Ist der Ruf erst einmal ruiniert…

…lebt es sich ganz ungeniert.

Meine Arbeitskollegen wissen, wie sie mich zu nehmen haben. Aber wenn sie sich schon so eine Mühe mit der Checkliste machen, um mir den Frühdienst zu versüßen, dann ist das schon mal eine lobende Erwähnung wert…

Rodja

© Rodja Pavlik

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Traveler, der kleine Bruder von Freewrite

Es ist schon einige Zeit her, dass ich über den zum reinen Schreibgerät abgespeckten Computer Freewrite (damals noch unter dem Namen Hemingwrite) von der Firma Astrohaus geschrieben habe. Das war im Dezember 2014, da war gerade eine Crowdfunding-Aktion dafür angekündigt. Ich war richtig heiß auf das Ding, wollte es unbedingt haben.

© Astrohaus

Und nicht nur ich erkannte die vielen Vorteile, die das Gerät bot: Ein reines Textverarbeitungsgerät, das an eine Schreibmaschine erinnert, eine mechanische, leicht stufenförmig angeordnete Tastatur besitzt, einen E-Ink-Bildschirm hat und einen generell niedrigen Stromverbrauch hat, so dass man mehrere Wochen damit arbeiten kann, und die Texte sowohl am Gerät als auch für späteres Editieren in der Cloud abspeichert – zu so etwas kann man doch nicht „Nein“ sagen, oder? Noch dazu, wenn das Gerät ablenkungsfrei ohne Internet und Spiele arbeitet.

Die Crowdfunding-Aktion wurde ein voller Erfolg – und auch ich war dabei. Doch der hohe Preis für ein Gerät, das ich nicht ausprobieren konnte, geschweige denn wusste, ob diese Art des Schreibens überhaupt etwas für mich war… nein, das Risiko war mir da zu hoch und ich stieg wieder aus der Crowdfunding-Aktion aus (mehr darüber hier nachzulesen).

Aber ich muss zugeben, dass mich der Freewrite noch immer fasziniert – und ich wirklich gerne das Ding einmal ausprobieren möchte.

Doch nun zu etwas Neuem. Die Firma Astrohaus hat nun angekündigt, ein kleineres Gerät auf den Markt bringen zu wollen: Den Traveler!

Wie Astrohaus-Chef Adam Leeb auf Anfrage gegenüber den Schreibmaschinisten erklärte, wird auch für den Traveler eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Zeitpunkt: Irgendwann im September.

© Astrohaus

Dem von Astrohaus zur Verfügung gestellten Bildmaterial kann man schon einmal einige Änderungen entnehmen. Während der Freewrite von der Form her an eine portable Schreibmaschine erinnert und dementsprechend starr und vielleicht unhandlich rüberkommt, ist der Traveler zusammenklappbar und wirkt wie eine Clutch (Diese Damenhandtasche. Ja, ich bin selbst ganz erstaunt, dass ich dieses Wort kenne.). Im Gegensatz zum Freewrite wird der Traveler aus Platzgründen auch nicht über eine mechanische Tastatur verfügen. Im Gegensatz zum rund zwei Kilo schweren Freewrite soll der Traveler nur noch halb so viel wiegen.

Ansonsten wird der Traveler ähnlich funktionieren wie der Freewrite: Ein abgespeckter Computer mit einem simplen Schreibprogramm, der keine Ablenkung durch Internet oder sonstige Medien zulässt. Die Texte kann man ebenfalls in der Cloud oder am eigenen Computer mittels WiFi abspeichern.

© Astrohaus

Einen Unterschied gegenüber dem Freewrite soll der Traveler aber doch haben. Beim Freewrite ist eigentlich nur eine Schreibrichtung möglich: Vorwärts! Man kann zwar Wörter löschen, das aber nur auf der Stelle (so weit ich das verstanden habe). Es gibt keine Cursor, mit denen man im Text herummanövrieren kann, um z.B. einen Satz zu überarbeiten oder einen Absatz einzuschieben. Sehr ähnlich wie bei einer Schreibmaschine halt. Der Freewrite ist eben für den ersten Entwurf gedacht, ein Überarbeiten des Textes erfolgt dann am Computer. Das ist eine Arbeitsweise, die manchen recht ungewohnt erscheint. Und wie ich einigen Kommentaren von Usern entnehmen kann, eben nicht jedermanns Sache.

