Field Writing Nr. 3: La nouvelle Einfallslosigkeit

Mir ist klar, dass Wien wächst. In meinem Geburtsjahr 1971 hatte diese Stadt rund 1,6 Millionen Einwohner, Anfang 2022 waren es 1,9 Millionen. Und irgendwo müssen diese Leute ja auch wohnen. Es muss also gebaut werden – aber erstaunlicherweise kann man sich die neuen Wohnungen als Normalsterblicher auch nicht leisten.

Andererseits wird es in Wien auch immer heißer. Es bilden sich immer mehr Hotspots in der Stadt, wie auch die Stadtverwaltung anhand einer Hitzekarte selbst weiß. Als Gründe werden neben dem Klimawandel auch die städtische Verbauung mit Asphalt und Beton, die Wärme speichern, genannt. Man weiß also, warum sich die Hitze in der Stadt hält – aber das scheint niemand der Bauindustrie gesagt zu haben – oder es kümmert sie ganz einfach nicht.

© Rodja Pavlik

Seit einiger Zeit wohne ich im 14. Bezirk am Fuße des Satzbergs, in der Nähe gleich der Wienerwald. Gegenüber meinem alten Grätzl Ober Sankt Veit im 13. Bezirk gefühlsmäßig ein Abstieg – ich mag einfach den Vorort- bzw. Dorfcharakter, der teilweise in Ober Sankt Veit noch vorhanden ist (obwohl dort in letzter Zeit leider auch viel gebaut wurde).

Warum sind wir dann weggezogen? Na ja, es warat weng Wohnsituation… Die neue Wohnung auf Miete bietet jedem Kind ein Zimmer – das war das ausschlaggebende Argument. Aber so recht wohl wollte ich mich hier anfangs nicht fühlen. Doch dann kam Corona – und damit diverse Lockdown-Stadien. Und erst da lernte ich die Gegend hier so richtig zu schätzen. Ich konnte hier Luft schnappen, im Wald spazieren gehen, das Paradies oder den Satzberg erkunden – und das ohne vielen oder überhaupt Leuten zu begegnen. Und irgendwie fand ich dann doch Gefallen an der Gegend.

Doch kurz nachdem wir herzogen – so ungefähr ein Jahr später, bemerkte ich eine Veränderung am Satzberg. Auf einigen, manche mehr, manche weniger verfallen wirkenden Häusern und Zäunen hingen plötzlich Transparente, die von großartigen und exklusiven Brauprojekten verkündeten… Banken und Immobilienfirmen hatten hier zugeschlagen. Das verhieß nichts Gutes.

© Rodja Pavlik

Und nun bin ich hier in der Freyenthurmgasse und schau auf das sich anbahnende Ergebnis. Ich sitze auf dem Gehsteig gegenüber einer Baustelle, auf einem dreibeinigen, zusammenlegbaren Hocker, mit dem Rücken an eine Mauer gelehnt, eine Hermes Baby auf dem Schoß.

Ich starre auf etwas, das einst eine riesige Wiese mit einem Mehrparteienhaus darauf war. Und Bäumen. Wenn man auf Google Maps schaut, dann findet man an dieser Adresse noch ein Bild von 2019 vor. Bäume verdecken die Aussicht auf das Haus, das mitten am steilen Hang auf einer riesigen Wiese stand. Ein etwas älterer Passant, der mit seiner Tochter und einem Enkel an mir vorbeigeht, schwärmt noch davon, wie er damals als Kind am Hang hier Ski fahren lernte. Und in dem Haus wohnten an die acht Parteien, erzählte der Mann.

© Screenshot Google Maps

Doch das ist die Vergangenheit. Die nahe Zukunft verspricht an dieser Stelle 34 qualitativ hochwertige Eigentumswohnungen von 46 m2 bis hin zu 121 m2, in den Varianten 2- bis 5-Zimmer – mit 39 KFZ-Stellplätzen und zwei Motorradstellplätzen. Jede Wohnung wird einen Außenraum (Eigengarten, Balkon oder Terrasse) haben.

Doch zu welchem Preis? Und das im doppelten Sinn. Erstens zu einem Preis, den sich der Durchschnitts-Wohnungssuchende nicht leisten können wird, zweitens kostet es den Satzberg an Substanz und Lebensqualität. Der Passant, mit dem ich sprach, meinte, dass die Leute hier gegen das Bauprojekt waren, doch gegen die Immobilienfirmen könne man einfach nichts machen. Er machte sich auch Gedanken darüber, wie nun das Schmelz- oder das Regenwasser von dem Hang abfließen würde, jetzt, wo alles zubetoniert sei.

