Das „Kellerwerk“ und die Olivetti M40 Kr. (vereinfachte Kriegsausführung)

Upcycling – so wird der Prozess genannt, in dem aus Abfallprodukten oder (scheinbar) nutzlosen, weil nicht mehr verwendeten Stoffen oder Produkten andere, neuwertige Produkte entstehen. Wenn z.B. aus der Trommel einer alten Waschmaschine ein Hocker entsteht, oder aus alten Schwimmwesten aus Flugzeugen wasserabweisende, belastbare Rucksäcke werden. Aus einem alten Dia-Projektor eine Lampe gemacht wird. Aus den Tasten einer ausrangierten Schreibmaschine Manschettenknöpfe und Ringe… Yikes!!! Darüber hüllen wir jetzt aber rasch den Mantel des Schweigens…

But you get the idea. Das Ganze ist einerseits Ressourcen-schonend, andererseits auch etwas, das dem Lifestyle-Gefühl anspricht. Etwas Handgefertigtes mit einem Hauch von Historie. Und darauf haben sich eben Sascha Johannik und Romana Fürst vom Geschäft „Kellerwerk“ in der Gumpendorfer Straße im 6. Wiener Gemeindebezirk spezialisiert.

© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

Mir ist das Geschäft schon früher aufgefallen, weil ich schon länger nach einem strapazierfähigen Rucksack für meine Hermes Baby suche. Doch als ich voriges Jahr eines Tages an dem Geschäft vorbeikam, erregte etwas anderes meine Aufmerksamkeit.

Da stand sie – eine Olivetti M40 Kr. (vereinfachte Kriegsausführung) auf der Verkaufstheke. Ein Monstrum von einer Schreibmaschine, starr und unbeweglich. Natürlich ging ich sofort in das Geschäft.

Wie ich eintrat, bemerkte ich auch eine andere Schreibmaschine – eine Continental mit kyrillischen Schriftzeichen.

© Rodja Pavlik

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Und gleich daneben… Ringe aus den Tasten einer Schreibmaschine. Oy, das tut weh. :-/ Natürlich hatte ich den Verdacht, dass auch der Olivetti M40 Kr. ein ähnliches Schicksal drohen würde. Doch da konnte mich Romana Fürst beruhigen. Nein, dieser Maschine würde man nicht die Tasten entfernen.

Sie würden aus der Schreibmaschine eine Lampe machen!

D’oh!

© Rodja Pavlik

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Romana musste mir meinen Schock angemerkt haben, denn sie fragte mich gleich, wie viel ich für die ganze Schreibmaschine zahlen würde. Doch so ein sperriges Ding bei mir daheim? Leider habe ich nur Platz für Reiseschreibmaschinen, die man auch mal wegstellen kann.

Und so sehr mich das dräuende Schicksal der Olivetti M40 Kr. dauerte, so war ich doch recht neugierig. Man muss es ja so sehen. Diese Schreibmaschine will niemand. Sie wurde vielleicht schon seit Jahrzehnten nicht mehr gebraucht. Und macht es da nicht Sinn, etwas Neues daraus zu machen? Ich denke schon. So sehr mich auch der Gedanke schmerzt.

Und eine Lampe, der man den Schreibmaschinen-Ursprung ansieht, ist auf jeden Fall besser, als Ringe oder Manschettenknöpfe aus den Tasten.

Also bat ich Romana, mich über das Schreibmaschinen-Lampen-Projekt auf dem Laufenden zu halten, damit ich den Transformationsprozess für den Blog hier dokumentieren kann. Sie versprach es, betonte aber, dass es noch einige Zeit dauern würde.

Wochen, Monate vergingen – und nachdem ich keine Nachrichten bekam, schaute ich immer wieder bei „Kellerwerk“ vorbei. Vielleicht hatte man ja mich und mein Ansuchen vergessen. Aber da stand die Olivetti M40 Kr. noch immer auf der Verkaufstheke, noch immer unbehelligt.

Und dann passierte es: Wie ich wieder einmal ins Geschäft ging, um mich nach der Schreibmaschine zu erkundigen, sagte man mir, dass man die Lampen-Pläne ad acta gelegt habe und dass die Olivetti M40 als Dekoration im Shop bleiben würde. Vielleicht würde man sie für die Kunden zum Eintragen in einen Newsletter verwenden, auf jeden Fall sollte das sperrige Ding den hässlichen Belegdrucker verbergen, den man demnächst installieren würde.

© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

So sehr der Transformationsprozess mich gereizt hätte, fiel mir doch ein Stein vom Herzen. Und ich bot gleich an, die nötigen Sachen zur Ingangsetzung der Schreibmaschine zu besorgen. Ich glaube, Sascha und Romana waren ein bisschen vorsichtig ob meines Enthusiasmus‘ – aber ich kann es ihnen nicht verdenken. Kommt da ein Typ ins Geschäft und bietet einfach von sich aus an, Sachen zu besorgen.

