Death Metal Typewriter

Mal was Leichtes, was Heiteres… ;-D

Musikalisch komme ich ja aus einem recht alternativen Eck. Metal, Punk, Klassik, Folk – so in die Richtung und alles kreuz und quer. Bei Metal eher NWOBHM, Power Metal bis zu Thrash Metal. Aber Death Metal? Na ja, da akzeptiere ich gerade einmal Death Angel. Aber bei Cannibal Corpse steige ich definitiv aus.

Nicht so der Youtuber Plum Jay, der mit drei Schreibmaschinen (zwei Smith-Corona und eine Royal) ordentlich Speed erzeugen kann.

Eben bei „Hammer Smashed Face“ von Cannibal Corpse

… und bei „Slit Your Guts“ von Cryptopsy.

Echt, da tun mir die Schreibmaschinen schon fast leid. Aber lustig ist es trotzdem.😀

Rodja

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Die Schreibmaschine als Deko

Auf der Suche nach Spuren der Schreibmaschine in der heutigen Zeit habe ich mir auch die klassischen Versandhäuser einmal näher angeschaut Als ich ein junger Bursche war, gingen in unserem Gemeindebau die dicken Kataloge der Versandhäuser um – die Bibeln des selig machenden Konsums wurden von Haushalt zu Haushalt gereicht. Eine Hausfrau bestellte den Katalog, andere borgten ihn sich aus.

Ich war fasziniert von den ganzen Sachen, die es da gab. Stereoanlagen, Platten, Spielekonsolen (und da rede ich von Atari und Activision), Video-Recorder (Video 2000, Betamax, VHS) – und auch Spielfilme! Und ich war so unschuldig damals, dass ich mir rein gar nicht vorstellen konnte, wie dieser „Massagestab“ funktionieren sollte. Massage ja, aber wie soll dieser Stab auf dem Rücken funktionieren? Und warum wurde ein diskreter Versand versprochen?

Aber ich schweife ab. Der Versandhandel und die Schreibmaschine haben ja eine gemeinsame Historie. Man nehme z.B. die Neckermann Brillant Junior, die eigentlich eine in der DDR hergestellte Groma Kolibri ist, die Neckermann quasi als Eigenmarke verkaufte. (Kleiner Exkurs: Vor Jahren bin ich über die Doku „Die Akte Joel“ über den unheilvollen Konnex zwischen Neckermann und US-Popstar Billy Joel („Uptown Girl“) gestoßen.)

Wieder zurück zum Thema. Natürlich nahm ich an, dass die Versandhäuser noch immer Schreibmaschinen verkaufen. Aber eher diese modernen, elektronischen – mit Zeilenspeicher und Korrekturfunktionen. Und damit hatte ich teilweise Recht. Neckermann hat solche, Otto wiederum nicht.

Womit ich allerdings auch nicht gerechnet habe, ist, dass z.B. das Versandhaus Otto die Schreibmaschine als Dekorations-Objekt verkauft. Das machte mich neugierig. Waren das echte Schreibmaschinen? Und woher bekam Otto die?

Die Spur führte zum Zulieferer, dem Versandhandel Heine, der die Schreibmaschinen um rund 180 Euro (exkl. Versandkosten) auch direkt vertreibt. Über das Deko-Objekt schreibt Heine auf seiner Homepage: „Ob eine Originalschreibmaschine von zum Beispiel Orga, Continental, Optima oder Olympia, alle verschönern einen Schreibtisch, ein Regal, eine Kommode, etc. auf außergewöhnliche Art und Weise. … Die Schreibmaschinenmodelle lassen sich herrlich in viele Wohnstile integrieren. So harmonieren sie wunderbar mit Einrichtungen im Kolonialstil, im Shabby-Chic oder im romantischen Stil.“

Screenshot

Screenshot

Die Schreibmaschine quasi als funktionsloses Möbelstück, als modisches Accessoire? War das ein neuer Trend? Auf Nachfrage bei Heine erfuhren die Schreibmaschinisten: „Alte Raritäten wie Schreibmaschinen oder Nähmaschinen sind aktuell sehr gefragt, natürlich schön anzuschauen und etwas Besonderes, wofür Heine steht.“ Die Maschinen werden dabei anscheinend nur oberflächlich restauriert: „Unser Lieferant arbeitet die Maschinen auf, damit man zwar ein antikes Stück in Händen hat, aber die Optik trotzdem schön anzusehen ist.“