Ich sprach mit einigen Leuten, die an mir vorbei gingen, über das Projekt und die Bebauung des Satzbergs im Allgemeinen. Niemand von ihnen wusste etwas Positives darüber zu sagen. So etwas darf man natürlich nicht unreflektiert in sich aufnehmen, denn Anrainer wissen prinzipiell nichts Gutes über ein Bauprojekt direkt neben ihrer Haustür zu sagen. Doch ich glaube ihnen, dass sie generell eine negative Veränderung im Gefüge des Satzberges wahrnehmen.

© Rodja Pavlik

Für das Wohnprojekt musste ein Teil des Erdreichs abgetragen werden, der Boden mit einer Art Estrich auf verschiedenen Plateaus eingeebnet werden. Jeder Quadratzentimeter Baugrund wird ausgenützt. Jeder Zentimeter Grünraum muss aber zuerst zerstört werden, bis dann a bisserl Grün, unterbetoniert, schön geordnet und ja nicht überwuchernd, zurückkehren darf. Auf dem angepriesenen Symbolfoto sieht man an den Rändern der Anlage viel Grün. Doch wer genau hinschaut, wird bemerken, dass das schöne Grün zu den Nachbargärten gehört, nicht zu der Wohnanlage.

Und so geht es hier auf einigen Grundstücken zu. Alte Häuser verschwinden oder große Grundstücke werden aufgeteilt. Die Straße weiter hinauf Richtung Dehnepark steht z.B. ein zweiteiliges Reihenhaus, das einst einen großen Garten hatte. Dann wurde der Garten abgeteilt – und nun steht auf dem einst leeren Teil ein großer Block, der wie eine riesige Lavawand wirkt, die sich Zentimeter um Zentimeter an die Reihenhäuser heranzupirschen scheint.

© Rodja Pavlik

Es gibt einige neue Bauunterfangen wie dieses hier am Satzberg. Sie sind alle im Fertigwerden begriffen und ähneln sich dabei wie eine aus Beton gegossene Kuhflade der anderen. Unten dick aufgetragen, nach oben verjüngend. Und alles so… glatt und fade. Keine Spur von Individualität. Wo ist ein Hundertwasser, wenn man ihn braucht?

Aber vielleicht zählen „innere Werte“. Vielleicht sind ja die Wohnungen innen so genial gebaut, aber das kann ich nicht beurteilen. Jenen Leuten, die da wohnen werden, wird das auch egal sein. Sie werden ja meistens nur das Innere sehen – und das Äußere nur, wenn sie wegfahren oder heimkommen.

Ich weiß nicht, wie man diesen Baustil nennt… oder vielleicht in Zukunft nennen wird. Mir fallen als Baustile Romanik, Gothik, Biedermeier oder Jugendstil ein. Aber das hier? „La nouvelle Einfallslosigkeit“? „Die geplante Langeweile“? „Das letzte Aufbäumen vor dem Klimakollaps“? Irgendwie erinnert mich der momentane Anblick auch an einen Cartoon des legendären Franquin aus „Schwarze Gedanken“.

aus „U-Comix präsentiert: Schwarze Gedanken – Komplett“ – Franquin, alpha-comic verlag 1986

Es steckt eine gewisse Gigantomanie in diesen Projekten, eine arrogante, selbstbewusste, die erschreckt. Mir geht eine gewisse Demut hier ab. Demut vor der Geschichte des Ortes, der Natur und den Nachbarn. Ich weiß, darum kann sich der Bauträger nichts kaufen. Irgendwie erinnern mich diese Immobilienspekulanten aber an Heuschrecken. Sie fallen über den Satzberg her, zerstören jegliches Grün – und wenn nichts mehr da ist, ziehen sie weiter, lassen das Zerstörte zurück. Wobei… da tu ich Heuschrecken Unrecht. Nach deren Invasion kann im nächsten Jahr wieder etwas erblühen. Hier am Satzberg… wohl nicht mehr.

Rodja

Die nackte Schreibmaschine – The naked typewriter

Anmerkung des Chefredakteurs

Auf einer Internetplattform, auf der so Sachen verkauft werden, und die ich „rein zufällig“ offen hatte, fand ich ein recht interessantes Angebot: Eine nackte Schreibmaschine!

Nackt bedeutet in diesem Fall ohne Abdeckung und Verkleidung. Irgendwie erinnert sie mich an die Schreibmaschine von „Unabomber“ Ted Kaczynsky, die in der Sammlug von Steve Soboroff zu finden ist. Aber das ist nicht der Hauptgrund, warum die nackte Schreibmaschine mich fasziniert. Es ist – ähnlich wie bei einer Skelett-Taschenuhr – der Blick ins Innere. Wie greift das Eine in das Andere? Welche Federn und Zahnräder bewegen und drehen sich? Wie funktioniert das Ganze? Zwar bietet eine Olympia Modell 8 mit Glasfenstern an den Seiten auch einen Blick ins Innere, aber eben nicht so ungestört.

