Channel stellt der deutsche Vlogger diesbezüglich immer wieder neue Projekte vor: So restauriert er ein Hercules-Fahrrad aus den 1950ern, stellt eine Mercedes-Schreibmaschine (Anm.: Haben! Wollen!) vor, renoviert Dampfmaschinen, repariert alte Radios – und stellt so Sachen auf der Werkbank her, einfach nur um so Sachen herzustellen.

Meine besondere Aufmerksamkeit erregte vor allem die Installation eines USB Typewriter-Kits in eine Schreibmaschine. Damit kann Adrian nicht nur normal auf ein Blatt Papier tippen, sondern gleichzeitig den Text über einen Umwandler auf den Computer übertragen. Man kann es als umfunktioniertes Keyboard betrachten – mit dem Vorteil, dass man die Schreibmaschine an den Computer anschließen kann, aber nicht muss. Das Wesen der Schreibmaschine an sich bleibt intakt, wurde nur um die Computer-Kompatibilität erweitert.

Die Schreibmaschinisten haben nun Adrian Straub um einen Erfahrungsbericht gebeten. Der Artikel fällt quasi in zwei Kategorien. Einerseits wird die USB Typewriter vorgestellt – und fällt somit in die Rubrik „Alternativen“, andererseits gibt Adrian Straub auch seine sehr persönliche Sicht auf Schreibmaschinen wieder – und ist somit ein „Adrian schreibt auf einer Underwood/USB-Typewriter“.

Hiermit nochmals ein großer Dank an Adrian Straub, der detailliert und verständlich Einblick in die Funktionsweise einer USB Typewriter gibt.

Schreibmaschinen sind für mich schon lange nichts Neues mehr. Mit vier habe ich die erste Bekanntschaft mit einer ausgemusterten IBM Kugelkopf in meinem Kindergarten gemacht. Wie auf Knopfdruck mit lautem Schlag plötzlich ein Buchstabe auf dem Papier erschien, faszinierte mich schon damals. Daheim fragte ich dann meinen Vater: „Haben wir auch eine Schreibmaschine?“ Mein Vater verschwand im Keller. Wenig später wuchtete er eine tonnenschwere Adler aus den 50ern auf den Tisch. „Da. Die gehörte mal meiner Mutter.“

Ich setzte mich an die Maschine und hackte wie blöde auf den Tasten herum, wie ich es auch auf der IBM getan hatte – mit wenig Erfolg. Denn die Typen verhakten sich andauernd und machten dem sinnlosen Schreiben ein rasches Ende.

Also begann ich, zu schreiben, was ich sah, dachte mir Geschichten aus, erzählte, was ich den Tag über erlebt hatte, ja, fing sogar mit einer Zeitschrift an. Natürlich reichte mir eine Schreibmaschine bald nicht mehr – auf dem Flohmarkt fand ich eine Triumph aus den 20ern, im Antiquitätenladen eine Continental, beim Garagensale eine Underwood – und binnen kürzester Zeit wuchs meine Sammlung auf ganze elf Maschinen an.

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Sehr zum Verdruss meines Vaters hielt die Schreibwut an – er hält nicht viel auf gedrucktes Papier und scannte alles, was ich zu Papier brachte, ein. Erfolglos versuchte er, mich auf den Computer umzugewöhnen. Ein Unternehmen, was ihm mehr als eine zerstörte Tastatur einbrachte, war ich es doch schon seit Jahren gewohnt, mit voller Wucht auf die Tasten schlagen zu müssen – eine Wucht, die kein Mikroschalter der Welt lange aushält.

Die Geschichten wurden länger und länger – und so beschloss ich, meinem Vater etwas Gutes zu tun und zu sehen, was das Netz anzubieten hatte, um Schreibmaschinenschrift in Bits und Bytes umzuwandeln.

