Tom Hanks verschenkt Schreibmaschinen

© Denise Esposito

© Denise Esposito

Denise Esposito ist eine ausgezeichnete Zeichnerin, Fotografin und Künstlerin – und obendrein noch ein großer Fan von Oscar-Preisträger und Schreibmaschinen-Enthusiast Tom Hanks. Als der Schauspieler im Oktober beim Filmfestival in Rom war, überreichte sie ihm einen Moleskine-Block (ein bisschen Werbung schadet nie, hm?) voller fotorealistischer Zeichnungen von Hanks in verschiedenen Rollen.

„Er ist mein Lieblingsschauspieler und ich wollte ihm ein ganz besonderes Geschenk machen. Ich habe drei Wochen lang an den Zeichnungen gearbeitet und gehofft, dass es mit der Übergabe klappt“, erzählte Denise der US-Web-Plattform „LAist“. Hanks war sehr angetan von der Arbeit der Italienerin. Von der Übergabe gibt es auch ein Video.

Einen Monat später schickte der US-Filmstar Denise Esposito eine signierte Royal-Schreibmaschine und einen Dankesbrief mit einer Forderung: „Mach noch mehr Kunst!“

Die Schreibmaschinisten wollten noch ein paar Details wissen und erreichten Denise Esposito via Facebook. „Ja, ich wusste, dass er Schreibmaschinen mag. Also dachte ich mir, dass es cool wäre, das Skizzenbuch mit einem ‚Fortsetzung folgt‘ und einer Schreibmaschine zu beenden. Es werden ja noch viele weitere Filme folgen!“ Auf das Geschenk hin angesprochen, erklärte Denise: „Ich hatte noch nie eine Schreibmaschine. Die hier ist in der Tat meine erste. Aber ich wünschte, ich hätte diesen Thrill, auf diese alte Art und Weise zu tippen, schon früher erlebt. Die Schreibmaschine ist wie ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten für mich, ich werde sie sicher zu ganz besonderen Anlässen benützen.“

Momentan dürfte Hanks wohl einen Lauf beim Verschenken von Schreibmaschinen haben. (Ob ihm Ehefrau Rita Wilson ein Limit gesetzt hat und er ein paar abgeben muss? Wir werden es wohl nie erfahren.) So gibt es auch die entzückende Geschichte von Rosie King.

Die britische Teenagerin leidet unter einer abgeschwächten Form von Asperger. Trotz Autismus besucht sie einen Studienkurs für kreatives Schreiben, der ihr aber aufgrund ihrer Krankheit einiges abverlangt. Als Tom Hanks von der Geschichte in einer Talkshow hörte, versprach er, Rosie eine Schreibmaschine zu schicken. Und dass er Wort gehalten hat, beweist dieser Videoclip hier (den man leider nur verlinken und nicht einbetten kann). Rosie ist so gerührt über ihre Remington Streamliner, dass es eine wahre Freude ist.

Ach, das sind so Geschichten – und zwar alle beide -, die passen so richtig zur Weihnachtszeit. Schön!

Rodja

INFO: www.deniseesposito.com; Denise Esposito auf Facebook: www.facebook.com/DeniseEspositoArt; Instagram: www.instagram.com/deniseespositoart/

Veröffentlicht unter News | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

„Cyber Monday“ für den Qwerkywriter

© Qwerkytoys, Inc.

© Qwerkytoys, Inc.

Ach, hätte ich mir bloß nichts mit den Angeboten angefangen…

Nachdem vorige Woche der „Black Friday“ war, habe ich Werbung für die „Freewrite“ gemacht (um die ich wie die Katze um den heißen Brei herumstreune…)

Und heute (28. November 2016) ist der Cyber Monday – und da gibt es das von einer Schreibmaschine inspirierte Keyboard Qwerkywriter (um das ich ebenfalls wie eine Katze um den heißen Brei herumstreune…) um 249 statt 399 US-Dollar (exkl. Versandkosten).

Wenn ich die Zeit (remember: Deadline! Deadline!) hätte, mir die technischen Details heute anzuschauen, würde ich’s mir zulegen.