Langer Rede, kurzer Sinn, ich schrieb den Verkäufer an, weil ich wissen wollte, was hinter dem Angebot steckt. Es meldete sich Max K., der – zu meinem großen Erstaunen – Die Schreibmaschinisten bereits kannte. Was einerseits schmeichelnd ist, andererseits sich in Verhandlungsfragen auch zu meinen Ungunsten auswirken könnte. (Memo to myself: In Zukunft auf Verkaufsplattformen nur noch mit Pseudonym agieren.)

Dies nur zur Erläuterung, wie ich auf die nackte Schreibmaschine kam. Anbei nun die Erklärung als Artikel, den mir Max K. freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank.

DIE NACKTE SCHREIBMASCHINE

Es gibt zwei Aspekte, die hier reinspielen – einen eher philosophischen und einen ganz praktischen. Die nackte Wahrheit ist: Ich suchte einen Ersatzteileträger für meine Brother Valiant aus den 60er Jahren. Ein paar der Federn schienen mir ausgeleiert und schwach. Wer schon mal in diese Richtung im Internet recherchiert hat, wird festgestellt haben, dass es Federn im Fachhandel in unterschiedlichsten Formen gibt – von der Länge, dem Durchmesser, der Dicke, dem Material und natürlich der Zugkraft. Kurzum: Eher unwahrscheinlich, dass man hier ohne Weiteres bessere Alternativen erwischt, zumal solche Spezialfedern aus dem Fachhandel ihren Preis haben, der nicht im Verhältnis zum „Wert“ der Schreibmaschine steht.

© Max K.

Und da es derzeit bei uns noch mehr alte Schreibmaschinen am Markt gibt als Interessenten, kam mir die Idee, einfach ein Nachfolgemodell meiner Brother zu erwerben, das vermutlich noch dieselbe Technik enthält, wo die Federn aber noch nicht ausgeleiert sind. Als Ersatzteileträger kamen daher Brother-Modelle aus den 70ern in Frage, die optisch ruhig „hässlich“ sein durften und natürlich günstig sein sollten – und soweit erkennbar wenig benutzt.

Nach kurzer Zeit fand ich eine Brother DeLuxe 1300 Tabulator in Purkersdorf um wohlfeile 13 Euro, in einem beigen Plastikkleid mit Holzfurnier – perfekt! Zu Hause stellte ich dann fest, dass einerseits alles auf Anhieb und ohne Reinigung funktionierte, und andererseits, dass es bei der Mechanik offenbar doch Veränderungen im Detail gab. „Feintuning“ sozusagen. Das bedeutete, dass ich Teile wie z.B. die Federn nicht 1:1 verwenden konnte. Auch der Spulenmechanismus mit der Farbbandumkehr schien besser gelöst, passte aber leider nicht ohne Weiteres in die alte Maschine.

© Max K.

Dafür stellte ich fest, dass der Metallrahmen unter dem Plastikkleid rundum verlief, das Metall beschichtet sein dürfte (glänzte schön) und alle Funktionen auch so verfügbar waren. Sogar die Gummifüße, die noch in einem guten Zustand waren (und leider auch nicht auf die alte Maschine passten), konnte ich ohne Weiteres an der nackten Schreibmaschine montieren! Sie sah damit zeitlos modern aus – Technik auf das notwendige Minimum reduziert.

Das bringt mich zum „philosophischen Aspekt“: Einerseits der Gedanke „weniger ist mehr“, der sich auch in unserer Wohnungseinrichtung wiederfindet und eine Ruhe ausstrahlt. Andererseits aber auch meine Vorliebe für Mechanik. Als jemand, der bereits in seiner Jugend mit Computern aufgewachsen ist und der im Alltag natürlich die moderne Technik nutzt, hat mich die Mechanik schon immer fasziniert. Sie ist logisch nachvollziehbar und transparent. Durch Probieren und Beobachten kann sie jeder Laie mit etwas Geduld verstehen und Probleme nicht selten selbst beheben – was für ein Erfolgserlebnis! Man hat nicht dieses Gefühl der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins wie in der modernen Computerelektronik, die für den Laien ein Buch mit sieben Siegeln darstellt. Da heißt es bei Problemen dann meistens: teuer reparieren lassen (sofern überhaupt möglich) oder wegwerfen. Die meisten Handys oder Computer halten vielleicht ein bis fünf Jahre. Bei Schreibmaschinen sprechen wir von vielen Jahrzehnten! Das war schon „nachhaltig“, bevor wir dieses Wort in dieser Dimension kannten.

