Das Wort zum Sonntag – 23.04.2017

Meine Olympia SF de Luxe denkt, dass der Film „Vielleicht lieber morgen“ ein ganz wundervoller Coming-of-Age-Film ist. Zumindest hat der Film von Stephen Chbosky – und das darauf basierende Buch (ebenfalls von Stephen Chbosky) – die wundervollste Szene, in der eine Schreibmaschine verschenkt wird.

© Rodja Pavlik

Und mal ehrlich, wer möchte sich nicht von Emma Watson eine Schreibmaschine schenken lassen?

Aber ich würde auch zu Tom Hanks nicht Nein sagen…

Rodja

© Ascot Elite

Das Wort zum Sonntag – 19.03.2017

Ein bisschen Melancholie schadet nie, meint meine orange Olympia Traveller de Luxe S.

© Rodja Pavlik

Über EMMA6 habe ich hier ja schon mal berichtet. Obwohl ich von der deutschen Band vorher noch nie etwas gehört hatte, war sie mir von Anfang an gleich grundsympathisch. Für ihr drittes Album „Wir waren nie hier“ teaserten sie mit kleinen Clips, auf denen eine orange Olympia Traveller de Luxe (ohne S – ohne Tabulator) zu sehen ist.

Logisch, dass ich da auch meine Traveller rauskramen musste.

Logisch, dass ich auch wissen wollte, ob die Band irgendetwas mit Schreibmaschinen am Hut hat. Doch die erste Anfrage knapp nach Weihnachten und kurz vor Silvester blieb unbeantwortet. Aber dann meldete sich Bassist Dominik Republik. Die Schreibmaschine gehört einer Freundin von ihm. „Als ich die nochmal bei ihr entdeckt habe, kamen wir ein bisschen ins Schwärmen, sind in Nostalgie verfallen und haben uns darüber unterhalten, wie viel Arbeit wohl früher das Verfassen von Texten war, und dass man sich vielleicht vorher sehr gut überlegt hat, was man schreiben möchte usw. Und dabei kam dann die Idee mit den Texten und den Albumteasern“, erzählte der Musiker den Schreibmaschinisten.

Doch beim Drehen zeigte die Schreibmaschine so manche divenhafte Macke: „Bei der ist es tatsächlich so, dass sie ab und zu um eine Stelle springt. Das hat bei den Aufnahmen der Albumteaser dazu geführt, dass wir den ein oder anderen Anlauf gebraucht haben, bis alles im Kasten war“, so Dominik. „Solche Dinge haben auf jeden Fall etwas Inspirierendes.“ Und einen kleinen Tipp gab er noch zum Abschluss: „Wenn du im Video zu ‚Das Haus mit dem Basketballkorb‘ ganz genau hinschaust, entdeckst du vielleicht etwas.“ (Anm.: Ja, ich habe sie entdeckt – ganz kurz.)

Nachdem ich auch entdeckte, dass auf dem Cover von „Wir waren nie hier“ eine Schreibmaschine zu sehen war, beschloss ich, dem Album eine Chance zu geben. Und tatsächlich, die CD hat jetzt schon Chancen in meinen Top Five des Jahres 2017 zu landen. Ich habe einen Hang zum Melancholischen, und da werde ich voll bedient.

Rodja

INFO: www.emma6.de

© Ferryhouse Productions (Warner)

Und nachdem hier auch noch Interrail erwähnt wird, ist mein Fazit: Nein, das kann keine schlechte Band sein.

Das Wort zum Valentinstag

… getippt auf meiner Olympia SM2

© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

Okay, heute ist nicht Sonntag – aber zumindest Valentinstag.

Harte Rocker sind ja kommerziell dann am erfolgreichsten, wenn sie schmachtende Balladen schreiben. Beispiele gefällig? Bon Jovi mit „Bed of Roses“, Whitesnake mit „Is this Love?“, Bryan Adams mit seinem liebsäuselnden (und zum Kotzen erregenden) „(Everything I do) I’ll Do it For You“ (Adams hat ja ein paar solcher lebensgefährlichen Schnulzen zu verantworten) und – natürlich – Metallica mit „Nothing Else Matters“. Kein Mix-Tape von mir, das nicht ohne dem letztgenannten Song auskam.

Dieser klischeebeladene Kontrast – harter Metalhead, weiche Seele – das macht Frauen wuschi. Und Männer sind froh, wenn sie diese Songs spielen, weil sie auch offiziell endlich mal eine Träne verdrücken und sensibel sein dürfen.

Insofern finde ich schon einmal den Song „Safe Home“ von Anthrax herrlich erfrischend. Ein Powersong reinster Güte – und doch drückt er etwas aus, das ich selbst nicht besser in Worte fassen könnte, wenn es um meine aktuelle, seit 31. Dezember 2000 andauernde Beziehung geht. Wir haben Höhen erlebt, wir haben Tiefen durchschritten. Und was wichtiger ist – wir haben auch den Alltag gemeistert (Oder ist „durchkämpft“ das richtige Wort? Sag Du es mir, Christine.) Dieser Song ist für Dich – und nein, er ist nicht von Jackie Leven. (Auch wenn der oft mehr meiner Gefühlslage entspricht als Anthrax.)

Rodja

PS: Ja, das ist Keanu Reeves in dem Video…

Das Wort zum Sonntag – 16.10.2016

Meine Remington Portable Model 5 hat den Wien-Blues und tippt das herrlich-geniale „Wien wort auf di“ der Band Granada. Deren gleichnamige CD läuft derzeit auf heavy rotation bei mir.

© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

Und hier noch das Original „Vienna“ von Billy Joel…