Rodja

INFO: www.qwerkywriter.com

Veröffentlicht unter News | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Leroy Anderson à la Bayern

Von Leroy Andersons „The Typewriter“ gibt es ja mehrere Versionen, wie ich hier bereits einmal geschrieben habe. Tolga Gülen aus der Türkei hat eine a-cappella-Version aufgenommen, viele Orchester von Weltruf haben eine Version (Schreibmaschine inklusive) abgeliefert, die bekannteste Version dürfte aber jene von Jerry Lewis sein – und nun erreicht uns eine Version aus Bayern, aufgenommen von Knedl & Kraut. Auch nicht schlecht.

Rodja

INFO: www.knedl-kraut.de

Veröffentlicht unter Schreibmaschinen im Fokus | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

„Black Friday“ für „Freewrite“

Ich weiß nicht, irgendwie ist der Terminus „Black Friday“ für mich negativ behaftet. Klingt so nach Börseneinbruch und Wirtschaftskrise. Aber meiner Gefühlswelt zu Trotz ändern sich die Zeiten nun einmal – und „Black Friday“ ist nun für Konsumenten ein Grund zur Freude.

Das haben sich wohl auch die Leute von Astrohaus gedacht und bieten ihre spartanisch ausgerüstete Cloud-Schreibmaschine (den Ausdruck habe ich auf der Technik-Plattform Golem.de gelesen – und finde ihn treffend) „Freewrite“ aktuell um 499 US-Dollar an. Und das mit kostenlosem Versand in über 30 Länder (Deutschland und Österreich sind dabei). Da aber der Freitag schon vorbei ist, verlängert Astrohaus das kostenlose Versandangebot bis inklusive Montag (28. November 2016). Einfach nur den Code „SHIPFREE16“ beim Checkout eingeben.

© Astrohaus

© Astrohaus

Das Hauptmanko bei der „Freewrite“ sehe ich vor allem darin, dass ich absolut keine Möglichkeit habe, das Gerät irgendwo in meiner Nähe zu testen. Meine zwiespältigen Reviews hier und hier beziehen sich vor allem auf Fragen, die ich mir stellte, und auf Beobachtungen von Videos von Astrohaus. Freundlicherweise hat Golem.de ein ganz aktuelles Review herausgebracht. Auch hier ist eine Zwiespältigkeit mit einem gewissen positiven Unterton zu orten.

Eines möchte ich aber dennoch betonen: Ich finde es cool, dass die Leute von Astrohaus hier einen Weg abseits des Mainstreams gegangen sind. Vielleicht entwickelt sich die Freewrite technisch noch in eine Richtung, bei der ich mir dann sicher bin, dass ich sie haben will. Oder es werden vielleicht weitere Projekte in diese Richtung angestoßen.

Rodja

INFO: Astrohaus: www.getfreewrite.com, Review auf Golem.de: www.golem.de/news/astrohaus-freewrite-im-test-schreibmaschine-mit-cloud-anschluss-und-gpl-verstoss-1611-124655.html

Veröffentlicht unter News | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Crowdfunding für The Boston Typewriter Orchestra

Zwar bin ich noch auf Schreib-Urlaub (Einreichfrist für ein Drehbuchtreatment erfordert drastische Selbstgeißelungsmaßnahmen) und habe dadurch meine Online-Aktivitäten extrem minimiert – aber das hier muss ich doch noch posten. The Boston Typewriter Orchestra hat eine Crowdfunding-Aktion auf Kickstarter gestartet. Das Ziel sind 3.000 US-Dollar, mit dem Geld soll die EP „Termination Without Prejudice“ auf Vinyl gepresst werden.