© Max

Die Faszination analoger Technik äußerte sich bei mir zuerst im Wunsch, Oldtimer in Form klassischer Autos und Motorräder besitzen und fahren zu wollen – und dabei auch selbst Hand anlegen zu können und wollen. Das setzt jedoch Geld und Platz voraus, also ist das nicht ohne Weiteres umsetzbar. Später entdeckte ich meinen Faible für mechanische Uhren. Kleine Meisterwerke aus hunderten Teilen, die präzise ineinander greifen müssen, damit alles perfekt funktioniert – und das tut es über Jahre und Jahrzehnte, ganz ohne Strom. Interessanterweise hat sich hier ein Markt für mechanische und Automatikuhren etabliert, der sich noch immer hält. Allerdings auch ein eher teures Hobby. Immerhin aber nicht so platzintensiv wie alte Autos, Services sind deutlich seltener nötig.

Das Glanz- und Lieblingsstück meiner eher bescheidenen Uhrensammlung ist eine Omega Seamaster aus 1967 – ein sehr schlichtes Modell ohne Datum, das ich um kein Vermögen (im Vergleich zu modernen Omegas) erstanden habe. Eine grazile Automatikuhr – ich brauche sie nur in die Hand zu nehmen und sie beginnt zu laufen, während ihre rund 50 Jahre jüngeren Pendants in meiner Sammlung erst aufgezogen werden müssen. Das war noch Qualität!

© Max K.

Zum Glück für mein Konto entdeckte ich, dass klassische mechanische Wecker nicht minder reizvoll sind und wie Schreibmaschinen für kleines Geld zu haben sind. Daher besitze ich mittlerweile mehrere Junghans Wecker aus den 40er- bis späten 70er-Jahren. Wobei sie mir als Wecker zu unerbittlich laut und schrill sind – ich verwende sie als gut sichtbare Schreibtischuhren, die ein beruhigendes Tick-Tack von sich geben.

Wie ich feststellen musste, ist bei alten Uhren und Weckern mit Leuchtziffern und -zeigern aber Vorsicht geboten: Häufig kam z.B. Radium zum Einsatz. Ein radioaktiv instabiles Element, das selbst nicht so problematisch ist wie das Zerfallsprodukt Radon, das in die Luft gelangt, wie anglo-amerikanische Studien kürzlich erforscht haben.

Aber zurück zu den Schreibmaschinen. Auch hier hat das Tipp-Tipp-Tipp etwas Beruhigendes, das Haptische etwas Befriedigendes. Gedanken und Finger arbeiten langsamer, konzentrierter und synchroner als auf einem PC, wo wir uns ständig selbst überholen und dann korrigieren müssen. Das analoge Papier wartet geduldig in der Maschine eingespannt, bis es weiter geht. Es braucht keinen Strom, kein Login, kein Passwort, keine Updates oder Backups, kein Hoch- oder Runterfahren – einfach jederzeit bereit. Zu schreiben und sonst nichts. Wir können uns auf das Wesentliche fokussieren, keine Ablenkungen. Die analoge Mechanik tut, was sie soll und sonst nichts, ohne Ansprüche zu stellen. Okay – von gelegentlicher Wartung abgesehen. ;-D

© Max K.

Die nackte Schreibmaschine ist für mich ein auf das Wesentliche reduzierte Anschauungsobjekt der Schreibmaschinentechnik. Sie versteckt nicht, was sie tut – offen und ehrlich, ohne Mysterium. Sie entblößt meine Fehler und hat zugleich ihre Eigenheiten. Damit lernt man umzugehen. Das Ergebnis ist jedenfalls befriedigender – ich kenne kaum jemanden, der nicht doch lieber auf Papier liest.

Liebe Grüße an alle Schreibmaschinisten

Max K.

Die Rache des 10-Finger-Systems

Eigentlich müssten die Schweizer ja die Hermes Ambassador aus dem Effeff können, aber dieses Video hier tut einfach nur weh… vor allem in den Ohren. Erstens quietscht die Schreibmaschine erbärmlich, zweitens flucht der arme Mann beim Tippen gar arg.

Soweit ich das verstanden habe, sind Moser & Schelker Moderatoren bei Radio Energy Basel, Bern, Luzern und Zürich, die sich gegenseitig das Wochenende schwer machen. Sie stellen sich gegenseitig Aufgaben – und erst wenn diese erledigt ist, darf man ins wohlverdiente Wochenende.

Diesmal hat Moser für Schelker eine ganz besonders knifflige Aufgabe. Schelker hat anscheinend das 10-Finger-System nicht mehr intus. Aus diesem Grund soll er blind an der Hermes Ambassador einen Text fehlerfrei tippen. Das kann dauern… und ist auch nicht immer ganz jugendfrei. ;-D

Definitiv eines der witzigeren Schreibmaschinen-Videos in der letzten Zeit.

Rodja

Trainspotting…

Wie vielleicht einige Leser wissen, liebe ich es mit der Bahn zu fahren. Vier Mal mit Interrail unterwegs – und diese Reisen zählen zu meinen schönsten Erlebnissen. Ich trage ja auch schon seit Jahren die Geschichte zu einem Railroadmovie in mir herum – ein Stoff, so untypisch typisch für mich – sogar mit einer Liebesgeschichte.