Mehr durch Zufall stieß ich auf die Seite www.usbtypewriter.com, auf der der Amerikaner Jack Zylkin sein Projekt vorstellte, welches genau das tat, was ich suchte: Ein Umwandler von Schreibmaschine zu Computer, ohne auf das einmalige Gefühl verzichten zu müssen, das nun mal nur eine waschechte Schreibmaschine vermittelt: Das Klackern der Typen, die fliegende Mechanik, die Klingel am Zeilenende, das Zurückschieben des Schlittens.

Das Prinzip ist überraschend simpel: Wird eine Taste auf der Maschine gedrückt, so schließt diese einen Stromkreis und löst einen elektrischen Impuls aus, der von einem Steuergerät registriert wird. Welche Taste nun gedrückt wird, differenziert das Gerät über eine breite Kontaktleiste. Je nach Schreibmaschinenmodell und Tastatur muss diese Kontaktleiste also eine andere Anzahl und Breite der Kontakte aufweisen, um sicher zu gehen, dass die Typenhebel auch wirklich alle auf einen Kontakt treffen. Zusätzliche Tasten, wie Rücktaste, Leertaste, etc. werden über Magnetschalter (Anm: die rote, ungelenke Markierung wurde von der Redaktion vorgenommen) mit der Schaltplatine verbunden.

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Die Leiste wird unter der Maschine angebracht und ist somit von außen nicht sichtbar. Auch die kleine Steuerplatine lässt sich in der Maschine oder an der Seite verstecken.

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Mein Vater war von der Idee hellauf begeistert. Zu Weihnachten lag das Ding unterm Tannenbaum. Ich hatte mich entschlossen, meine beste Schreibmaschine – eine Underwood No.11 aus den Kriegsjahren – damit auszurüsten. Für die Underwood-Modelle sieht Zylkin eine etwas rudimentäre Montage vor – die Rücktaste ist im Weg und wird daher abgesägt und zur Seite gebogen. Das wollte ich auf keinen Fall. Ich entschied mich also, die Leiste anders anzubringen – und bastelte mir dazu eine einfache Halterung, die von unten in zwei bereits vorhandene Bohrungen im Maschinenrahmen eingeschraubt wird.

© Adrian Straub

© Adrian Straub

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Nun wurde es spannend. Würde das Gerät wirklich das tun, was es soll oder handelte es sich hier eher um einen Prototyp, der noch einen weiten Weg vor sich hatte? Billig war er ja nicht.

Zu Beginn muss der Apparat kalibriert werden. Im Bildfenster erscheint die zu drückende Taste, damit das Programm weiß, welcher Kontakt welchen Buchstaben ergibt. Tatsächlich kann man hier sogar Tasten wie F1-F12 belegen – die Schreibmaschine lässt sich also als vollkommener Computertastatur-Ersatz verwenden.

Ich begann, drauflos zu schreiben. Zu Beginn hakelte es noch etwas – hier und da bestand noch ein kleines Kontaktproblem. Mit etwas Schmirgelpapier waren diese Kinderkrankheiten aber recht schnell behoben.

Wie verhält sich der Apparat nun im Langzeittest?

Tadellos! Ich weiß schon lang nicht mehr, wieviele Seiten ich bereits mit der USB Typewriter geschrieben habe – aber es sind definitiv mehrere hundert. Und mein Vater musste fortan kein einziges Blatt mehr einscannen.

Fazit: Ich kann dieses Gerät wirklich nur empfehlen – besonders für den Vielschreiber. Es hat die Schreibmaschine für mich nochmals wertvoller gemacht – denn jetzt kann ich auch Emails auf der Schreibmaschine schreiben – und sogar dieser Bericht ist auf der USB-Typewriter verfasst.

Adrian Straub

INFO: Adrian Straubs YouTube-Kanal: www.youtube.com/user/lexander5

The Secret Life of Fountain Pen Enthusiasts

Die Füllfeder.