Ein kurzer Check zeigte, dass zumindest die Tasten und Typen einwandfrei funktionierten. Also besorgte ich noch ein Farbband (Gruppe 8) und zwei passende Metallspulen. Das hört sich so kennermäßig an, aber ohne Meister Schilhan in der Rochusgasse im dritten Bezirk hätte ich absolut keinen Tau davon gehabt.

Danach spulte ich das Farbband auf die Metallspulen und installierte diese in die Olivetti M40 Kr. – und voila… Nun steht eine funktionierende Schreibmaschine im „Kellerwerk“.

Rodja

Nachträgliche Anmerkung von Sascha Johannik und Romana Fürst: Vielen Dank für den sehr gelungenen Bericht. Die Schreibmaschine kommt mit neuem Farbband übrigens super bei unseren Kunden an. Vielen Dank nochmal!

INFO: Kellerwerk, Gumpendorfer Straße 48, 1060 Wien Di – Fr 11-18 h und Sa 10-15 h www.kellerwerk.at

Fabian schreibt auf einer Hermes Baby

Hurra, der zweite Gastbeitrag zu „…schreibt auf einer…“. Diesmal Fabian Neidhart, der von seiner Hermes Baby schreibt. Der 29-jährige Stuttgarter ist Straßenpoet, Sprecher und Botschafter des Lächelns. Auf seiner Homepage Mokita.de bietet er außerdem seinen Roman „Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen“ unter einer Creative Commons-Lizenz kostenlos an. Man kann das Buch aber auch um zehn Euronen über Amazon beziehen.

© Fabian Neidhart

© Fabian Neidhart

Meine Geschichte mit Schreibmaschinen beginnt 2010. Ich bin in Berlin, auf einer Lesung und verbringe ein paar Tage mit einer Freundin, die ich viel zu selten sehe. Und bei ihr im Zimmer steht eine Schreibmaschine. Es ist eine schwere, selbst für eine Schreibmaschine alte Maschine. Wenn ich davor jemals eine Schreibmaschine benutzt habe, kann ich mich nicht mehr dran erinnern. Meine Erinnerung an Tastaturen beginnt mit acht Jahren und dort ist das ein 386er mit Windows 3.11 und einem Speed-Button. Nichts mit Schreibmaschine. Aber eben dann.

© Fabian Neidhart

© Fabian Neidhart

Ich verbringe Stunden damit, mich mit der Maschine vertraut zu machen. Mit schmerzenden, geschwärzten Fingerkuppen fahre ich Tage später nach Hause und ich weiß, dies wird nicht meine letzte Begegnung mit Schreibmaschinen gewesen sein. Und tatsächlich, ziemlich bald darauf finde ich eine Anzeige, in der zwei Schreibmaschinen verschenkt werden, eine elektrische und eine manuelle. Ich melde Interesse an und schleppe ein paar Tage später zwei Koffer quer durch Stuttgart. Die elektrische Maschine ist direkt in den Keller gewandert, die andere auf meinen Schreibtisch, eine Triumph Norm von 1936. Damit ging es los.

Danach habe ich drei Jahre lang so ziemlich jede Schreibmaschine aufgenommen, die im Umkreis von Stuttgart verschenkt wurde. Deshalb stehen nun knapp 20 Schreibmaschinen auf dem Dachboden meiner Eltern, einige Olympia, ein paar Triumph und Adler und wenige Olivetti und noch ein paar andere. Meist Büromaschinen, wie sie in den 1970ern zum Arbeiten genutzt wurden. Und bis auf zwei IBM Selectric II alles manuelle Maschinen. Meine Lieblingsmaschine dabei ist die Hermes Baby von 1949. Sie ist neben einer Olivetti Valentine auch die einzige, für die ich Geld bezahlt habe. Einen Euro. Als einziger Bieter bei einer Auktion auf eBay, die nur Abholung anbot und zwei Straßen von mir entfernt war.

Wenn man sich mit Schreibmaschinen beschäftigt, stößt man unweigerlich irgendwann auf die Hermes Baby. Sie ist das MacBook Air der Schreibmaschinen, eine Reisschreibmaschine, auf der beispielsweise Steinbeck geschrieben hat und die Max Frisch in „Homo Faber“ verewigt. Mit ihr habe ich Anfang 2011 das Ding namens Straßenpoesie begonnen. Ich sitze mit ihr auf Designmärkten, Kunstausstellungen oder Parties, Passanten nennen ein Thema und einen Preis und ich schreibe dann Geschichten auf Blankopostkarten. Macht unglaublich viel Spaß. Und immer habe ich zu viel zu tun.