Das Treatment ist schon fertig – und nachdem ich lange mit mir gerungen habe, ob es eher in Richtung Drehbuch oder doch eher ein Roman wird, habe ich mich für letzteres entschieden. Um mich wieder in Stimmung zu bringen, habe ich mir dafür auch das Buch „Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen“ von Jaroslav Rudis besorgt.

splendid66

© Rodja Pavlik

Tja, und dann stolpere ich über dieses Video hier: „Trainwriting“ – entspanntes Vorwärtskommen, mit Schreibmaschine. Und das schürt die Sehnsucht nach mit dem Zug fahren gleich noch mehr. Ein sehr stimmiger Clip, den die Bahn eigentlich gleich als Werbevideo verwenden könnte.

Gibt es eigentlich diese „Zugfahrt“-Filme im Fernsehen noch, die immer lange nach Mitternacht gesendet werden? Die haben mir immer wieder von der schönen, weiten Welt da draußen erzählt, wenn ich mal wieder Schlafstörungen hatte.

Blöd, dass ich den Zugmaschinisten, der da mit seiner Olympia Splendid 66 unterwegs, so gar nicht kenne. ;-D

Rodja

Magnus schreibt auf einer Adler Tippa

Naja, eigentlich nicht mehr. Und wieso? Darauf möchte ich gerne eingehen. Angefangen hat alles im Juni 2021 kurz vor meinem ersten Hochzeitstag. Ich hatte mir Gedanken gemacht, was ich meiner Frau zu unserem ersten Hochzeitstag schenken sollte. Googeln ergab, dass der erste Hochzeitstag auch vielmals die papierene Hochzeit genannt wird. Klar war auch, es sollte nicht viel kosten. Nicht, weil ich geizig bin, sondern weil meine Frau und ich uns allgemein darauf geeinigt haben, uns nichts Überteuertes zu schenken. Also dachte ich mir, dass vielleicht ein schöner, persönlicher Liebesbrief über unsere vergangenen bald acht Jahre zusammen wohl das Schönste sein muss.  

Es war aber klar, dass als Linkshänder ein mit Füllfederhalter geschriebener Brief nicht schön gewesen wäre, es sei denn man steht auf die abstrakte Kunst, die dabei entsteht, wenn ein Huhn durch Tinte läuft und danach quer über ein Blatt. So hat es zumindest immer meine Grundschullehrerin genannt.  

Demnach musste ein anderes Schreibgerät her – und da fiel mein Gedanke auf die Schreibmaschine. Im Nachbarort entdeckte ich dann diese Adler Tippa zum vermeintlichen Schnäppchenpreis von 10 Euro. Nachträglich weiß ich, dass dies der normale Preis für eine voll funktionstüchtige Tippa ist. Diese hier hatte von Anfang an zwei große Probleme – inzwischen habe ich es verschlimmbessert und sie hat vier große Probleme, aber dafür fairerweise zwei kleine weniger. 😉

tippa1

© Magnus T. Meyerhoff

Als blutiger Anfänger habe ich die Tippa so weit wie möglich zerlegt, gereinigt und wieder zusammengebaut, denn die Maschine sprang unregelmäßig am Anfang einer Zeile und auch die Randauslösertaste, deren Funktion ich damals nicht kannte, ging nicht, und wie man an der unschönen Worttrennung sieht auch heute noch nicht. Hinzu kommt inzwischen der defekte Rücksteller und eine erschwerte Hochstellfunktion (ich ducke mich vor den heranfliegenden Steinen der Instandhalter).

Dennoch behalte ich die Tippa, obwohl sie mir eigentlich nichts mehr nützt, aber sie erinnert mich an den Anfang. Nach dem Liebesbrief an meine Frau, über den sie sich sehr gefreut hat, bei dem ich penibel darauf geachtet hatte, dass sie nicht unkontrolliert sprang und Worte sinnlos unterbrach, fing ich mit Kurzgeschichten und Gedichten an, weil ich am Ball bleiben wollte, was das Schreiben anging

tipp2

So jetzt wechseln wir aber auf eine angenehmere Maschine. ;-D Nämlich auf mein stationäres Alltags-Lastenpferd: Eine Olympia SM2, voll funktionsfähig und im bestmöglichen Zustand. Sie war ein Weihnachtsgeschenk von meiner Frau.  

Irgendwann kommt der Punkt, an dem man mit den ganzen technischen Problemen nicht mehr weiter machen will, einfach weil es den Flow der fliegenden Finger unnötig unterbricht. Ich hätte die Tippa auch einfach reparieren können, aber ich wollte die Zeit, die ich dafür investiert hätte, lieber direkt mit dem Schreiben verbringen.