Dass ich beim Schreiben wohl etwas anders bin, habe ich so ungefähr in der Handelsschule mitbekommen. Da sagte der Klassenvorstand zu uns, dass es ihr eigentlich egal sei, mit was wir schreiben – und dass wir ruhig Kugelschreiber verwenden könnten.

Da brandete ein riesiger Jubel auf – nur mir war es so ziemlich egal. Ich würde trotzdem bei meiner Füllfeder bleiben. Und tatsächlich, fortan schrieben fast alle meiner Kollegen mit Kugelschreiber, nur ich benutzte noch meine Parker-Füllfeder. Das zog sich dann durch meine Uni-Zeit bis jetzt ins Berufsleben. Aber meine persönliche Beziehungsgeschichte zur Füllfeder wird hier ein anderes Mal erzählt.

Da mein Sohn demnächst in die Schule kommt, überlege ich mir natürlich bereits, welche Füllfeder für ihn am besten wäre. Oder ob überhaupt so ein Gerät in der Volksschule überhaupt noch notwendig ist. Ich habe da schon von einigen Seiten gehört, dass die Handhabung von Füllfedern gar nicht mehr erwünscht ist, weil die Kleinen oft mit Tinte verschmierte Finger haben. Das überrascht mich nicht wirklich – und es schmerzt mich auch nicht so sehr, als wenn die Schreibmaschine für immer verschwinden würde. Aber dennoch möchte ich meinem Sohn einmal eine tolle Füllfeder schenken. Denn mir macht es mehr Spaß, damit zu schreiben als mit einem Kugelschreiber. (Ob es ihm Spaß macht, bleibt ihm überlassen. Weil er es bei mir gesehen hat, möchte er auch eine Füllfeder haben. Und eine Schreibmaschine sowieso – eine Princess 300.)

Vor kurzem bin ich auf „The Secret Life of Fountain Pen Enthusiasts“ gestoßen, ein dokumentarischer Kurzfilm der australischen Filmstudentinnen Lili Owen und Jaime Morice, die eben der Leidenschaft von Füllfeder-Fans nachgehen. Dabei stellen sie auch den Shop T. Sharp & Co. in Perth vor. Sehr sehenswert. Eigentlich wollte ich Lili Owen noch ein paar Interviewfragen stellen, aber nach einem kurzen Kontakt habe ich nichts mehr von ihr gehört. Nur so viel: Sie hat auch eine Schreibmaschine. 😀

Beim Anschauen des Films sind mir sofort zwei Sachen aufgefallen.

1. Eine der Verkäuferinnen erklärt, wie wichtig im Shop die Beratung ist. Dem kann ich nur zustimmen. Als ich meine letzte Füllfeder beim Miller (feiert übrigens 150-jähriges Jubiläum, wie Die Presse und Vienna Online zu berichten wissen) auf der Mariahilfer Straße gekauft habe, habe ich mir auch die Zeit genommen, mich beraten zu lassen und die Schreibgeräte auszuprobieren. Etwas, das über Internetportale wie Amazon nicht möglich ist. Und ich muss sagen, dass mir das sehr getaugt hat und dass ich mich gut aufgehoben gefühlt habe. Ich schreibe mit der neuen Füllfeder irrsinnig gerne – und benutze auch ein Tintenfass. Ja, so verwegen bin ich. Und auch dreckig. Aber es ist einfach ein eigenes Gefühl, damit zu schreiben.

Aber was es eben bei Füllfedern in einer Stadt oft mehrfach gibt (ein Geschäftslokal, das man betreten kann – und wo man die Geräte ausprobieren kann), ist bei Schreibmaschinen leider nicht mehr der Fall. Oft bleibt nichts anderes übrig, als über Internet zu kaufen. Diese Blindkäufe bergen natürlich ein gewisses Risiko. Und dass man einmal mehrere Schreibmaschinen hintereinander testen kann, ist – im Gegensatz zu Füllfedern – leider nicht möglich.

