„Uncommon Type“ von Tom Hanks

Momentan erfahren Schreibmaschinen ja einen ziemlichen Hype – und dass so ein altes Gerät in den Mittelpunkt des Medieninteresses gerät, haben wir unter anderem einem Oscar-Preisträger zu verdanken: Tom Hanks, der selbst ein großer Schreibmaschinen-Enthusiast ist und über Hunderte von Schreibmaschinen sein eigen nennt.

Nicht nur, dass er sein prominentes Gesicht und seine Expterise der Dokumentation „California Typewriter“ leiht, nein, er hat auch ein Buch mit Kurzgeschichten veröffentlicht. „Uncommon Type“ (der deutsche Titel „Schräge Typen“ soll im Februar 2018 erscheinen) beinhaltet 17 Kurzgeschichten, die Hanks auf verschiedenen seiner mechanischen Schreibmaschinen getippt hat. “In den zwei Jahren, die ich an den Geschichten gearbeitet habe, habe ich Filme in New York, Berlin, Budapest und Atlanta gedreht und überall geschrieben. Ich habe in Hotels bei Presse-Tourneen geschrieben, ich habe im Urlaub geschrieben. Ich habe im Flugzeug, zu Hause und im Büro geschrieben”, teilte Hanks den Medien mit.

© Rodja Pavlik

Nun ist das Buch in Amerika bereits erschienen – und ich habe mir natürlich ein Exemplar besorgt, ein Paperback. Zwar habe ich noch nicht reingelesen (Zeit ist momentan ein äußerst kostbarer Luxus, den ich mir nicht leisten kann), aber allein die Aufmachung ist für Schreibmaschinen-Fans sehr interessant. Neben vier Postkarten (mit Buchcover und drei verschiedenen Schreibmaschinen – Olivetti Underwood, Groma Kolibri (kyrillische Schriftzeichen) und Continental als Motiven) befinden sich auch im Inneren des Buches Bilder der Schreibmaschinen, mit denen der Hollywood-Schauspieler seine Geschichten geschrieben hat (u.a. Olympia, Remington, IBM, etc., etc.). Die Bilder sind aber auf Papier gedruckt, so dass ein Laie wie ich nicht wirklich Details erkennen kann. Vielleicht bietet die teuere Hardcover-Version des Buches eine optisch bessere Qualität.

Momentan ist ja Hanks auf medialer Promo-Tour für sein Buch (wie in dem unten angeführten Clip von der TV-Show „CBS Sunday Morning“). Und ja, auch ich habe mit meinen bescheidenen Mitteln versucht, ihn für meinen Blog zu interviewen. Ich geb’s zu, ein bisschen größenwahnsinnig, aber ich wollte es zumindest ausprobieren. Und bis dato hat sich sein Agent eh noch nicht mit meinem Sekretariat in Verbindung gesetzt. (Nicht, dass ich wirklich damit gerechnet hätte, aber träumen wird man ja wohl noch dürfen, dass einen der Hauch von Hollywood streift.)

Wie gesagt, ich bin noch nicht wirklich dazu gekommen, das Buch zu lesen (da habe ich noch eine lange Liste abzuarbeiten). Die Reviews zu „Uncommon Type“ lesen sich aber auch sehr zwiespältig. Ich bezweifle aber, dass mein Englisch so gut ist, dass ich beurteilen kann, ob Tom Hanks‘ Kurzgeschichten gute oder schlechte literarische Qualität aufweisen. Aber eine Rezension werde ich definitiv noch nachliefern…

Rodja

PS: Was die Postkarten betrifft… Ach herrje, die sind mir schon fast zu schade, um sie wirklich zu verschicken… :-/

Die Abenteuer von Mats Honigtau

Von Zeit zu Zeit suche ich auf YouTube nach „Schreibmaschine“ oder „Typewriter“ – und zwar nach aktuellem Uploaddatum geordnet. So bin ich auch auf Mats Honigtau aufmerksam geworden, einem kleinen Teddybären, der allerlei Abenteuer besteht. Eigentlich ist Mats Honigtau auf Instagram daheim, wo er auf vielen Fotos zu sehen ist. Doch es gibt auch einige Stop-Motion-Filme mit ihm. In einem Clip tippt er sogar mit einer grünen Olympia Monica auf einem Blatt.

Nein, nicht Blatt Papier, sondern auf einem echten Blatt von einem Baum. Ein sehr zauberhafter Film, eine bezaubernde Idee. Grund genug, den kreativen Kopf hinter Mats Honigtau anzuschreiben.

Die Spur führte zu Yvonne Eiting. Hauptberuflich arbeitet sie als Assistentin des Chefredakteurs der „Stuttgarter Nachrichten“. Da sie auf eine jahrzehntelange Karriere im Büro zurückblicken kann, ist ihr der Umgang mit der Schreibmaschine nicht fremd. Mit den Schreibmaschinisten sprach sie nun über Mats Honigtau und den Büroalltag in den 1980ern.