Wer unnötiges Gebastel vermeiden will, sollte meiner Meinung nach aus Sammlungen kaufen oder eben direkt von den noch spärlich vorhandenen Büromaschinenmechanikern. Ansonsten bedarf es bei „von privat“ eine Menge Glück oder ein sehr genaues Auge. Aus Sammlungen muss man dann nur aufpassen, ob es sich um eine Sammlung gut gepflegter und funktionstüchtiger Maschinen handelt, oder um Deko-Objekte, die aufgrund der Masse verstaubt und nicht auf Funktion geprüft sind. Grundsätzlich bin ich der Meinung: Finger weg von Keller- oder Dachbodenfunden, die Gerüche lassen sich nur seltenst gut entfernen. Auch von sichtbarem Rost eher die Finger lassen.

Bei Maschinen von professionellen Büromaschinenmechanikern ist der Preis natürlich deutlich höher, das liegt aber auch daran, dass diese Schreibmaschinen dann in mehreren Stunden repariert und restauriert wurden. Sieht man dann acht Stunden Meisterarbeit in Relation zu einer perfekten Schreibmaschine für 300 bis 500€, ist es rein wirtschaftlich ein Schnäppchen. Klar, wenn ich jetzt nicht weiß, möchte ich das Schreibmaschine schreiben
weiter verfolgen, dann ist’s ein ganz schön großer Haufen Geld.

olympia1

© Magnus T. Meyerhoff

Diese SM2 haben wir von Ebay aus privater Hand, die vielen detailreichen Fotos ließen den vorhin erwähnten Fakt bei Käufen von privat in Luft auflösen. Auch eine andere Maschine in meinem Besitz war von privat. Man muss dann halt immer die Menge und Details der Fotos mit dem Preis abwiegen. Gegebenenfalls muss man damit leben, weiteres Geld oder Zeit zu investieren. 

Ich selbst betreibe eine Webseite Abenteuermodus.de und einen Twitter Account seit kurzem, auf denen ich meine geistigen Ausflüsse in der analogen Welt mit der digitalen teile. Mein Geld für mein Brot verdiene ich mir mit täglicher, exzessiver Computerarbeit, weshalb ich froh bin, vor über einem halben Jahr ein weiteres tolles analoges Hobby gefunden zu haben. Mich interessiert einfach diese extrem filigrane Technik, das ineinander greifen von Teilen, die durch reine Physik Wörter auf ein Blatt zaubern.

magnus3

© Magnus T. Meyerhoff

Ein Traum von mir ist es, dass ich mich irgendwann mal publizierter Autor nennen darf (daran arbeite ich) und eine Stimme in einem Hörspiel sprechen zu dürfen. Denn ich bin ein kleiner MC-Kassetten-Hörspielfanatiker.

So am Rande und um einen kleinen Exkurs zu geben, ich höre meine Musik auch gerne auf einem Plattenspieler, mache unterwegs meine Fotos mit einer analogen Spiegelreflexkamera und fahre in meinen Urlauben einen alten 80er-Jahre-Kastenwagen, der ursprünglich dem Katastrophenschutz gedient hat, nun aber zu einem Wohnmobil umgebaut ist. Wenn wir jetzt noch darüber reden, wer ich bin und wir feststellen, dass ich ein 95er Kind bin, würden viele als erstes das Wort Hipster in den Mund nehmen. 😀

Aber auch meine Eltern und Freunde sehen ein, dass ich eigentlich besser aufgehoben worden wäre, wenn ich deutlich früher geboren wäre. Aber ich war schon immer jemand, der gegen den Strom geschwommen ist und sich von der Masse abheben wollte in dem, was mir gefiel und ich gemacht habe. Also kann man man davon ausgehen, dass in den 80ern oder 70ern mir anderes gefallen hätte. 

So, das soweit von mir und dem Schreibmaschinenwahn, der sich bei mir auch inzwischen auf fünf Schreibmaschinen ausgeweitet hat. Auf jeden Fall versuche ich mich auch mal – inspiriert durch den lieben Rodja und Gerhard Richter – an dem Field Writing. 

Liebe Grüße aus dem Norden Deutschlands 

Magnus T. Meyerhoff
www.abenteuermodus.de

PS: Eine Empfehlung meinerseits ist die liebe Eveline Theobald, wenn es um Fragen, Maschinen und Bedarf geht. Die gute Seele vom Schreibmaschinenhaus  in Wallerfangen weiß immer weiter.

Federstriche für die Ukraine

Eigentlich dachte ich, dass ich auf meinem Blog so kurz nach dem letzten Post “Wie man Füllhalter richtig befüllt…” nicht so schnell wieder über Füllhalter schreiben werde – aber das hier will ich Euch nicht vorenthalten. 