2. Mindestens eine Gemeinsamkeit gibt es aber zwischen Füllfedern und Schreibmaschinen. Man kann einen Fehler nicht mehr rückgängig machen. Entweder fängt man neu an – oder man arbeitet mit diesem Fehler. Eine Philosophie, der ich sehr wohl etwas abgewinnen kann.

Kleiner Schmunzler am Rande. Beim Interviewpart mit dem Musiker Jack wird ein Satz mit Füllfeder geschrieben: „The quick brown fox jumps over the lazy dog.“ Das ist eben jener Satz, mit dem im englischsprachigen Raum Schreibmaschinen auf ihre Funktionalität überprüft werden, weil darin so ziemlich jeder Buchstabe vorkommt.

Rodja

Intelligente Schreibmaschine „Freewrite“ jetzt bestellbar

Computer sind wahre Multimediakünstler: Man kann nicht nur damit arbeiten, sondern auch mit ihnen spielen, Musik hören, Filme ansehen oder im Internet surfen. Jede Menge Möglichkeiten… jede Menge Ablenkungen. Und das ist für willensschwache Menschen wie mich ein Problem. Lieber mal schnell ein paar E-Mails checken, als die Deadline für einen Artikel im Auge zu behalten. Und genau vor diesen Ablenkungen soll nun der technisch abgespeckte Computer „Freewrite“ aus den USA schützen.

Ausgehend von einem erfolgreichen Crowdfundingprojekt – damals noch als „Hemingwrite“ (diesen Namen mochte ich eigentlich lieber, keine Ahnung, warum man den geändert hat) – kommt nun der „Freewrite“ auf den Markt.

Das Gehäuse ist aus robustem Aluminium, mit richtigen Tastenmodulen zum Tippen. Doch statt auf Papier blickt man auf einen 5,5-Zoll-E-Ink-Bildschirm. Da E-Ink wesentlich Strom sparender als ein normaler Laptopbildschirm ist, reicht der Akku laut Presseinformationen für mindestens vier Wochen. Die Speicherkapazität selbst beträgt bis zu eine Million Seiten.

© Astrohaus

© Astrohaus

Im Internet surfen oder E-Mails checken geht mit dem „Freewrite“ nicht, das Gerät ist rein zum Schreiben gedacht. Mögliche Ablenkungen von der wichtigen Arbeit wurden mit dem Freewrite eliminiert, versprechen die beiden Entwickler Adam Leeb und Patrick Paul mit ihrer Firma Astrohaus. Für den „Freewrite“ gibt es verschiedene Keyboard-Layouts, man kann also auch die deutsche QWERTZ-Tastatur bestellen. (Edit 30.03.2016: Irrtum meinerseits, es folgt eine Richtigstellung)

Oliver Scheit machte mich auf ein Missverständnis aufmerksam: „Supported keyboard layouts“ bedeutet nicht, dass eine deutsche QWERTZ-Tastatur bestellbar ist. Man kann nur das ISO-Tastatur-Layout bestellen und als Setup „Deutsch“ wählen. Die Tasten sind zwar noch immer englisch QWERTY bedruckt, die Tastatur-Auslegung ist dann Standard-Deutsch QWERTZ mit Umlauten. Für Benutzer, die mit zehn Fingern blind schreiben können, also kein Problem. Wer nicht blind schreibt, hat dann ein Problem. Da es jedoch eine Cherry-Tastatur ist, können diese Tasten ausgetauscht werden. Dafür gibt es auch Bezugsquellen im Internet, meint Oliver.

Die „Schreibmaschine“ ist auch für Drehbuchautoren interessant. Soweit ich mich erinnern kann, gibt es bestimmte Shortcuts/Markups, mit denen man den Text in ein Drehbuchformat bringen kann.