Die Abenteuer von Mats Honigtau sind für Eiting nur ein Hobby. Mats ist ein Stofftier der bekannten Firma Steiff. „Den Knopf hat er noch, das Fähnchen habe ich abgeschnitten, damit ich besser mit ihm arbeiten kann“, so die Stuttgarterin. Mats hat sogar eine eigene Seite auf Instagram (mats.honigtau.the.bear). „Es ist unglaublich, wie viele Leute dort Bilder von Bären oder anderen Stofftieren und deren Abenteuern posten. Meiner ist allerdings der einzige, der sie auch in Stop-Motion erlebt“, so Eiting. „Die Filme sind nur auf Youtube, weil einige Bekannte nicht bei Instagram sind.“ Ihr größter Erfolg bisher war ein „Kuchen“-Stop-Motion-Film anlässlich des 70. Geburtstages der „Stuttgarter Nachrichten“, der – direkt über die Facebook-Seite der Zeitung eingebunden – über 9.000 Mal angeklickt wurde.

Mats Honigtau ist für Eiting ein reines Fun-Projekt. „So lange es mir Spaß macht, mache ich weiter. Eigentlich wollte ich mit dem Bären meine Heimatstadt fotografieren und schöne Plätze vorstellen. Aber jetzt sind es halt auch Zeitraffer. Wenn ich aber merke, dass der Aufwand zu groß ist und zu wenige Leute auf Instagram die Filme anschauen, lass ich es wieder.“

Die grüne Olympia Monica gehört ihrem Mann. „Er hat sie sich in seiner Jugend – das ist auch schon wieder 30 Jahre her – für die Ausbildung gekauft.“ Auf die Idee für den Film kam sie, als sie während ihrer Ausbildung eine Fotografie von einem Baumblatt mit eingestanztem Text sah. „Ich habe das dann damals selbst gemacht – und jetzt ist es mir wieder eingefallen und ich habe es mit dem Zeitraffer nochmal verarbeitet.“ Im Grunde hat sie einfach ein Blatt von einem Baum eingespannt und darauf geschrieben. „Man muss halt das richtige Blatt nehmen, da nicht alle gehen. Jedenfalls nicht bei meiner Schreibmaschine. Manche Blätter sind zu dünn, manche zu dick, andere haben zu feste Adern… So richtig gelungen ist es ja auch nicht, wie man im Film sieht. Aber das war quasi alles live und in Farbe.“

Zur Schreibmaschine allgemein hat sie eine besondere Beziehung. „Da ich Sekretärin bin, habe ich dementsprechend unzählige Stunden vor Schreibmaschinen gesessen. Meine liebste war die IBM Kugelkopf, die gab es in meiner damaligen Ausbildungsfirma in zig Varianten und Farben. Am Anfang ohne Korrekturband, später mit. Danach hatte ich eine Olivetti, die bereits einen Speicher mit Display hatte. Damit konnte man eine Seite abspeichern und diese dann am Stück auszudrucken. Die Kollegen machten riesige Augen, als das Teil zum ersten Mal losratterte und ich ein paar Meter weiter stand, um mir den Spaß zu gönnen, die Kollegen beim Staunen zu beobachten“, erinnert sich Eiting zurück. „Damit ich die Olivetti bekommen habe, umfasste die Begründung damals drei A4-Seiten und die Anforderung musste bis zur Geschäftsleitung.“ So beeindruckend dürfte die Olivetti aber aus heutiger Sicht wohl nicht mehr sein, denn: „Wenn ich den Platz hätte, würde ich mir eine IBM Kugelkopf einfach so in die Ecke stellen. Das war einfach die beste und sie hörte sich auch einfach super an.“

Dennoch ist Eiting über den Einzug des Computers im Büro mehr als froh: „Ansonsten war die Arbeit im Sekretariat damals mit der Schreibmaschine oft sehr… sagen wir… zäh. Man schrieb einen dreiseitigen Brief und dann kam der Chef auf die Idee, auf der ersten Seite noch einen Absatz einzufügen. Heißt: Man hat alle drei Seiten nochmal geschrieben. Oft mit mehrfachem Durchschlag, der keinen Fehler haben durfte“, erinnert sich Eiting an die Schattenseiten von damals. „Es gab zu meiner Anfangszeit 1982 nicht mal Faxgeräte und auch keine Kopierer. Den ersten Kopierer durften wir dann auch nicht selbst bedienen. Er stand in der sogenannten Hausdruckerei und nur die Kollegen der Druckerei durften ihn bedienen.“