© Fabian Neidhart

© Fabian Neidhart

2012 habe ich den Tumblr-Blog „typewriterspotting“ eröffnet, in dem ich Schreibmaschinensichtungen in Filmen, Serien und so weiter sammele.

Meine kleine Sammlung an Schreibmaschinen liegt mittlerweile auf dem Dachboden meiner Eltern. Ganz manchmal mache ich mit ihnen Workshops mit Jugendlichen. Führe sie an das Analoge und die Kreativität ran. Leider aber viel zu selten. Ich persönlich schreibe immer wieder auf der Hermes Baby. Es hat das Analoge eines Bleistifts oder eines Füllers und gleichzeitig das Bestimmte einer Computerschrift. Nur eben nicht so leicht auslöschbar. Man schreibt definitiv anders auf einer Schreibmaschine.

© Fabian Neidhart

© Fabian Neidhart

Für mein aktuelles Romanprojekt „Eine Nacht mit genügend Schlaf ist nur eine weitere, an die du dich nicht erinnern wirst“ habe ich die ersten fünf Seiten auf einer Schreibmaschine geschrieben. Für mehr bin ich leider zu faul. Deshalb nutze ich auch seit 2008 das gleiche Notizbuch, weil ich mir fast immer nur Notizen mache und den Rest dann am Computer schreibe. Ich will nicht alles doppelt abtippen müssen. Trotzdem, ich liebe diesen Grat von Altem und Neuem, und vor allem, die Verbindung dieser beiden Sachen. Und da gehören Schreibmaschinen definitiv dazu.

Fabian Neidhart
www.mokita.de
http://typewriterspotting.tumblr.com/

© Fabian Neidhart

© Fabian Neidhart

„Meine Schreibmaschine und ich“ – Thomas Glavinic

© Carl Hanser Verlag

© Carl Hanser Verlag

Früher war ich ein sehr intensiver Leser. So ein, zwei Bücher pro Monat – das ging sich schon mal aus. Aber das ist lange her, heute bin ich froh, wenn ich ein paar Seiten während der knapp 20-minütigen U-Bahn-Fahrt in die Arbeit schaffe.

Ich war nicht unbedingt ein Qualitäts-Leser, eher mehr so in der Sparte „Kraut und Rüben“ unterwegs. Der Titel war ansprechend? Die Inhaltsangabe auch? Dann gleich ausgeborgt aus der Bibliothek. Ich achtete kaum auf Namen und noch weniger auf aktuelle Rezensionen. Und so entging mir einiges an Zeitgenössischem. Zum Beispiel hat es der österreichische Buchautor Thomas Glavinic erfolgreich geschafft, längere Zeit unterhalb meines Wahrnehmungsradars zu agieren. Das ist nicht seine Schuld. Sein Name ist mir bekannt – und auch die Titel einiger seiner Werke. Z.B. „Der Kameramörder“ oder „Wie man leben soll“. Aber das wahrscheinlich eher dadurch, dass diese Bücher auch verfilmt wurden. Wobei ich auch die Filme wiederum nicht gesehen habe. Eben nur als „…verfilmt nach dem Buch von…“ wahrgenommen habe.

Und dann stoße ich auf sein Buch „Meine Schreibmaschine und ich“ (Carl Hanser Verlag, 2014). Die Texte stammen eigentlich aus einer Vorlesung, die der Schriftsteller 2012 im Rahmen einer Poetikprofessur an der Universität Bamberg gehalten hat. Für das Buch wurden sie noch einmal überarbeitet.

Natürlich wurde ich neugierig. Ein Autor, der tatsächlich noch mit der Schreibmaschine schreibt? Ich weiß selbst nicht, warum ich so erstaunt bin. Schließlich kenne ich mit Paul Auster und Jason Dark bereits zwei Schriftsteller, die so arbeiten. Mit Letzterem hatte ich ein Interview, von Paul Auster habe ich sein Buch „Die Geschichte meiner Schreibmaschine rezensiert.

Um es gleich einmal vorwegzunehmen: Der Buchtitel des in Wien lebenden Grazers ist eine Irreführung. Eigentlich hätte es „Meine Befindlichkeiten und ich“ heißen sollen. Ja, es kommt etwas Schreibmaschine vor, aber von den rund 115 Seiten passt das Geschriebene über die Schreibmaschine zusammengefasst auf 1 1/4 Seiten (in Worten eineinviertel) – wenn es hoch kommt. Etwas enttäuschend für Schreibmaschinen-Fans. Aber dennoch nicht uninteressant, zumindest für angehende Schriftsteller. Lässt man mal die Schilderungen von Glavinic der eigenen Befindlichkeiten weg. Und die gibt es en masse in Kapitel 1 („Was ich mag und was ich nicht mag“) und Kapitel 4 („Was andere denken“… sollte eigentlich „Was ich denke, was andere denken“ lauten). Es ist ein imaginäres Interview mit einem präpotenten Journalisten, der Glavinic ständig in eine Ecke drängen möchte. Sagt sehr viel aus, zumindest über das, was der Schriftsteller von den Journalisten denkt.