Ganz aufs Internet wird aber nicht verzichtet, mittels WiFi oder Bluetooth kann man Texte mit Google Docs oder Evernote synchronisieren und speichern bzw. zur weiteren Verarbeitung auf den PC oder den Laptop verschicken. Der „Freewrite“ kann aber auch völlig vom Internet abgeschottet werden, da auch noch ein USB-C-Anschluss vorhanden ist. (Das sind die kleinen Anschlüsse – ich frage mich, ob es dafür USB-Sticks gibt.)

Wer bis Ende März das Gerät über die Website Getfreewrite.com bestellt, bezahlt 499 US-Dollar (exkl. Zoll). Danach steigt der Preis auf 549 US-Dollar (exkl. Zoll). Die Auslieferung soll noch im März starten.

© Astrohaus

© Astrohaus

Ich habe den „Freewrite“ schon seit einiger Zeit im Blickfeld. Ja, ich war sogar ein Unterstützer der Crowdfunding-Aktion mit der höchsten Option – nämlich eines der Geräte zu bekommen. Ja, ich war bereit, viel Geld dafür auszugeben. Doch je mehr ich darüber nachdachte und Informationen darüber bekam, desto nachdenklicher wurde ich. Bereits in einem anderen Blog-Beitrag habe ich erklärt, warum ich mich dann doch entschloss, aus dem Crowdfunding-Projekt wieder auszusteigen.

Das heißt nicht, dass ich mich jetzt für den „Freewrite“ nicht mehr interessiere. Ich will nur mehr Informationen bekommen bzw. die ersten Praxistests abwarten.

© Astrohaus

© Astrohaus

Nun ist es bald soweit – und die ersten Pressetexte lassen mich noch immer etwas unschlüssig zurück. War in ersten Informationen noch von einer Akku-Laufzeit von sechs Wochen die Rede, sind es jetzt nur noch vier Wochen plus. Und das auch nur bei einer Nutzung von einer halben Stunde pro Tag. Das kommt mir allerdings etwas wenig vor. Wenn man bedenkt, dass meine mechanische Schreibmaschine 24/7 nur auf mich wartet – und ich so zwei, drei Stunden täglich damit arbeiten kann, bevor MEIN Akku (Anm.: der geistige) schlapp macht.

Allerdings… so sparsam die Schreibmaschine auch ist – sie braucht Papier. Da ist „Freewrite“ natürlich viel praktischer, denn auf dem Gerät können bis zu einer Million Seiten gespeichert werden. Laut Pressetext. Leider steht da nicht, ob sich die Seitenzahl auf das A4-Format bezieht, oder ob darunter die Seiten zu verstehen sind, die diesem 5,5-Zoll-Display entsprechen. Quasi E-Book-Seiten halt.

Ein Computer ist in der heutigen Gesellschaft doch akzeptierter als eine Schreibmaschine. Und so wird das auch mit dem „Freewrite“ sein. Mit dem Laptop im Café zu sitzen ist heute gang und gäbe. Mit einer Schreibmaschine ist das schon schwieriger. Sie ist halt lauter – und man wird als störend empfunden und gebeten, doch woanders zu tippen. (Ja, ist mir schon einmal passiert. Ich verstehe das ja auch und höre dann auch mit dem Tippen auf.)

Kommen wir nun zum vermeintlich größten Kritikpunkt: dem Preis. Natürlich sind rund 500 bzw. 550 US-Dollar ein stolzer Preis. Aber man darf nicht vergessen: Der „Freewrite“ ist ein Nischenprodukt. Er ist nicht für die Massen gedacht. Er ist für Schreiber gedacht. Und da kann ich mir durchaus vorstellen, dass das Gerät seinen Markt findet. Natürlich, auf Laptops gibt es Word oder CeltX oder Final Draft, aber da gibt es eben auch die vielen Quellen der Ablenkung. Und ja, es gibt Apps, bei denen man eine bestimmte Zeit einstellt – und dann kann man halt diesen Zeitraum nicht im Internet surfen.