Auch Ansagen nahm Eiting entgegen. „Oft wurde auf Band diktiert, oft per Steno – was zwei Arbeitskräfte band: Der Chef diktierte und grübelte, die Sekretärin hatte die Sätze manchmal schon fertig im Kopf, durfte aber erst schreiben, wenn der Chef dann soweit war. Saß also da und langweilte sich. Dafür war nicht alles so hektisch: Der Brief ging per Post raus. Bis er ankam, dauerte es zwei bis drei Tage. Bis dann die Antwort formuliert war und eintraf, waren nochmal drei Tage rum. Also nicht so wie heute, wo die Leute meinen, man sitzt auf E-Mails wartend vor dem PC, und schon telefonisch nachfassen, wenn man sich nicht innerhalb von drei Minuten meldet. Trotzdem vermisse ich die Schreibmaschine nicht. Immerhin war es in so einem Großraumbüro ganz schön laut bei dem Getippe.“

INFO: YouTube-Channel von Mats Honigtau; der Bär auf Instagram: https://www.instagram.com/mats.honigtau.the.bear/

PS: Für mich persönlich interessant ist die Tatsache, dass zwischen Eitings Arbeitsbeginn 1982 und meinem Eintritt ins Büroleben 1992 kein so großer Zeitunterschied ist. Gerade mal zehn Jahre. Und obwohl ich von meiner Ausbildung her (Handelsschule/Handelsakademie mit Stenografie und Maschinschreiben, im Aufbaulehrgang allerdings bereits rudimentäre Kenntnisse von CTV – Computertextverarbeitung) her auf Eitings Arbeitswelt eingestimmt wurde, fand ich jedoch ganz andere Verhältnisse vor: Computer, Netzwerkdrucker und Kopierer waren Standard. Eine Schreibmaschine gab es auch, aber ad hoc kann ich mich nicht erinnern, dass die damals je benutzt wurde.

Rodja

USB-Typewriter – die digitale Schreibmaschine

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Adrian Straub liebt alte Technik und mechanisches Handwerk. Auf seinem YouTube-Channel stellt der deutsche Vlogger diesbezüglich immer wieder neue Projekte vor: So restauriert er ein Hercules-Fahrrad aus den 1950ern, stellt eine Mercedes-Schreibmaschine (Anm.: Haben! Wollen!) vor, renoviert Dampfmaschinen, repariert alte Radios – und stellt so Sachen auf der Werkbank her, einfach nur um so Sachen herzustellen.

Meine besondere Aufmerksamkeit erregte vor allem die Installation eines USB Typewriter-Kits in eine Schreibmaschine. Damit kann Adrian nicht nur normal auf ein Blatt Papier tippen, sondern gleichzeitig den Text über einen Umwandler auf den Computer übertragen. Man kann es als umfunktioniertes Keyboard betrachten – mit dem Vorteil, dass man die Schreibmaschine an den Computer anschließen kann, aber nicht muss. Das Wesen der Schreibmaschine an sich bleibt intakt, wurde nur um die Computer-Kompatibilität erweitert.

Die Schreibmaschinisten haben nun Adrian Straub um einen Erfahrungsbericht gebeten. Der Artikel fällt quasi in zwei Kategorien. Einerseits wird die USB Typewriter vorgestellt – und fällt somit in die Rubrik „Alternativen“, andererseits gibt Adrian Straub auch seine sehr persönliche Sicht auf Schreibmaschinen wieder – und ist somit ein „Adrian schreibt auf einer Underwood/USB-Typewriter“.

Hiermit nochmals ein großer Dank an Adrian Straub, der detailliert und verständlich Einblick in die Funktionsweise einer USB Typewriter gibt.

Schreibmaschinen sind für mich schon lange nichts Neues mehr. Mit vier habe ich die erste Bekanntschaft mit einer ausgemusterten IBM Kugelkopf in meinem Kindergarten gemacht. Wie auf Knopfdruck mit lautem Schlag plötzlich ein Buchstabe auf dem Papier erschien, faszinierte mich schon damals. Daheim fragte ich dann meinen Vater: „Haben wir auch eine Schreibmaschine?“ Mein Vater verschwand im Keller. Wenig später wuchtete er eine tonnenschwere Adler aus den 50ern auf den Tisch. „Da. Die gehörte mal meiner Mutter.“

Ich setzte mich an die Maschine und hackte wie blöde auf den Tasten herum, wie ich es auch auf der IBM getan hatte – mit wenig Erfolg. Denn die Typen verhakten sich andauernd und machten dem sinnlosen Schreiben ein rasches Ende.

Also begann ich, zu schreiben, was ich sah, dachte mir Geschichten aus, erzählte, was ich den Tag über erlebt hatte, ja, fing sogar mit einer Zeitschrift an. Natürlich reichte mir eine Schreibmaschine bald nicht mehr – auf dem Flohmarkt fand ich eine Triumph aus den 20ern, im Antiquitätenladen eine Continental, beim Garagensale eine Underwood – und binnen kürzester Zeit wuchs meine Sammlung auf ganze elf Maschinen an.