3.000,- – das sollte eigentlich zu schaffen sein. Aber jetzt sind nur noch vier Tage offen – und es fehlen noch ein paar Hunderter. Da muss ich doch eingreifen…

Die Perks hören sich eigentlich auch recht gut an. Bereits ab 5 US-Dollar bekommt man einen Download-Link für die EP, ab 15 Dollar (exkl. Versandkosten) schon die Vinyl-Ausgabe (inkl. Download). Wer tiefer in die Hosentasche greift und 150 Dollar spendiert, bekommt eine Schreibmaschine aus dem Arsenal des Orchesters. Entweder vollkommen in Ordnung oder vollkommen zerstört, das dürfte je nach Gusto des Crowdfunders sein. (Und wenn ich mir die Videos von The Boston Typewriter Orchestra anschaue, gehen die ziemlich brachial mit ihren „Musikinstrumenten“ um.)

Mich persönlich lacht ja der 35-Dollar-Perk an: eine Vinyl-Scheibe, ein Download-Link UND ein T-Shirt mit dem „Skullwriter“-Motiv.

Nur um Missverständnissen vorzubeugen – hierbei handelt es sich nicht um so liebliche Musik wie Leroy Andersons „The Typewriter“ (eventuell bekannt aus einem Jerry-Lewis-Film), sondern um eine ziemlich stakkato-mäßige Geräuschkulisse. Nicht uninteressant, aber auch nicht unbedingt jedermanns Geschmack.

Rodja

Edit 27.11.2016: Hurra, sie haben die Zielsumme erreicht!

INFO: www.bostontypewriterorchestra.com; Crowdfunding-Aktion auf Kickstarter: https://www.kickstarter.com/projects/bostypeorch/boston-typewriter-orchestras-new-album

Veröffentlicht unter News | Verschlagwortet mit , , | 2 Kommentare

The Empire’s Choice

Olympia Monica de Luxe… Ist das nur mir aufgefallen? ;-D

© Rodja Pavlik

© Rodja Pavlik

Veröffentlicht unter News | Verschlagwortet mit , , | 3 Kommentare

Julie writes on an Olympia Traveller de Luxe S

I have always loved typewriters. When I was a kid, I stole my Dad’s old electric typewriter and wrote a horrible vampire novel (I had just discovered Buffy). When I tired of that, I wrote my memoirs. Sadly, or maybe fortunately, both of these artefacts have been lost to time.

As an adult in a world where everything is always stored and remembered, this is one of the magical aspects of a typewriter. The single copy of your writing is not accessible on multiple devices, nor is it editable, except by hand. But that makes that single copy all the more precious. Something you keep in a binder, and can bring along physically when you meet friends to discuss your work. Something you can rediscover in your files after years, after you have long forgotten about it.

My friend Rodja got me my Olympia Traveller de Luxe S. I can’t remember how we first came to talk of typewriters – our regular coffee breaks usually revolve around movie chat – but I suppose he might have started, seeing as it is one of his specialties. I expressed interest in having one of my own, despite knowing nothing about types, and eventually he produced my new travelling companion. So far, I have only taken it as far as the Steiermark (Styria province). I wanted to take it to Denmark, but with a heavy heart, and heavier suitcase, I abstained.

Once I got past the initial frustration of typing on something without an autocorrect (it is quite embarrassing to see how many typos us spell-check folks make when unsupervised by our constant computer companions) there was something freeing about working away from a screen. I like the satisfying thump of fingers on a keyboard which you actually have to pound to get results. As usual, I have no problem with the key layout, despite the fact I write in English on a German typewriter. Since I grew up in Austria, using German keyboards is more natural to me than English ones.

Usually, I don’t write poetry, but I do with the typewriter. It is uniquely satisfying to sketch out the lines, and then craft the line breaks manually. It forces you to go slowly, and in the process, really think about your wording.

After some consideration, I decided that I will be writing one of my novels on my Olympia. I am currently working on a pulp Sci-Fi novel, potentially the first in the series, which will among other things pay tribute to some of the earliest science fiction stories. One of these homages will be that I am writing it on a typewriter. This will of course be more of an inside meta joke, as I will eventually have to transcribe it back to computer. But for now, I will enjoy the illusion of working in a slower, perhaps more contemplative era.

Julie K. Walker

INFO: www.juliekwalker.com

© Julie K. Walker

© Julie K. Walker

Veröffentlicht unter ... schreibt auf einer... | Verschlagwortet mit , , , | 3 Kommentare