Aber Autoren ticken nun einmal anders. Sie sind auf der Suche nach dem für sie perfekten Schreibgerät. Und sollte ich das Gefühl haben, endlich mit dem „Freewrite“ meinen ersten Roman fertig stellen zu können, dann ist mir das Gerät den Preis auch wert. Egal, ob 500, 550 oder 600 US-Dollar.

Das hier sind alles nur rein theoretische Gedankengänge zum „Freewrite“, der „Schreibmaschine“ der neuen Zeit. Vielleicht würden viele Bedenken einfach weggewischt werden, könnte ich das Gerät doch nur einmal ausprobieren, meine Hand darauf legen, die ersten Texte problemlos abspeichern und auf meinen Computer übertragen. Aber nein, das ist leider nicht möglich. Ich müsste den „Freewrite“ quasi blind bestellen und darauf vertrauen, dass das Ding halt doch das kann, was ich will. Und da ist mir das Risiko zu groß. Da bleibe ich doch lieber meinen Schreibmaschinen treu.

Da die Auslieferungen jetzt im März starten (sollen), werden wohl bald die ersten hands-on-reviews erfolgen. Ganz besonders gespannt bin ich auf die Meinung von Oliver Scheit, ebenfalls einem Schreibmaschinisten. Oliver ist ein Backer der „Freewrite“-Crowdfundingaktion gewesen und sollte bald sein Gerät bekommen. Er plant, auf seiner Site Schmasch.de eine ausführliche Rezension zu veröffentlichen. Darauf bin ich schon sehr gespannt.

Rodja

INFO: http://getfreewrite.com

Online-Schreibmaschinensimulator OverType

Der britische Softwareentwickler Ben Wheeler wollte seinen Kindern zeigen, wie das anno dazumal so war mit der mechanischen Schreibmaschine. Doch anstatt eine Schreibmaschine zu kaufen, hat er sich entschlossen, ein entsprechendes Online-Programm zu entwickeln. Und so kam OverType – The Over-The-Top Typewriter Simulator heraus – und ich muss sagen, dass es echt ein spaßiges Ding ist.

Man kann OverType online am Computer verwenden, so lange man eine echte mechanische Tastatur hat. Touchscreen-Tastaturen funktionieren nicht, erklärt Wheeler in der Beschreibung. Die Instruktionen sollte man sich schon durchlesen – wenn man aber zu ungeduldig ist, klickt man gleich auf „Start“. Es öffnet sich eine leere Seite. Das Ganze ist so eingestellt, dass man gleich zentriert eine Überschrift schreiben kann.

Bewusster schreiben

Wenn man gleich darauf lostippt, passieren meistens schon die ersten Fehler. Auf Keyboard-Tastaturen tippt man viel schneller – ein Tempo, das bei Schreibmaschinen zu einem Blockieren der Typen führen kann.

Zumindest denkt sich das Wheeler, denn auf Schreibmaschinen tippe ich viel schneller, als das anscheinend OverType auf dem Computer verkraften kann. Eine andere, etwas bewusstere Art von Tippen wäre aber trotzdem nicht verkehrt.

Was liegt, das pickt – das gilt vor allem bei Fehlern. Hat man sich vertippt oder ein Leerzeichen wurde nicht angenommen, merkt man das sofort. Zwar kann man die Backspace-Taste drücken, das bringt aber nicht viel. Der Cursor geht ein Feld zurück, der falsche Buchstabe wird aber nicht – wie bei Word-Dokumenten – gelöscht. So hat man nicht viele Möglichkeiten: Entweder man lässt den Fehler, übertippt ihn (x-elt ihn aus) – oder benützt das von OverType zur Verfügung gestellte „Correction Paper“ (im realen Leben: Korex – falls das noch irgendjemandem etwas sagt). Ziemlich umständlich.