Welche Schreibmaschine der Kunde genau bekommt, weiß er im Vorhinein nicht. Nur die ungefähren Eckdaten – Gusskorpus, H/B/T ca. 24/40/34 cm – bekommt er, damit er sich schon mal Gedanken machen kann, wo er die Schreibmaschine aufstellen kann. Auf Nachfrage erklärte Heine: „Allgemein sind alte Schreibmaschinen schwierig zu bekommen und können sehr unterschiedlich im Aussehen sein. Damit unser Kunde so gut wie möglich weiß was ihn erwartet, haben wir uns entschieden uns auf gezielte Modelle zu konzentrieren.“ Dabei verspricht Heine Originale aus den 30er- und 40er-Jahren, also nicht unbedingt die schlechtesten Jahrgänge für eine Schreibmaschine.

Da die Schreibmaschine als reines Dekorationsobjekt verkauft wird, fragte ich mich, ob sie absichtlich entfunktionalisiert wird. Wie eine Pistole, die ja für Deko-Zwecke auch schussunfähig gemacht wird. „Wir verkaufen die Artikel als Dekoobjekt, da wir nicht dafür garantieren können, dass jede Maschine funktionsfähig ist. Sie werden allerdings nicht absichtlich funktionsunfähig gemacht“, so Heine. Das wollte ich dann doch noch etwas präziser haben. Hatte ich das richtig verstanden, dass die Schreibmaschinen – da nicht absichtlich stillgelegt – also im besten Fall reibungslos funktionieren könnten, im schlechtesten Fall eben nicht? Heine bejahte dies.

Wie das Produkt am Markt angenommen wird, beschrieb Heine so: „Spezielles Feedback unserer Kunden haben wir bis dato noch nicht erhalten, allerdings sind die Artikel gut nachgefragt, was ein positives Feedback ist.“

Rodja

INFO: www.heine.de

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„Der Tod des Philosophen“ – Krimi-Lesung im Schreibmaschinenmuseum Partschins

© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

Es gibt so einige Bücher, deren Titel und Inhaltsangaben zumindest für Schreibmaschinisten spannend klingen. Doch das Ergebnis ist mal mehr (Paul Austers „Die Geschichte meiner Schreibmaschine“), mal eher weniger (Thomas Glavinic‘ „Meine Schreibmaschine und ich“) befriedigend. Und von den reinen Fiktionen, von denen ich eigentlich noch einige Rezensionen abliefern wollte, will ich erst gar nicht reden.

Dennoch reißt es mich jedes Mal, wenn ich von einem Buch höre, das etwas mit Schreibmaschine zu tun hat. So auch bei „Der Tod des Philosophen“ von Annette Warsönke, das als E-Book bzw. demnächst auch als BoD (Book on Demand) erscheint. Da klingt schon einmal die Synopsis sehr spannend.

Passenderweise präsentiert die Autorin ihr Buch am 10. September 2016 in der „Kriminacht“ im Schreibmaschinenmuseum Partschins in Südtirol.

Synopsis: Der Totenschein hat nicht das letzte Wort.

Schreibmaschine Athene glaubt nicht an einen natürlichen Tod ihres Herrn und Meisters, des Philosophen Janus. Sie beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, kommt jedoch alleine nicht weiter. Aber wem kann sie trauen? Und was haben die Bücher des alten Platon mit dem Fall zu tun?

Annette Warsönke ist im Arbeitsleben Juristin, Autorin von Steuerlehrbüchern wie „Korrektur von Steuerverwaltungsakten“ oder „Körperschaftssteuer – leicht gemacht“, Freie Lektorin (ADM) und Dozentin für Kreatives Schreiben. „Der Schritt von der Juristin zur Kriminalautorin war für mich eine logische Konsequenz aus meiner Arbeit, die oft Spürsinn erfordert und Abgründe zeigt“, so die gebürtige Münchnerin in einem E-Mail-Interview mit den Schreibmaschinisten. Nach „Tödliche Saiten“ ist „Der Tod des Philosophen“ ihr zweiter Roman. Das Buch gab es schon mal unter dem Titel „Die Wahrheit steht zwischen den Seiten“ bei einem Verlag. Da Warsönke mit der Arbeit des Verlags nicht zufrieden war, ließ sie sich die Rechte zurückgeben und bringt es nun in Eigenregie heraus.