Das ist NICHT Glavinics Olivetti Lettera 32 © Georg Sommeregger

Das ist NICHT Glavinic‘ Olivetti Lettera 32 © Georg Sommeregger

Glavinic schreibt mit einer Olivetti Lettera 32 (siehe Symbolfoto), die er vor 20 Jahren von einer Bekannten bekommen hat. Er ist ein typischer Vertreter der „Mit einer Schreibmaschine schreibt man bewusster“-Mentalität. (Mit typisch meine ich, dass ich dieses Argument schon oft gehört habe – u.a. bei Paul Auster. Ich selber benutze die Maschine ja, um Gedanken hinzufetzen, bevor sie mir entwischen. Aber dazu ein anderes Mal mehr.)

Glavinic schreibt:

Ich schreibe an der Schreibmaschine und nicht am Computer, weil ich zu faul bin und mich durch die etwas komplexere Art des Arbeitsprozesses zu größerer Genauigkeit zwinge.

Ich denke länger nach, ehe ich einen Satz niederschreibe, ich gebe mich nicht so leicht zufrieden. Ich spüre seinem Klang so lange nach, bis ich meine, den perfekten Ton, die harmonischste Struktur gefunden zu haben, ich überlege wieder und wieder, ob er denn wirklich stimmig ist. Erst dann kommt er aufs Papier.

Allerdings beschreibt er ein Problem, das ich so nicht kenne:

Zudem habe ich kaum noch Farbbänder, was oftmals dazu führt, dass ich die Maschine öffnen und das Band manuell zurückspulen muss, um einen weiteren Absatz halbwegs leserlich tippen zu können.

Wirklich? Hm, dann muss etwas bei der automatischen Umschaltung der Laufrichtung defekt sein. Jedes Farbband hat an jedem Ende eine Metallöse. Wenn also das Ende des Bandes erreicht ist, löst die Öse einen Mechanismus aus, der die Laufrichtung ändert. Wenn man so will, kann man ewig schreiben – nur die Farbe wird halt immer blasser. Aber zurückspulen? Das bringt eigentlich genau gar nix. Auch verstehe ich nicht ganz, wie man in Zeiten von Amazon einen Mangel an Farbbändern haben kann. Oder man geht in Wien zum Miller auf der Mariahilfer Straße oder zum Michael Schilhan in der Rochusgasse und besorgt sich welche.

Allerdings – einen Tipp habe ich mir aufgeschrieben. Glavinic schreibt am Tag zwei Seiten. Und hört dann auf. Auch mitten im Satz. Zuerst fragte ich mich, was das soll. Aber der Autor hat einen wirklich guten Grund – und ich überlege, ob ich das in Zukunft auch so machen werde.

Und wenn ich sie geschrieben habe (Anm. die zwei Seiten), ist Feierabend. Mitten im Satz ziehe ich das Papier aus der Maschine, lege es zur Seite und sehe zu, dass ich vom Schreibtisch wegkomme. Was sonderbar klingen mag, doch für mich folgt diese Praxis einer zwingenden Logik. Es ist viel einfacher für mich, in den Text, in seinen Ton zurückzufinden, wenn ich morgens mitten in einem Satz oder Absatz weitermachen kann.

Natürlich ist auch Thomas Glavinic im Zeitalter des Computers angekommen. Aber die erste und zweite Fassung des Romans werden mit der Schreibmaschine geschrieben. Erst mit der dritten Überarbeitung wird der Text in den Computer übertragen. Danach kann es 10, 20 oder gar bis zu 50 Arbeitsgänge dauern, bis das Skript fertig ist.

Fazit: Das Buch „Meine Schreibmaschine und ich“ ist an und für sich recht unterhaltsam zu lesen. Letztendlich hat es Schreibmaschinen-Fans nicht wirklich etwas zu bieten. Im Grunde genommen tut das auch Paul Austers Buch „Die Geschichte meiner Schreibmaschine“ auch nicht, das ja eher einen Essay und Bilder eines mit Auster befreundeten Malers enthält. Es scheint, als könnte – außer in Sachbüchern – die Schreibmaschine kein ganzes Buch tragen. Für Fans von Thomas Glavinic und/oder angehende Autoren ist „Meine Schreibmaschine und ich“ durchaus unterhaltsam – und wenn man die Selbstbefindlichkeiten des Autoren außer Acht lässt, kann man vielleicht auch zwei, drei Tipps für das eigene Schreiben daraus ziehen.

Rodja

INFO: www.thomas-glavinic.de/