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Sehr zum Verdruss meines Vaters hielt die Schreibwut an – er hält nicht viel auf gedrucktes Papier und scannte alles, was ich zu Papier brachte, ein. Erfolglos versuchte er, mich auf den Computer umzugewöhnen. Ein Unternehmen, was ihm mehr als eine zerstörte Tastatur einbrachte, war ich es doch schon seit Jahren gewohnt, mit voller Wucht auf die Tasten schlagen zu müssen – eine Wucht, die kein Mikroschalter der Welt lange aushält.

Die Geschichten wurden länger und länger – und so beschloss ich, meinem Vater etwas Gutes zu tun und zu sehen, was das Netz anzubieten hatte, um Schreibmaschinenschrift in Bits und Bytes umzuwandeln.

Mehr durch Zufall stieß ich auf die Seite www.usbtypewriter.com, auf der der Amerikaner Jack Zylkin sein Projekt vorstellte, welches genau das tat, was ich suchte: Ein Umwandler von Schreibmaschine zu Computer, ohne auf das einmalige Gefühl verzichten zu müssen, das nun mal nur eine waschechte Schreibmaschine vermittelt: Das Klackern der Typen, die fliegende Mechanik, die Klingel am Zeilenende, das Zurückschieben des Schlittens.

Das Prinzip ist überraschend simpel: Wird eine Taste auf der Maschine gedrückt, so schließt diese einen Stromkreis und löst einen elektrischen Impuls aus, der von einem Steuergerät registriert wird. Welche Taste nun gedrückt wird, differenziert das Gerät über eine breite Kontaktleiste. Je nach Schreibmaschinenmodell und Tastatur muss diese Kontaktleiste also eine andere Anzahl und Breite der Kontakte aufweisen, um sicher zu gehen, dass die Typenhebel auch wirklich alle auf einen Kontakt treffen. Zusätzliche Tasten, wie Rücktaste, Leertaste, etc. werden über Magnetschalter (Anm: die rote, ungelenke Markierung wurde von der Redaktion vorgenommen) mit der Schaltplatine verbunden.

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Die Leiste wird unter der Maschine angebracht und ist somit von außen nicht sichtbar. Auch die kleine Steuerplatine lässt sich in der Maschine oder an der Seite verstecken.

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Mein Vater war von der Idee hellauf begeistert. Zu Weihnachten lag das Ding unterm Tannenbaum. Ich hatte mich entschlossen, meine beste Schreibmaschine – eine Underwood No.11 aus den Kriegsjahren – damit auszurüsten. Für die Underwood-Modelle sieht Zylkin eine etwas rudimentäre Montage vor – die Rücktaste ist im Weg und wird daher abgesägt und zur Seite gebogen. Das wollte ich auf keinen Fall. Ich entschied mich also, die Leiste anders anzubringen – und bastelte mir dazu eine einfache Halterung, die von unten in zwei bereits vorhandene Bohrungen im Maschinenrahmen eingeschraubt wird.

© Adrian Straub

© Adrian Straub

© Adrian Straub

© Adrian Straub

Nun wurde es spannend. Würde das Gerät wirklich das tun, was es soll oder handelte es sich hier eher um einen Prototyp, der noch einen weiten Weg vor sich hatte? Billig war er ja nicht.

Zu Beginn muss der Apparat kalibriert werden. Im Bildfenster erscheint die zu drückende Taste, damit das Programm weiß, welcher Kontakt welchen Buchstaben ergibt. Tatsächlich kann man hier sogar Tasten wie F1-F12 belegen – die Schreibmaschine lässt sich also als vollkommener Computertastatur-Ersatz verwenden.

Ich begann, drauflos zu schreiben. Zu Beginn hakelte es noch etwas – hier und da bestand noch ein kleines Kontaktproblem. Mit etwas Schmirgelpapier waren diese Kinderkrankheiten aber recht schnell behoben.

Wie verhält sich der Apparat nun im Langzeittest?

Tadellos! Ich weiß schon lang nicht mehr, wieviele Seiten ich bereits mit der USB Typewriter geschrieben habe – aber es sind definitiv mehrere hundert. Und mein Vater musste fortan kein einziges Blatt mehr einscannen.

Fazit: Ich kann dieses Gerät wirklich nur empfehlen – besonders für den Vielschreiber. Es hat die Schreibmaschine für mich nochmals wertvoller gemacht – denn jetzt kann ich auch Emails auf der Schreibmaschine schreiben – und sogar dieser Bericht ist auf der USB-Typewriter verfasst.