© Annette Warsönke

© Annette Warsönke

Auf die Idee, eine Schreibmaschine als Heldin ihres Romans zu machen, kam sie durch eine Schreibübung. „Die hieß ‚Beschreibe einen Gegenstand in einem Raum‘. Das war schnell erledigt, und ich habe dann einfach weitergeschrieben, wie der Gegenstand als solcher den Raum ‚erlebt‘. Das habe ich dann mit mehreren Gegenständen fortgesetzt. Dabei kam mir die Idee, dass das doch wunderbare Tatzeugen sind. So brauchte ich nur noch eine Ermittlerin – und wer eignet sich dafür besser als eine Schreibmaschine, mit deren Hilfe ja schon unzählige Kriminalromane geschrieben wurden?“, erzählt Warsönke.

Die Autorin gehört selbst noch zu einer Generation, die auf einer Olympia-Schreibmaschine das Maschineschreiben gelernt hat. Laut ihrer Beschreibung handelt es sich um eine der SM-Serie. „Ich kann mir Typenbezeichnungen nie merken – deshalb bastle ich auch nicht an Schreibmaschinen. Das überlasse ich lieber Leuten, die keine zwei linken Hände haben.“

© Annette Warsönke

© Annette Warsönke

Als Vorbild für die ermittelnde Schreibmaschine Athene diente eine Olympia Modell 8. „Athene ist allerdings ein Freigeist, lässt sich in keine bestimmte Marke zwängen – und deshalb wird ihr Modell im Buch auch nicht genannt. Schließlich hat sie ihre Geschichte ja auch für Schreibmaschinenfans jeglicher Marken aufgeschrieben“, erläutert Warsönke.

Besonders reizvoll für die Krimiautorin war die Aufgabenstellung, dass Athene ja eigentlich immobil ist. „Ihr Aktionsradius ist ja sehr limitiert. Athene kann ja nicht wie Disneys Teekannen durch die Gegend tanzen; sie kann zwar die Menschen verstehen, doch Kommunikation ist nur mit anderen Gegenständen möglich. Sie muss sich also etwas überlegen, Verbündete suchen, um Sachen herauszufinden, Zeugen zu befragen, etc. Das ist dann auch einer der Kernpunkte der Geschichte: Ob (und wie) Athene es schafft, trotz ihrer Einschränkungen den Täter zu überführen.“

Den Rohentwurf für den Roman hat Warsönke auf einer Reiseschreibmaschine Olympia Traveller (siehe zweites Bild) geschrieben. Die Überarbeitungen erfolgten dann aber schon auf dem Computer mit der Autoren-Software Papyrus. „Mit der Schreibmaschine zu schreiben war für mich ein ‚zurück zu den Wurzeln‘. Nicht nur zu meinen schreiberischen, sondern auch zu denen meiner Hauptfigur Athene. So war ich ihr beim Schreiben auch gedanklich viel näher, als ich es mit dem Computer sein konnte“, erklärt die Schriftstellerin. Natürlich bedeutete das für sie auch eine Umstellung. „Das Schreiben mit der Schreibmaschine kostet viel mehr körperliche Kraft. Kein großes Problem hatte ich mit Tippfehlern – aber auch nur, weil es ja eh nur der erste Entwurf war… da habe ich die einfach stehen gelassen.“

Rodja

INFO: http://typewriter-athene.blogspot.co.at/; Schreibmaschinenmuseum Partschins: www.schreibmaschinenmuseum.com

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„California Typewriter“ featuring Tom Hanks & Sam Shepard

© John Benet & Doug Nichol

© John Benet & Doug Nichol

Ha, habe ich Eure Aufmerksamkeit…

Eigentlich geht es in dem Dokumentarfilm „California Typewriter“ von Doug Nichol um den kleinen, gleichnamigen Familienbetrieb.

