Ich kleb‘ Dir eine!

Manchmal freue ich mich einfach diebisch, wenn ich auf Schreibmaschinen-Gimmicks stoße – so wie diesen Spender im Schreibmaschinendesign für Haftnotizzettel von Mustard. Ganz süß finde ich das Detail mit dem maschingeschriebenen Satz „Once upon a time…“ – da lacht mein Schriftstellerherz.

(Es gibt so etwas auch im Polaroid-Motiv!)

Die Frage ist nur, wo man Nachschub für diese speziellen Klebezetteln bekommt. Die sind nämlich abwechselnd mal oben, mal unten beklebt, so dass man beim Abreißen eines Zettels gleich den nächsten in Position zieht.

Rodja

PS: Ständig bin ich darüber gestolpert, NICHT den allseits bekannten Markennamen Post-it zu verwenden.

© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

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USB-Typewriter – die digitale Schreibmaschine

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Adrian Straub liebt alte Technik und mechanisches Handwerk. Auf seinem YouTube-Channel stellt der deutsche Vlogger diesbezüglich immer wieder neue Projekte vor: So restauriert er ein Hercules-Fahrrad aus den 1950ern, stellt eine Mercedes-Schreibmaschine (Anm.: Haben! Wollen!) vor, renoviert Dampfmaschinen, repariert alte Radios – und stellt so Sachen auf der Werkbank her, einfach nur um so Sachen herzustellen.

Meine besondere Aufmerksamkeit erregte vor allem die Installation eines USB Typewriter-Kits in eine Schreibmaschine. Damit kann Adrian nicht nur normal auf ein Blatt Papier tippen, sondern gleichzeitig den Text über einen Umwandler auf den Computer übertragen. Man kann es als umfunktioniertes Keyboard betrachten – mit dem Vorteil, dass man die Schreibmaschine an den Computer anschließen kann, aber nicht muss. Das Wesen der Schreibmaschine an sich bleibt intakt, wurde nur um die Computer-Kompatibilität erweitert.

Die Schreibmaschinisten haben nun Adrian Straub um einen Erfahrungsbericht gebeten. Der Artikel fällt quasi in zwei Kategorien. Einerseits wird die USB Typewriter vorgestellt – und fällt somit in die Rubrik „Alternativen“, andererseits gibt Adrian Straub auch seine sehr persönliche Sicht auf Schreibmaschinen wieder – und ist somit ein „Adrian schreibt auf einer Underwood/USB-Typewriter“.

Hiermit nochmals ein großer Dank an Adrian Straub, der detailliert und verständlich Einblick in die Funktionsweise einer USB Typewriter gibt.

Schreibmaschinen sind für mich schon lange nichts Neues mehr. Mit vier habe ich die erste Bekanntschaft mit einer ausgemusterten IBM Kugelkopf in meinem Kindergarten gemacht. Wie auf Knopfdruck mit lautem Schlag plötzlich ein Buchstabe auf dem Papier erschien, faszinierte mich schon damals. Daheim fragte ich dann meinen Vater: „Haben wir auch eine Schreibmaschine?“ Mein Vater verschwand im Keller. Wenig später wuchtete er eine tonnenschwere Adler aus den 50ern auf den Tisch. „Da. Die gehörte mal meiner Mutter.“

Ich setzte mich an die Maschine und hackte wie blöde auf den Tasten herum, wie ich es auch auf der IBM getan hatte – mit wenig Erfolg. Denn die Typen verhakten sich andauernd und machten dem sinnlosen Schreiben ein rasches Ende.

Also begann ich, zu schreiben, was ich sah, dachte mir Geschichten aus, erzählte, was ich den Tag über erlebt hatte, ja, fing sogar mit einer Zeitschrift an. Natürlich reichte mir eine Schreibmaschine bald nicht mehr – auf dem Flohmarkt fand ich eine Triumph aus den 20ern, im Antiquitätenladen eine Continental, beim Garagensale eine Underwood – und binnen kürzester Zeit wuchs meine Sammlung auf ganze elf Maschinen an.