Adrian Straub

INFO: Adrian Straubs YouTube-Kanal: www.youtube.com/user/lexander5

Benjamin schreibt auf einer Olympia Traveller de Luxe

© Neuer Österreichischer Trickfilm

© Neuer Österreichischer Trickfilm

Benjamin Swiczinsky ist ein Drittel des österreichischen Studios Neuer Österreichischer Trickfilm (kurz NÖT), das seit fünf Jahren in Wien residiert. Davor war es um den österreichischen Animationsfilm recht mau bestellt, aber dem Trio, bestehend aus Benjamin Swiczinsky, Condrad Tambour und Johannes Schiehsl, ist es mit zu verdanken, dass der österreichischen Szene neues Leben eingehaucht wurde. Sie haben u.a. die Regie für eine Staffel der Zeichentrickserie „Hexe Lilli“ gemacht – und zuletzt Animationen für Tom Tykwers „Ein Hologramm für den König“ (mit Schreibmaschinenfan Tom Hanks, womit sich quasi ein Bogen zum vorigen Blogeintrag mit Denise Esposito schlagen lässt) gezeichnet.

Benjamin kenne ich aber schon wesentlich länger. Ich bin ja auch ein großer Fan des deutschsprachigen Indie-Films und habe mit dem HomeMovieCorner 2001 eine eigene Plattform dafür gegründet (die mit Unterbrechungen bis jetzt aktiv ist). Schon Anfang der 2000er-Jahre lernte ich damals den jungen Benjamin Swiczinsky kennen, wie er sich als Autodidakt am Trickfilm versuchte. Damals war noch Disney seine große Inspiration, seine ersten Filme realisierte er mithilfe des Medienzentrums der Stadt Wien. Schließlich heuerte er beim No-Budget-Indie-Film „Faust“ von Philipp Hochhauser als Chef-Animator an. Ein bemerkenswerter Film der Indie-Szene, der Goethes Theaterstück werkgetreu darstellte – aber ohne dessen Worte, quasi als Stummfilm (nur mit dem fantastischen Score von Alexander Zlamal). Es war eine Mischung aus Real- und Animationsfilm, wobei die Animationen immer dann ins Spiel gebracht wurden, wenn es magisch wurde. Benjamin leitete dabei in den Räumen der ASIFA Austria ein Heer von Trickfilm-Laien. Nach „Faust“ ging Benjamin nach Deutschland, wo er an der Filmakademie Baden-Württemberg Animation studierte, Conrad Tambour und Johannes Schiehsl traf – und eben NÖT gegründet wurde.

Tricky Trio: Swiczinsky, Tambour und Schiehsl (© Rodja Pavlik)

Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums von NÖT baten mich die Filmemacher (das Foto stammt übrigens von der offiziellen Vorstellung der Truppe 2011), im heurigen Juni einen Filmabend mit ihnen zu moderieren. Natürlich nahm ich an – und vor dem Abend tippte ich im Kino noch ein paar Sprecherkarten mit meiner Hermes Baby ab. Während ich so tippte, merkte ich, dass die Schreibmaschine bei den Filmemachern gut ankam – vor allem bei Benjamin. Wie sehr, erfuhr ich aber erst wesentlich später, als Benjamin mir schrieb, dass ich ihn mit der Schreibmaschine „angefixt“ hätte. Und nun freut es mich, ihn in der Rubrik „… schreibt auf einer…“ selbst zu Wort kommen zu lassen. Was ich nämlich nicht wusste: Für ihn bedeutet die Schreibmaschine eine Rückkehr zu den Wurzeln. (Dabei hätte ich angenommen, dass der 1982 geborene Filmemacher doch viel eher bereits mit dem Computer aufgewachsen wäre.)

PS: Übrigens versucht NÖT aktuell mit „Birne, Schädel & Haupt“ eine Web-Trickfilmserie auf die Beine zu stellen. Dafür soll über Crowdfunding ein Budget auf die Beine gestellt werden – hier geht es zur Kampagne.

Angespornt von dem werten Betreiber dieses Blogs habe ich seit vergangenem Sommer wieder begonnen, auf der Schreibmaschine zu tippen. Und zwar auf einer kleinen Olympia Traveller de Luxe aus den 70er Jahren, die ich aus einem verstaubten Regal meiner Eltern wieder reaktivierte. Es war ein wunderbares Wiedersehen. Dazu muss ich aber sagen, dass meine Familie eine etwas längere Schreibmaschinen-Tradition hat.