For whom the „Pling“ tolls…

Wenn man ans Ende der Zeile kommt, ertönt ein „Pling“. Dann hat man noch ein paar Zeichen, um ein Wort richtig abzuteilen. Von selbst springt OverType nicht in die nächste Zeile, dafür muss man schon die Enter-Taste bemühen. Und dann – wie bei einer richtigen Schreibmaschine – wandert der Cursor eine Zeile nach unten und huscht nach links an den Zeilenanfang. Das kommt optisch sogar richtig gut rüber.

Die Geräusche der Schreibmaschine, wie das Anschlagen, das Retournieren des Wagens oder das Pling gegen Ende der Zeile hat Wheeler entweder selbst aufgenommen oder aus Sound-Libraries.

Zur Verfügung stehen drei Schriftarten: Courier, Special Elite und GNUTypewriter (ich wusste nicht einmal, dass es das gibt). Sogar in Rot kann man schreiben. Einstellen kann man auch die Genauigkeit des Schriftbildes. Je höher der Grad der „Brokenness“, desto mehr tanzen die Buchstaben in der Zeile nach oben oder nach unten, „drucken“ mal stärker, mal schwächer aufs „Papier“ (sprich: Bildschirm). Allerdings: Selbst bei einer geringen „Brokenness“ tanzen die Buchstaben auf der Seite mehr herum, als ich es von meinen – aktuell – sieben Schreibmaschinen gewohnt bin. Generell kommt mir so vor, als hätte Wheeler mehr aus der Erinnerung heraus Schreibmaschinen-Macken programmiert, als sie denn wirklich so en masse aufgetreten wären.

Das größte Manko ist leider der Versuch, die schwächer werdende Farbe zu simulieren. Wenn man es richtig einstellt, hat man 600 Zeichen zur Verfügung, bevor man das „Farbband wechseln“ muss, indem man den „Ribbon Ink“-Regler wieder ganz nach rechts schiebt. Doch bereits nach 400 Zeichen ist die Schrift so schwach, dass man nur schwer etwas lesen kann. Wenn man ausdruckt, wird vor allem der schwache Text sehr pixelig.

Wenn Wheeler dieses Feature auf 10.000 Zeichen umstellen oder ganz abschalten würde, dann würde ich wahrscheinlich öfters mit OverType tippen.

Das mit dem Abspeichern

Wheelers Gedanken zum Thema Abspeichern haben mich zum Lachen gebracht – und finden auch meine vollste Zustimmung. Es ist ganz einfach: Man kann nicht „saven“. Eben wie bei einer Schreibmaschine. Man kann den Text aber ausdrucken (im Text rechtsklicken und auf Drucken gehen).

Ein Fall für Qwerkywriter?

Vielleicht sollte sich Ben Wheeler mit Brian Min zusammenreden und ein Programm für dessen Qwerkywriter (hier vorgestellt) schreiben? Das wäre sicherlich ein nettes Zusatz-Feature für Mins Schreibmaschinen-Keyboard.

Rodja

INFO: http://uniqcode.com/typewriter/

Update 24.08.2015: Softwareentwickler Ben Wheeler hat mir eine sehr nette, ergänzende Antwort auf mein Review geschickt.

Hi, thanks for the review 🙂 You’re right that OverType tends to do too much vertical displacement of characters compared to a real typewriter, and the ink runs out too fast. These are things I chose to exaggerate it for comic effect – hence it is the “over-the-top” simulator rather than the “super-realistic” simulator. But at Brokenness 0 the characters should all be perfectly aligned. And I did indeed write OverType from the distant memory of using a typewriter some decades ago – I have only recently bought a real typewriter, so I may make some improvements to the realism based on my experiences with it.

(It’s an) Adler Universal, circa 1962.

It works pretty well but several of the hammers don’t spring back properly so it’s not possible to type fast on it as I’m having to continuously push the hammers back… probably just needs a good going over with WD40.

Cheers

Ben

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