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Sehr zum Verdruss meines Vaters hielt die Schreibwut an – er hält nicht viel auf gedrucktes Papier und scannte alles, was ich zu Papier brachte, ein. Erfolglos versuchte er, mich auf den Computer umzugewöhnen. Ein Unternehmen, was ihm mehr als eine zerstörte Tastatur einbrachte, war ich es doch schon seit Jahren gewohnt, mit voller Wucht auf die Tasten schlagen zu müssen – eine Wucht, die kein Mikroschalter der Welt lange aushält.

Die Geschichten wurden länger und länger – und so beschloss ich, meinem Vater etwas Gutes zu tun und zu sehen, was das Netz anzubieten hatte, um Schreibmaschinenschrift in Bits und Bytes umzuwandeln.

Mehr durch Zufall stieß ich auf die Seite www.usbtypewriter.com, auf der der Amerikaner Jack Zylkin sein Projekt vorstellte, welches genau das tat, was ich suchte: Ein Umwandler von Schreibmaschine zu Computer, ohne auf das einmalige Gefühl verzichten zu müssen, das nun mal nur eine waschechte Schreibmaschine vermittelt: Das Klackern der Typen, die fliegende Mechanik, die Klingel am Zeilenende, das Zurückschieben des Schlittens.

Das Prinzip ist überraschend simpel: Wird eine Taste auf der Maschine gedrückt, so schließt diese einen Stromkreis und löst einen elektrischen Impuls aus, der von einem Steuergerät registriert wird. Welche Taste nun gedrückt wird, differenziert das Gerät über eine breite Kontaktleiste. Je nach Schreibmaschinenmodell und Tastatur muss diese Kontaktleiste also eine andere Anzahl und Breite der Kontakte aufweisen, um sicher zu gehen, dass die Typenhebel auch wirklich alle auf einen Kontakt treffen. Zusätzliche Tasten, wie Rücktaste, Leertaste, etc. werden über Magnetschalter (Anm: die rote, ungelenke Markierung wurde von der Redaktion vorgenommen) mit der Schaltplatine verbunden.

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Die Leiste wird unter der Maschine angebracht und ist somit von außen nicht sichtbar. Auch die kleine Steuerplatine lässt sich in der Maschine oder an der Seite verstecken.

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Mein Vater war von der Idee hellauf begeistert. Zu Weihnachten lag das Ding unterm Tannenbaum. Ich hatte mich entschlossen, meine beste Schreibmaschine – eine Underwood No.11 aus den Kriegsjahren – damit auszurüsten. Für die Underwood-Modelle sieht Zylkin eine etwas rudimentäre Montage vor – die Rücktaste ist im Weg und wird daher abgesägt und zur Seite gebogen. Das wollte ich auf keinen Fall. Ich entschied mich also, die Leiste anders anzubringen – und bastelte mir dazu eine einfache Halterung, die von unten in zwei bereits vorhandene Bohrungen im Maschinenrahmen eingeschraubt wird.

© Adrian Straub

© Adrian Straub

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Nun wurde es spannend. Würde das Gerät wirklich das tun, was es soll oder handelte es sich hier eher um einen Prototyp, der noch einen weiten Weg vor sich hatte? Billig war er ja nicht.

Zu Beginn muss der Apparat kalibriert werden. Im Bildfenster erscheint die zu drückende Taste, damit das Programm weiß, welcher Kontakt welchen Buchstaben ergibt. Tatsächlich kann man hier sogar Tasten wie F1-F12 belegen – die Schreibmaschine lässt sich also als vollkommener Computertastatur-Ersatz verwenden.

Ich begann, drauflos zu schreiben. Zu Beginn hakelte es noch etwas – hier und da bestand noch ein kleines Kontaktproblem. Mit etwas Schmirgelpapier waren diese Kinderkrankheiten aber recht schnell behoben.

Wie verhält sich der Apparat nun im Langzeittest?

Tadellos! Ich weiß schon lang nicht mehr, wieviele Seiten ich bereits mit der USB Typewriter geschrieben habe – aber es sind definitiv mehrere hundert. Und mein Vater musste fortan kein einziges Blatt mehr einscannen.

Fazit: Ich kann dieses Gerät wirklich nur empfehlen – besonders für den Vielschreiber. Es hat die Schreibmaschine für mich nochmals wertvoller gemacht – denn jetzt kann ich auch Emails auf der Schreibmaschine schreiben – und sogar dieser Bericht ist auf der USB-Typewriter verfasst.