Ich bin nämlich in einem extremen Low-Tech-Haushalt groß geworden. Meine ersten getippten Arbeiten für die Schule habe ich also auf eben dieser Olympia geschrieben. Danach kam dann die erste elektrische Schreibmaschine. Eine riesige rote IBM-Kugelkopfschreibmaschine, ebenfalls aus den 70er-Jahren. Ich glaube, sie kommt in einer Columbo-Folge vor, wo Columbos Assistent ihm das technische Wunderwerk mit den Worten “Wollen Sie mal was Modernes sehen?” vorstellt. Man konnte sie übrigens fast nur zu zweit tragen, und wenn man sie ansteckte, flogen des Öfteren die Sicherungen raus. Wieder einige Jahre später bekam ich dann meine erste eigene hochmoderne Schreibmaschine zum Geburtstag geschenkt. Ich glaube, es war eine Canon Typestar 110. Praktisch schon ein kleiner Computer. Mit speicherbaren Zeilen und sogar ganzen Texten und perfekter Korrekturfunktion. Und man konnte sie sogar alleine tragen und die Sicherungen flogen auch nicht mehr so oft raus.

Noch ein paar Jahre später, kurz vor der Matura, hielt dann der erste richtige Computer Einzug in den elterlichen Haushalt. Ein Rechner der Firma “digital” aus dem Jahr 1982 (gleich alt wie ich) auf dessen „farbenreichem“ hell-orangenen und dunkel-orangenen Bildschirm man im Prinzip aber nicht wirklich sinnvoll schreiben konnte. Vor allem sahen die Ausdrucke am ebenfalls Sicherungs-gefährdenden Nadeldrucker nicht einmal annähernd so schön wie die der Schreibmaschine aus. Dafür konnte man aber sehr gut das einzige Spiel, das es darauf gab, spielen: “Wörmie” (eine Art norwegisches “Snake” oder so).

© Benjamin Swiczinsky

© Benjamin Swiczinsky

Erst mit meinem Auszug aus dem Elternhaus nach der Matura und meinem wachsenden Film- und Animationsinteresse schloss ich dann Computer-technisch relativ schnell auf und hatte dann bald und bis heute relativ zeitgemäße Rechner. Um ehrlich zu sein, sogar etwas zu viele Rechner. Arbeitsbedingt habe ich mittlerweile eigentlich rund um die Uhr mit digitaler Technik zu tun. Ich schreibe, zeichne, animiere, recherchiere und kommuniziere über den Rechner. Gerade beim Schreiben, einer sehr direkten schöpferischen Tätigkeit, bemerkte ich schon des Öfteren, dass es mir schwer fällt, hier direkt vorm Rechner kreativ zu sein. Vermutlich, weil es hier zu viel technische Möglichkeiten und vor allem zu viele ablenkende Faktoren (Stichwort: Internet) gibt. Also zu viel Inspiration.

Deshalb beschloss ich für mein nächstes größeres Drehbuch-Projekt, mich mit meiner allerersten Schreibmaschine – der geliebten Olympia, die ich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hatte – in eine komplett Internet-lose Hütte im hintersten Teil des Ennstales alleine zurückzuziehen, um dort meiner “schöpferischen Tätigkeit” nachzugehen.

Mein Hauptanliegen war dabei einmal möglichst linear zu arbeiten. In Zeiten, in denen man fast immer und überall gewohnt ist zu “copy-pasten”, spürte ich das Verlangen, einmal wieder eine Geschichte von vorne nach hinten geradlinig durchzuschreiben. Wobei mir dabei klar war, dass das erste Endresultat dazu keine finale Geschichte sein würde und ich mich irgendwann zwecks “Endverarbeitung” fürs finale Buch wieder zurück an den Computer setzen musste.

Eben wie diese bewusste Nachbereitung war mir auch klar, dass es für meinen Schreibmaschinen-Versuch auch eine entsprechende Vorbereitung geben musste. Im Prinzip eine Art Fahrplan, den ich mir mithilfe von einzelnen Karteikärtchen erstellte. Darauf standen die wichtigsten Eckpfeiler meiner Geschichte. Auf der Schreibmaschine bin ich dann vergleichsweise frei meine Geschichte entlang gefahren, wobei mir die Karteikärtchen wie Autobahn-Ausfahrtsschilder dienten, um in der generell richtigen Richtung zu bleiben.

© Benjamin Swiczinsky

© Benjamin Swiczinsky

Als ich mit meiner „Autobahnreise“ auf der Schreibmaschine von vorne bis hinten durch war, begann ich dann das schnell Getippte zu analysieren. Ich notierte mir auf einem karierten Papier pro Zeile eine Drehbuchseite und notierte mir dann darauf grob die wichtigsten Dinge. Also zum Beispiel Wendepunkte, Auftritt neuer Charaktere, Ortswechsel. Als ich damit durch war, bekam ich einen ganz guten Überblick, wo es Unregelmäßigkeiten oder Längen in der Struktur der Geschichte gab. So war zum Beispiel der erste Akt viel zu lang und der dritte Akt verhältnismäßig zu kurz. Danach machte ich auf dem Papier grobe Korrekturvorschläge, wie man die Geschichte mehr in Balance bringen könnte. Weiters machte ich mir noch Notizen, was mir sonst an der Geschichte noch nicht gefiel… was sehr sehr viel war.