„California Typewriter“ (der Shop) wurde 1949 gegründet und 1981 von Herbert L. Permillion, III. übernommen. Das Geschäft gilt als die letzte Schreibmaschinen-Reparaturwerkstätte in Kalifornien – und somit als einer der letzten derartigen Shops in den USA.

Regisseur Nichol begleitete sechs Jahre lang Herbert L. Permillion, III. und seine Familie beim Kaufen, Reparieren, Servicieren und Verkaufen von Schreibmaschinen. Darüber hinaus konnte er aber auch Schreibmaschinen-Enthusiasten wie eben Oscar-Preisträger Tom Hanks („Philadelphia“, „Sully“, „Toy Story“ – auch hier vorgestellt), Schauspieler und Autor Sam Shepard („Magnolien aus Stahl“, „Black Hawk Down“), den Musiker John Mayer und Sachbuchautor Richard Polt (The Typewriter Revolution) interviewen.

Der Film feiert am 4. September 2016 (also heute) beim renommierten Telluride Film Festival in Colorado in Anwesenheit von Tom Hanks Premiere (also noch geadelter geht’s kaum noch).

Rodja

INFO: „California Typewriter“ (der Film): http://californiatypewritermovie.com/; „California Typewriter“ (der Shop): www.californiatypewriter.com

California Typewriter Teaser from American Buffalo on Vimeo.

Auf Vimeo gibt es noch einen über sechs Jahre alten Teaser von Doug Nichol und Keva Rosenfeld, den man aufgrund der Privacy-Einstellungen nicht einbetten kann. Deswegen hier der Link dazu. Wenn man die beiden Videos miteinander vergleicht, so ist der oben gezeigte, neuere Clip aggressiv, zukunftsgerichtet, während der ältere mehr so melancholisch in Richtung Abgesang auf eine Ära geht. Ich werte das mal als Anzeichen dafür, dass in den letzten sechs Jahren ein Umdenken zugunsten der Schreibmaschine stattgefunden hat.

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Flaschenhalter

Statt dem Wein einen Whiskey – und wir haben einen Deal. ;-D

Rodja

© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

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Die Hermes Baby auf Mallorca

Es war mal wieder Urlaubszeit angesagt. Nach einem Kurzurlaub Anfang Juli in Windischgarsten (Oberösterreich) auf dem fantastischen Ferienhof der Familie Gressenbauer sollte es diesmal für neun Tage ans Meer gehen. Mallorca, um genauer zu sein. Und wie auch in OÖ konnte ich mir nicht vorstellen, nach Spanien ohne Schreibmaschine zu verreisen.

Diesmal tendierte ich eigentlich zur stylischen Olympia SF De Luxe, die mir Guido Lehwalder vor seinem Umzug in die Türkei schenkte. Letztendlich entschied ich mich dann aber doch wieder für die Hermes Baby, die mir schon in Oberösterreich gute Dienste leistete. Sie passt einfach besser in den Tagesrucksack, den ich immer mit mir schleppe.

© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

Ich machte mir allerdings auch noch einige Gedanken bezüglich der Sicherheitskontrolle am Flughafen. Wie würde man angesichts so viel Heavy Metal reagieren? Als meine Freundin mitbekam, dass ich – trotz ihres ausdrücklichen Wunsches/Befehls/11. Gebotes – eine Schreibmaschine mit hatte, verdrehte sie nur genervt die Augen. But that’s me. You’ve got to deal with it.

Das Scannen des Handgepäcks am Flughafen Wien-Schwechat war von einer gewissen Angespanntheit meinerseits begleitet. Ich konnte genau beobachten, wie der Sicherheitsbeamte etwas länger als sonst und stirnrunzelnd vor dem „Röntgenbild“ meiner Schreibmaschine auf dem Bildschirm verharrte (ich wünschte, ich hätte in dem Moment ein Foto von dem „Skelett“ machen können). Schließlich deutete er seiner Kollegin, sich das Bild kurz einmal anzuschauen. Als ich dann sagte, dass es eine Schreibmaschine sei, lächelte mich die Kollegin an: „So etwas haben wir hier noch nie gesehen. Ein Sammlerstück, nicht?“ „Nein, ich verwende das Ding tatsächlich.“

Und so durfte meine Schreibmaschine nach Mallorca ausreisen.