Adrian Straub

INFO: Adrian Straubs YouTube-Kanal: www.youtube.com/user/lexander5

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Tristan schreibt auf einer Wanderer Continental

Tristan Fiedler ist ein deutscher Autor und Drehbuchschreiber. Im Rahmen der „Dollar Babies“-Aktion von Stephen King konnte er z.B. für den Filmemacher Michael Wolf die Geschichte „Nona“ des US-Horrorautors für einen Kurzfilm adaptieren. (Exkurs „Dollar Babies“: King stellt Filmstudenten seine Kurzgeschichten für eine nicht-kommerzielle Verfilmung zur Verfügung – und das für einen Dollar und so lange er im Besitz der Rechte ist.) Der gleichnamige Kurzfilm befindet sich gerade in der Festivalauswertung.

Obwohl Tristan Fiedler moderner Technik nicht abgeneigt ist – seinen ersten Roman „Das Dunkle Bild“ veröffentlichte er als E-Book – liebt er es, auf der Schreibmaschine zu tippen.

Schreiben ist harte Arbeit. Das vergisst man manchmal. Beim Schreiben auf dem Computer fühlt sich das gar nicht so sehr danach an. Kaum hat man sich eine Formulierung überlegt, schon steht sie da. Der blinkende Cursor wartet ungeduldig auf die nächste. Schreibt man per Hand oder mit der Schreibmaschine, sieht das schon ganz anders aus. Die Sätze huschen nicht so schnell auf das Papier, als gäbe es gar keinen Schreibprozess mehr, sondern nur ein „Direkt-auf-das-Papier-denken“. Und, vielleicht noch viel wichtiger: Die Sätze stehen tatsächlich auf Papier. Man kann sie nicht einfach markieren und wieder löschen, Satzteile umbauen oder rot unterstrichene Rechtschreibfehler einfach korrigieren. Schreiben bedeutet auf einmal: Nachdenken, was genau man da eigentlich schreiben will. Ist der Satz schon richtig formuliert? Ist es auch der richtige Satz an der richtigen Stelle?

Das Schreiben von Hand ist mir sehr wichtig, ich praktiziere es allerdings viel zu wenig – ich bin einfach zu faul. Die Schreibmaschine bringt für mich da irgendwie ein spielerisches Element hinein. Wie eine Modelleisenbahn. Das Ratschen des Papiers, wenn ich es hineindrehe, der Schlitten, der von rechts nach links wandert und wieder zurückfliegt. Und dann natürlich das „Pling“ des kleinen Glöckchens, wenn ich gewarnt werde: Gleich ist die Zeile zu Ende. All das macht das Schreiben auf meiner Schreibmaschine zu einem lebendigen Erlebnis.

© Tristan Fiedler

© Tristan Fiedler

Mein Modell habe ich auf der Auer Dult gekauft, einem Jahrmarkt, der dreimal im Jahr in München stattfindet – und eigentlich eher das Ziel älterer Herrschaften ist, die sich hier neben Gemälden, antikem Schmuck, kitschigen Porzellanengelchen oder Putzbürsten auf dem neuesten technischen Stand jede Menge antiquarischen Krimskrams kaufen können. Hier stand sie neben einem Stahlhelm aus dem Ersten Weltkrieg und sah aus, als sei sie die Waffe gewesen, die den Soldaten trotz Helm das Leben gekostet habe. Die Continental ist ein Modell aus den ersten Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts und wiegt 25 Kilogramm. Ein wahres Monstrum. Schreiben ist hierauf wirklich Arbeit. Und bedeutet im wahrsten Sinne des Wortes: Nachdenken, was man schreiben will. Die Typenhebel müssen einen weiten Weg zum Papier zurücklegen. Deshalb müssen die Tasten tief hinuntergedrückt und mit sehr viel Entschlossenheit bedient werden. Das laute „Wumm! Wumm!“, mit dem die Buchstaben sich dann in das Papier hineingraben, macht einem deutlich: Diese Worte sind für die Ewigkeit. Wähle weise.