Nachdem ich mit meinem Selbst-Feedback durch war, setzte ich mich wieder an die gute alte Olympia und arbeitete die ganzen Korrekturen ein, was mindestens so lange dauerte wie das Schreiben des eigentlichen Drehbuchs.

Nachdem ich mit all dem durch war, wagte ich das erste Mal, zwei Kopien des frühen Drehbuchs an zwei enge Vertraute (einmal weiblich, einmal männlich) zum Durchlesen auszuhändigen. Allerdings wies ich dabei öfters darauf hin, dass es sich dabei noch um eine grobe Arbeitsversion handelt, da mir bewusst war, dass es ein ordentlich gewaschenes Feedback von beiden Seiten geben würde. Und einige Tage später gab es auch genau das. Sehr ausführliches Feedback von beiden Seiten, was meine Vermutung bestätigte, dass die Story noch bei weitem nicht filmtauglich ist. Allerdings brachte mich das Feedback einen riesigen Schritt voran und half mir auch Aspekte zu betrachten, die ich im Moment noch gar nicht so auf dem Schirm hatte.

Das ganze Feedback baute ich dann wieder ins Treatment ein, das ich jetzt am Computer schrieb, da ich diesmal auch vieles mit Recherchematerial gegencheckte und mit einarbeitete. Dieses Treatment verwendete ich dann für eine Einreichung bei der Filmdrehbuchförderung.

Und da stehe ich jetzt. Treatment und Filmidee sind bei der Filmförderung eingereicht und ich warte jetzt darauf, um zu erfahren, ob ich etwas finanzielle Unterstützung von dort bekomme, um das Buch zusammen mit einer befreundeten Autorin und Dramaturgin weiter auszuarbeiten.

Man darf also weiter gespannt bleiben…

Benjamin Swiczinsky

INFO: Neuer Österreichischer Trickfilm: www.neuer-trickfilm.at

„Faust“ – Teaser

Heldenkanzler

A Hologram For The King – Full Opening Sequence

„Birne, Schädel & Haupt“

Jennifer Lopez und die Hermes

Screenshot YouTube/© 2016 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

Screenshot YouTube/© 2016 Epic Records, a division of Sony Music Entertainment

Okay, Jennifer Lopez war musikalisch nie so mein Fall. Als Schauspielerin fand ich sie in „Out of Sight“ sehr gut. Und in „U-Turn“ habe ich sie zuerst einmal gar nicht erkannt. Ich weiß auch, dass sie spielen kann, allerdings hat sie ab einem gewissen Zeitpunkt immer nur solche stereotypische Rollen bekommen, in denen Frauen von schwach zu stark mutieren – und immer, wenn das passiert, bekommt die Lopez so einen starren, maskenhaften Blick.

Auch im Video zu „Ain’t Your Mama“, das mich thematisch sehr an den unsäglichen Frauen-Empowerment-Song „Run The World (Girls)“ von Beyoncé erinnert, demonstriert Jennifer Lopez all das: Warum sie musikalisch nicht mein Fall ist – und diesen starren Blick.

Der Clip schwimmt wohl auf der 50er- und 60er-Retro-Welle, ausgelöst durch die TV-Serie „Mad Men“. Aber immerhin kommt eine Schreibmaschine vor. Eine Hermes 3000 Portable, wie der australische Schreibmaschinen-Experte Robert Messenger erkannt hat. (Aufgrund der grünen Farbe hätte ich sie nur als Hermes – ohne Type – erkannt. Ich muss da noch viel lernen. Frage ist nur, ob ich auch will.) Es gibt auch kurz noch eine zweite Schreibmaschine zu sehen – eine IBM (schätze ich mal). Aber die ist nicht so prominent in Szene gesetzt wie die Hermes.

Die Schreibmaschinen trösten wenigstens etwas, wenn man sich auch sonst durch den Song quälen muss. ;-D

Rodja

PS: Nur damit man mich nicht falsch versteht. Nichts gegen Frauen-Empowerment – aber Beyoncé und Jennifer Lopez? Das fühlt sich einfach nur so kalkuliert, so… fake an.

Fabian schreibt auf einer Hermes Baby

Hurra, der zweite Gastbeitrag zu „…schreibt auf einer…“. Diesmal Fabian Neidhart, der von seiner Hermes Baby schreibt. Der 29-jährige Stuttgarter ist Straßenpoet, Sprecher und Botschafter des Lächelns. Auf seiner Homepage Mokita.de bietet er außerdem seinen Roman „Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen“ unter einer Creative Commons-Lizenz kostenlos an. Man kann das Buch aber auch um zehn Euronen über Amazon beziehen.