Zugegeben, sehr viel kam ich nicht zum Tippen. Und auch nicht zum Posen (z.B. Schreibmaschine auf schroffen Klippen vor weißer Gischt der Meeresbrandung) – aber doch, ja, ein paar Seiten konnte ich trotz Sandburgen bauen, schwimmen, Kindern und Ausflügen der Schreibmaschine abringen. Zwei Geschichten konnte ich so schon vorbereiten: Einen Artikel über eine neue mechanische Schreibmaschine – und traurigerweise auch einen Nachruf. Die Hermes Baby hat sich für mich als Reiseschreibmaschine auf jeden Fall wieder einmal bewährt. Ich glaube, ich werde auch in Zukunft auf sie setzen.

Beim Heimflug gab es auch auf dem Flughafen von Mallorca eine Verzögerung. Mein vollgestopfter Rucksack sorgte für Aufmerksamkeit. Aber es war nicht der merkwürdige Transportbehälter der Hermes Baby, den der Sicherheitsbeamte mit einem achselzuckenden „máquina de escribir“ abtat. Nein, der Rucksack an sich war einfach zu vollgestopft und ich musste einige Sachen erneut scannen lassen. Aber ansonsten gab es mit der Schreibmaschine keine gröberen Probleme – und das freut mich.

Rodja

© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

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Benjamin Swiczinsky und die Olympia Traveller de Luxe

Wie ja einige wissen, liegt mein Hobby-Schwerpunkt auf dem deutschsprachigen Independent Film. Mit dem HomeMovieCorner betreibe ich auch seit 2001 eine Plattform, die sich mit dem unabhängigen Filmgeschehen in Österreich, Deutschland und der Schweiz beschäftigt. Man kann sagen, dass ich mit der Zeit einiges an Expertise gewonnen habe – und aus dem Grund habe ich mich auch sehr geehrt gefühlt, vor einigen Wochen durch einen Filmabend des Neuen Österreichischen Trickfilms (kurz NÖT) zu führen. Die Gruppe besteht aus Johannes Schiehsl, Conrad Tambour und Benjamin Swiczinsky, die seit nunmehr genau fünf Jahren die Trickfilmszene in Österreich erfolgreich beleben.

Neben Auftragsarbeiten wie Schriftzüge und Animationen für Filme (u.a. für „Ein Hologramm für den König“ – dem aktuellen Tom-Tykwer-Film mit Schreibmaschinen-Enthusiast Tom Hanks) oder ganzen Serien (z.B. „Hexe Lilli“) arbeitet das Trio auch an eigenen Projekten.

Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums fand nun im Schikaneder Kino der Filmabend statt (ein Bericht dazu hier). Vor dem Filmabend tippte ich mir im Kino noch einige Notizen mit meiner Hermes Baby – und natürlich erntete das Getippe neugierige Blick. Irgendwie dürfte ich da auch etwas bei Benjamin Swiczinsky „getriggered“ haben, denn vor kurzem erhielt ich eine Mail von ihm: „Bei unserem letzten Treffen hast Du mich ja endgültig überzeugt, mein nächstes Drehbuch auf klassischer Schreibmaschine zu schreiben.“ Na, das hört man doch gerne.😀

Er hat sich mittlerweile auch schon die alte Olympia Traveller de Luxe von seiner Mutter besorgt, mit der er schon als Kind immer geschrieben hat. Leider hat die ein paar Macken, aber nachdem das Büro von NÖT auf der Landstraßer Hauptstraße sowieso in der Nähe von Meister Schilhan in der Rochusgasse liegt, dürfte das bald erledigt sein. Und sollte es aus Kostengründen scheitern, so stelle ich Benjamin Swiczinsky für sein Projekt gerne eine meiner Schreibmaschinen zur Verfügung.

Rodja

Anbei ein Animationsfilm von Benjamin, der anlässlich der Premiere von NÖT 2011 in Wien präsentiert wurde. „Heldenkanzler“ behandelt das historisch nicht uninteressante Kapitel des Austrofaschisten Engelbert Dollfuß.

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