Zum Glück haben meine Schwiegereltern auf ihrem Schwabinger Dachboden noch eine Continental Reiseschreibmaschine gefunden. Sie ist wesentlich kleiner, leichter und das Schreiben fühlt sich nicht so sehr danach an, als meißele man Worte in eine Steintafel. So kann ich je nach Laune wechseln. Meine langen Texte schreibe ich allesamt auf dem Computer, wie zum Beispiel meinen letzten SP-Roman „Das Dunkle Bild“ (erhältlich z.B. auf Amazon). Doch kleinere Kurzgeschichten, die ich zur Übung schriebe, Briefe an Freunde, Merkzettel oder Etiketten für Einmachgläser werden bei mir allesamt auf der Schreibmaschine geschrieben. Und durch das Schreiben auf der Continental hat sich auch meine Herangehensweise an Texte auf dem PC geändert. Ich denke mehr über die Sätze nach. Denn fast schon erwarte ich, dass ich wieder das laute „Wumm! Wumm“ höre, wenn ich die Tastatur bediene.

© Tristan Fiedler

© Tristan Fiedler

Wer übrigens am PC schreibt und sich immer schon gefragt hat, weshalb die Tastatur nicht alphabetisch geordnet ist: Auch hier hat die Schreibmaschine ihren Einfluss. Denn die Reihenfolge der Buchstaben wurde bei der Schreibmaschine so gewählt, dass die am häufigsten verwendeten Buchstaben möglichst weit auseinander liegen. So sollte verhindert werden, dass die Typenhebel sich auf dem Weg zum Papier und wieder zurück ständig ineinander verhaken. Auch das Lösen der Hebel gehörte beim Schreiben dazu. Die Schreibmaschine mahnte einen sozusagen zur Besonnenheit, wenn man sich zu sehr in Ekstase schrieb. Denn man sollte sich daran erinnern: Schreiben ist nicht nur Spaß. Schreiben ist harte Arbeit.

Tristan Fiedler

INFO: https://twitter.com/tristanfiedler1

Nona – Trailer from Michael Wolf on Vimeo.

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Helene Fischer macht auf Leroy Anderson

Also dass ich hier einmal Helene Fischer erwähne… nein, das habe ich mir nie und nimmer vorstellen können. Aber 2016 war ja das Jahr der Unmöglichkeiten („Die Briten werden doch nie so blöd sein und aus der EU aussteigen, oder?“ „Die Amis werden doch nie so blöd sein und den Trump wählen, oder?“) – also warum dann nicht auch Fischer?

Die Schlagersängerin, nein… sie ist schon ein richtiger Schlagerstar! (weshalb sie auch nicht in mein an sich breit gefächertes musikalisches Spektrum fällt)… macht mit TV-Koch Horst Lichter auf Leroy Anderson! War am 25. Dezember 2016 in der ZDF-Sendung „Die Helene Fischer Show“ zu sehen.

Rodja

Es gibt sogar eine Live-Aufnahme vom Publikum aus:

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Bier, ein Mord… und eine Schreibmaschine

Von Zeit zu Zeit habe ich so Phasen, in denen ich in der Nacht so um zwei Uhr aufwache und nicht mehr einschlafen kann. Dann schleppe ich mich ins Wohnzimmer und schaue fern. Oft bleibe ich bei der Serie „Medical Detectives – Geheimnisse der Gerichtsmedizin“ (OT: „Forensic Files“) hängen, in der reale Verbrechensfälle vorgestellt werden, wo forensische Spurensuche letztendlich den Täter überführt.

„Bitter Brew“ erzählt vom Entführungsfall von Adolph Coors, dem Erben einer der größten Bierbrauereien Amerikas. 1960 war der Mann auf dem Weg zur Arbeit – doch er kam nie an. Wenig später wird sein Wagen mit laufendem Motor und eingeschaltetem Radio auf einer Brücke vorgefunden. Von Coors selbst fehlt jedoch jede Spur. Am nächsten Morgen erhält Coors‘ Ehefrau eine Lösegeldforderung in Höhe von 500.000 Dollar. Der Brief wurde von jemandem geschrieben, der offenbar an der Schreibmaschine ausgebildet wurde. Die Familie Coors stellt das Geld bereit, doch der Entführer meldet sich nie wieder. Monate später wird Adolph Coors‘ Leiche gefunden. Die Polizei hat nur den Brief des Entführers, doch die Analyse des Schriftbildes reicht aus, um erste Spuren auf den Mörder zu legen…