© Fabian Neidhart

© Fabian Neidhart

Meine Geschichte mit Schreibmaschinen beginnt 2010. Ich bin in Berlin, auf einer Lesung und verbringe ein paar Tage mit einer Freundin, die ich viel zu selten sehe. Und bei ihr im Zimmer steht eine Schreibmaschine. Es ist eine schwere, selbst für eine Schreibmaschine alte Maschine. Wenn ich davor jemals eine Schreibmaschine benutzt habe, kann ich mich nicht mehr dran erinnern. Meine Erinnerung an Tastaturen beginnt mit acht Jahren und dort ist das ein 386er mit Windows 3.11 und einem Speed-Button. Nichts mit Schreibmaschine. Aber eben dann.

© Fabian Neidhart

© Fabian Neidhart

Ich verbringe Stunden damit, mich mit der Maschine vertraut zu machen. Mit schmerzenden, geschwärzten Fingerkuppen fahre ich Tage später nach Hause und ich weiß, dies wird nicht meine letzte Begegnung mit Schreibmaschinen gewesen sein. Und tatsächlich, ziemlich bald darauf finde ich eine Anzeige, in der zwei Schreibmaschinen verschenkt werden, eine elektrische und eine manuelle. Ich melde Interesse an und schleppe ein paar Tage später zwei Koffer quer durch Stuttgart. Die elektrische Maschine ist direkt in den Keller gewandert, die andere auf meinen Schreibtisch, eine Triumph Norm von 1936. Damit ging es los.

Danach habe ich drei Jahre lang so ziemlich jede Schreibmaschine aufgenommen, die im Umkreis von Stuttgart verschenkt wurde. Deshalb stehen nun knapp 20 Schreibmaschinen auf dem Dachboden meiner Eltern, einige Olympia, ein paar Triumph und Adler und wenige Olivetti und noch ein paar andere. Meist Büromaschinen, wie sie in den 1970ern zum Arbeiten genutzt wurden. Und bis auf zwei IBM Selectric II alles manuelle Maschinen. Meine Lieblingsmaschine dabei ist die Hermes Baby von 1949. Sie ist neben einer Olivetti Valentine auch die einzige, für die ich Geld bezahlt habe. Einen Euro. Als einziger Bieter bei einer Auktion auf eBay, die nur Abholung anbot und zwei Straßen von mir entfernt war.

Wenn man sich mit Schreibmaschinen beschäftigt, stößt man unweigerlich irgendwann auf die Hermes Baby. Sie ist das MacBook Air der Schreibmaschinen, eine Reisschreibmaschine, auf der beispielsweise Steinbeck geschrieben hat und die Max Frisch in „Homo Faber“ verewigt. Mit ihr habe ich Anfang 2011 das Ding namens Straßenpoesie begonnen. Ich sitze mit ihr auf Designmärkten, Kunstausstellungen oder Parties, Passanten nennen ein Thema und einen Preis und ich schreibe dann Geschichten auf Blankopostkarten. Macht unglaublich viel Spaß. Und immer habe ich zu viel zu tun.

© Fabian Neidhart

© Fabian Neidhart

2012 habe ich den Tumblr-Blog „typewriterspotting“ eröffnet, in dem ich Schreibmaschinensichtungen in Filmen, Serien und so weiter sammele.

Meine kleine Sammlung an Schreibmaschinen liegt mittlerweile auf dem Dachboden meiner Eltern. Ganz manchmal mache ich mit ihnen Workshops mit Jugendlichen. Führe sie an das Analoge und die Kreativität ran. Leider aber viel zu selten. Ich persönlich schreibe immer wieder auf der Hermes Baby. Es hat das Analoge eines Bleistifts oder eines Füllers und gleichzeitig das Bestimmte einer Computerschrift. Nur eben nicht so leicht auslöschbar. Man schreibt definitiv anders auf einer Schreibmaschine.

© Fabian Neidhart

© Fabian Neidhart

Für mein aktuelles Romanprojekt „Eine Nacht mit genügend Schlaf ist nur eine weitere, an die du dich nicht erinnern wirst“ habe ich die ersten fünf Seiten auf einer Schreibmaschine geschrieben. Für mehr bin ich leider zu faul. Deshalb nutze ich auch seit 2008 das gleiche Notizbuch, weil ich mir fast immer nur Notizen mache und den Rest dann am Computer schreibe. Ich will nicht alles doppelt abtippen müssen. Trotzdem, ich liebe diesen Grat von Altem und Neuem, und vor allem, die Verbindung dieser beiden Sachen. Und da gehören Schreibmaschinen definitiv dazu.

Fabian Neidhart
www.mokita.de
http://typewriterspotting.tumblr.com/

© Fabian Neidhart

© Fabian Neidhart