Zurzeit gibt ja nicht wirklich viele gute Neuigkeiten. Ich muss auch zugeben, dass ich mir kaum vorstellen konnte, dass irgendein Ereignis so tragisch sein kann, dass es sogar die Pandemie, in der wir uns noch immer befinden, größtenteils aus den Nachrichten verdrängt. Aber „Gratulation“ an den russischen Machthaber Putin: Life goal achieved, alter Knacker in der End-of-life-crisis (anders kann ich es mir echt nicht erklären).

Umso schöner finde ich diese Aktion von Youtubern und Füllfederherstellern aus Deutschland und Österreich hier. Inkwitty, Big-G´s Tintenkiste, Himmelsstier und ML NibWorx stellen nämlich den Füllhalter Füllerbubble4UKR für eine Verlosung zugunsten der Opfer des Krieges in der Ukraine zur Verfügung.

ukraine1

© Big-G ́s Tintenkiste

Wie man sieht, ist der von Himmelsstier geschaffene Füller ein Unikat und in den Landesfarben der Ukraine gehalten. Der Gewinner kann sich dann nach eigenen Bedürfnissen auch die Feder von ML NibWorx aus Österreich bearbeiten lassen.

Für ein Los um 10 Euro hat man eine Chance, den Füllerbubble4UKR zu gewinnen. Um die Gewinnchancen zu erhöhen, kann man aber auch mehrere Lose erwerben. Die erreichte Gesamtsumme geht am Ende zu 100 Prozent an die Aktion Deutschland Hilft. Das Geld ist per paypal friends & family in Euro an himmelsstier@dg-email.de zu senden. Die Teilnahme ist bis zum 24.03.2022 um 23:59 Uhr möglich, die Verlosung erfolgt kurz danach.

Wie gesagt, eine sehr schöne Aktion, die ich so nicht erwartet habe. Und wahrscheinlich bin ich auch deswegen so erfreut. Chapeau, Inkwitty, Big-G´s Tintenkiste, Himmelsstier & ML NibWorx. Ich drück Euch die Daumen, dass die Aktion ein großer Erfolg wird.

Anbei noch zwei dazugehörende Videos von Inkwitty und Big-G´s Tintenkiste.

Rodja


Kurzes Einführungsvideo von Inkwitty

Im Video von Big-G´s Tintenkiste wird neben der Aktion auch der Füllhalter genauer vorgestellt. In der Beschreibung darunter stehen auf Youtube auch die genauen Teilnahmebedingungen.

Wie man Füllhalter richtig befüllt…

Zeit meines Schullebens habe ich immer mit Füllfeder geschrieben. Und das selbst zu einem Zeitpunkt, an dem man es uns „erlaubt“ hat, mit Kugelschreiber zu schreiben. Über das Warum bzw. die Geschichte meiner Vorliebe für Füllfedern werde ich aber ein anderes Mal schreiben. Heute geht es nur um das Befüllen von Füllhaltern mit Tinte.

Früher habe ich eigentlich immer Patronen für die Füllfeder benutzt. Erst in den letzten Jahren habe ich es mit Kolbenfüllern und Konvertern probiert. Warum? Nun, bei Patronen fällt halt Plastik an, und irgendwie wirkt das Befüllen von Konvertern mit Tinte halt umweltschonender. (Wobei sich natürlich die Frage stellt, wie viel Energie und Ressourcen in die Herstellung der Tinten-Glasflaschen reinfließen. Vielleicht kann mir jemand mal erklären, wie „umweltschonend“ Glas – vor allem Einweg-Glas – wirklich ist.)

Mittlerweile befülle ich meine Füllhalter recht gerne. Es ist – ähnlich wie das Aufziehen meiner Tischuhr (ein kleiner Reisewecker) oder meiner Taschenuhr – zu einem kleinen Ritual geworden. Es ist dieses – irgendwann einmal am Tag oder in der Woche – „sich Zeit für etwas nehmen“, das eine beruhigende Wirkung auf mich ausübt.

Zugegeben, anfangs war das Ganze eine sehr schmutzige Angelegenheit. Doch nach einiger Zeit hat man den Dreh heraus.

Oder man schaut sich gleich das neueste Video von Christian an. Christian betreibt den Blog Lineatur Expert und den Youtube-Channel Writing Delight, wo er Füllhalter und Tinten vorstellt. In diesem Clip erklärt er nun, wie das Befüllen geht, ohne sich dabei die Hände schmutzig zu machen. (Ich wünschte, er hätte das früher gemacht.)

Wenn ich mir sein Tutorial so anschaue, muss ich sagen, dass sich meine hart erarbeitete Methode von seiner kaum unterscheidet – außer, dass ich eigentlich nur in der Nähe eines fließenden Wasserstrahls agiere.

Rodja

Les Machines de Sophie

Gut, ich versteh’s überhaupt nicht – aber es ist so herrlich französisch und bunt – und mit Akkordeonmusik macht ein Film sowieso mehr Spaß.