Rodja

Video in Originalsprache:

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Die Postkarten-Challenge

53 Wochen, 53 Postkarten.
Ein neues Jahr, ein neues Projekt.

Briefe oder Postkarten schreiben… das zählt ja auch schon fast zu den ausgestorbenen Arten der Kommunikation. All das wird heutzutage mittels E-Mail oder MMS-Nachrichten erledigt.

Ich habe früher gerne Briefe und Postkarten geschrieben. Das Nervigste daran war aber immer das Adressieren – und welches Kartenmotiv zu welcher Person passt.

© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

Wie sehr sich das Postwesen geändert hat, bemerkte ich erst vergangenes Jahr, als ich nach langer Zeit einmal wieder einen Brief schrieb und eine Briefmarke im Postamt kaufen wollte. Tja, so etwas gibt es nicht mehr einzeln. Entweder man gibt den Brief gleich ab und bekommt so einen mit dem Nominalwert bedruckten Klebestreifen auf das Kuvert drauf, oder man holt sich ein kleines Heftchen mit vier Marken, die eigentlich auch nur so Pickerln sind. So glatt und billig wirkend, nicht sich so „wertig“ anfühlend wie eine „echte“ Briefmarke.

Auch wird das Filialnetz der Post immer dünner. Die Postzweigstelle in direkter Nähe bei uns schloss 2014, woraufhin der nächstgelegene „Zielpunkt“ (Supermarktkette) Postpartner wurde. Es war seltsam, wenn man ein Paket abgeben wollte – da musste man zuerst an Milch und der Wursttheke vorbei. Aber ja, es ging. Doch dann ging „Zielpunkt“ pleite und die Filiale wurde geschlossen.

Daher hat es unser Grätzl sehr gefreut, als der lokale kleine „Bücher & Geschenkeladen“ beschloss, Postpartner zu werden. Bei uns war einige Zeit das Geschäftesterben sehr akut. In der Amalienstraße schlossen innerhalb kürzester Zeit der Fleischhauer und eine kleine Konditorei (mit Traum-Schaumrollen). Vom Beisl in der Testarellogasse, das zugemauert und in eine Wohnung umgebaut wurde, zeugt nur noch eine Stufe. Insofern unterstütze ich die Geschäfte hier gerne. Man merkt erst, wie sehr sie die Straßen hier auflockern, wenn sie weg sind. Somit gehe ich auch gerne in das Buchgeschäft, das übrigens auch Lesungen veranstaltet.

Natürlich benutze ich auch Amazon. Auf der Internetplattform stöbere ich, bestelle aber nur in der Buchhandlung in Ober St. Veit. Insofern: Danke, Amazon. ;-P

Klarerweise unterstütze ich das Geschäft auch als Postpartner. Aus diesem Grund habe ich mir für 2017 eine Challenge gesetzt und so einen Kalender mit 53 Postkarten vom GROH-Verlag gekauft. Ziemlich verkitschte, zu Tode schön-gefilterte Landschaftsaufnahmen mit irgendwelchen sinnfreien Sprüchen. Da ist der Verlag noch ziemlich in den 90ern verhaftet, wo das noch en vogue war. Egal. Meine Herausforderung besteht nun darin, diesen Kalender „abzuarbeiten“ – Woche für Woche eine Karte zu schreiben (und die Briefmarken in dem Buchladen zu kaufen).

Wer also irgendwann im Jahr 2017 eine Postkarte erhalten will, möge bitte seine postalische Anschrift (die ohne „@“-Zeichen ;-D) an schreibmaschinist(at)gmx.at übermitteln.

Ein gutes neues Jahr noch

Rodja

INFO: www.buecher-geschenkeladen.at; auf Facebook: www.facebook.com/buchhandlungoberstveit

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Was das Christkind gebracht hat…

Ja, da habe ich herzlich lachen müssen… da kennt mich jemand sehr gut.

Rodja

© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

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