Wenn ich einen Verdacht äußern darf… Ich nehme an, dass es darum geht, dass die beiden als „typische“ Sekretärinnen gekleidete Damen Schreibmaschinen reparieren und Kindern und Erwachsenen den Spaß am Tippen auf einer „machine à écrire“ vermitteln wollen, so dass die dann eine Postkarte anfertigen können.

Ein bisschen Stirnrunzeln sorgt die Schreibmaschine, die Nägel auf den Tasten angeklebt hat. Schwarze Pädagogik, gefällig? Die Schreibmaschine kann nur mit Fingerhut bedient werden.

Rodja

PS: Wenn ich daran denke, dass ich mal Französisch gelernt habe… Hui, ist das wie weggeblasen.
PPS: Hm… die Schreibmaschine heißt „la machine à écrire“, aber Maschinschreiben „la dactylographie“. Interessant.

Im Blocksatz schreiben

Zugegeben, ich habe schon mal gelesen, wie das mit dem Blocksatz funktionieren soll – aber erst durch dieses Video hier von Youtuber und Schreibmaschinen-Fan Badulai ist mir klar geworden, wie es tatsächlich funktioniert. Wichtig ist, dass man eine Schreibmaschine hat, deren Leertaste zweiteilig funktioniert. Auch da habe ich durch den Clip etwas Neues gelernt, denn vorher ist mir das noch nie aufgefallen.

Ich versuch’s mal zu erklären. Wenn man die Leertaste im normalen Gebrauch drückt, dann entsteht ein leerer Abstand. Man drückt, lässt los – und der Leerschritt ist da. Das geschieht eigentlich schon unbewusst.

Doch bei vielen Schreibmaschinen (ich persönlich kenne nur wenige, die das nicht können) ist dieser Schritt eigentlich zweiteilig, und zwar folgendermaßen: Man drückt die Leertaste und ein halber Leerschritt wird gemacht – und erst wenn die Leertaste wieder losgelassen wird, kommt der zweite halbe Leerschritt hinzu. Et voilà: Ein ganzer Leerschritt.

Und genau dieses Zweiteilige braucht man, um Wörter räumlich zu verkürzen oder zu strecken, wie man dem Clip hier entnehmen kann. Notwendig dafür ist, dass man den Text fehlerfrei zwei Mal schreibt.

Um ehrlich zu sein, ich glaube nicht, dass ich das im Alltagsgebrauch mit der Schreibmaschine normalerweise machen werde. Sollte ich aber jemals wieder ein Bewerbungsschreiben aufsetzen (o ja, da darf sich der Personaler schon mal darauf freuen…), dann werde ich das sicher anwenden. Und aus Neugierde werde ich das demnächst auch mal ausprobieren.

Vielen Dank für das Video, Badulai.

Rodja

„Z-Office“ – Büro, Schreibmaschinen, Computer, Viren und… ZOMBIES!!!

z-office

© Douglas Stahl

Okay, ich geb’s zu… Schreibmaschinen kommen hier nur am Rande vor – aber immerhin eine Kamerafahrt lang! Also zählt das auch ein bisschen, oder?

Wie vielleicht einige wissen, komme ich eigentlich aus dem Indie-Film-Bereich. Seit knapp über 20 Jahre berichte ich über den HomeMovieCorner (seit zehn Jahren als Blog, zuvor als normale Website) über das kreative Schaffen im deutschsprachigen Amateur- und Indie-Film-Bereich. Und im Rahmen dessen bin ich auch über den Film „Z-Office“ von Douglas Stahl gestolpert. Die mittellange Horrorkomödie dauert etwas über 47 Minuten lang, ein ungewöhnliches Format als. Ich habe mich dennoch sehr gut unterhalten.


Inhalt: 1986 – Alles geht schief! Karl (Nikolai Will, „Tatort Calw: Auge um Auge“, „Herzlos“ von Mania Pictures, zuletzt auch eine wiederkehrende Rolle in der TV-Serie „Rentnercops“) soll entlassen und durch einen neumodischen Computer ersetzt werden. Derweil verwandelt eine seltsame Grippewelle den Boss (Florian Simbeck, der Stefan aus „Erkan & Stefan“) und die Kollegen in schlipstragende Untote. Um den Arbeitstag zu überleben, heißt es für Karl und seine Kollegen Lilly (Alexandra Schiller, „Quasinormal“, „Anti Cupido“) und Fred (Klaus Thiel-Klenner, „Der letzte Auftrag“, „Michael – (k)ein harter Vampirfilm“) abheften, kopieren und tackern bis zum Tod!


Was einem auffällt… das Büro als Location ist wirklich liebevoll gestaltet – und eben auch jede Menge Schreibmaschinen und Rechenmaschinen.

Rodja