Wie Adam Leeb nun den Schreibmaschinisten verriet, soll der Traveler nun verschiedene Arbeitsweisen erlauben – und eben dass auch ein Editieren/Bearbeiten des Textes am Traveler – im Gegensatz zum Freewrite – möglich sein soll. Auf die Nachfrage, ob z.B. Cursor-Tasten zum Herummanövrieren kommen, gab Leeb jedoch kein Kommentar.

Ich lasse hier einmal das englische Originalzitat von Adam Leeb stehen. Mein Englisch ist etwas eingerostet, vielleicht interpretiere ich auch etwas nur falsch.

Traveler, as a concept, is similar to Freewrite but with a smaller, travel friendly, size. It also is designed to be a more flexible device whereas the Freewrite is ultra-focused on a single style of drafting. What that means is that we plan to offer other types of writing environments that are suitable to various writing styles. This means that we can have a new experience that includes some thoughtful editing abilities and features for alternative writing styles while still maintaining its distraction-free nature that our customers love. – Adam Leeb

Das mit dem Überarbeiten klingt für ein neues Klientel sinnvoll. Ich selbst bin mittlerweile die Schreibmaschine gewohnt – und da schreibe ich eben beim ersten Entwurf auch nur geradeaus vorwärts. Das Überarbeiten kommt später. Und hier hat die Schreibmaschine einen weiteren Vorteil gegenüber dem kleinen Bildschirm des Freewrite bzw. Traveler. Ich kann weitaus besser und länger zurückblicken. Ich weiß nicht, wie viele Zeilen man auf dem kleinen Bildschirm lesen kann, aber wenn ich da immer zurückscrollen muss, finde ich das doch eher hinderlich. Eine A4-Seite ist eben eine A4-Seite und nicht sechs Zoll.

Ich werde Freewrite und Traveler weiterhin im Auge behalten. Da ist noch immer dieser Reiz… ;-D

Rodja

INFO: https://astrohaus.com/; https://getfreewrite.com/; https://traveler.getfreewrite.com/

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Rodja schreibt auf einer Olympia Traveller C

Die ganze Zeit über habe ich nette Mitstreiter gefunden, die hier von ihren Erfahrungen mit ihrer Schreibmaschine berichteten. Nur ich selbst habe in dieser Rubrik noch keinen Bericht abgeliefert – und das will ich hiermit nachholen.

© Rodja Pavlik

Lange habe ich überlegt, welche Schreibmaschine ich hier vorstelle. Die Schreibmaschine, mit der mein Hobby angefangen hat? Oder mit meiner Lieblingsschreibmaschine? Oder mit der subjektiv besten? Alle hier schwärmten von ihren Maschinen, schrieben von ihren positiven Erfahrungen. Was, wenn zur Abwechslung jemand mal das worst case scenario von einer Schreibmaschine beschreiben würde? Was, wenn jemand über die Olympia Traveller C schreiben würde? Quasi nach dem Motto: „Ich habe sie für euch getestet, damit ihr es nicht tun müsst.“

Die Olympia Traveller C ist meine dritte Maschine – und die erste, von der ich mich ersatzlos trennen werde. Kaum zu glauben, aber ich habe mir diese Maschine freiwillig ausgesucht – und war sogar glücklich, als ich sie um 20 Euro auf Willhaben.at erwarb.

Bis dato hatte ich nur die Olympia Monica de Luxe und eine Olympia Traveller de Luxe S. Die Monica betrachte ich als Schreibtisch-Maschine, aber ich wusste, dass ich auch eine portable Einheit brauchen würde. Also kam ich auf die Traveller de Luxe S. Und die war tatsächlich handlicher. Aber deswegen nicht unbedingt transportabler. Der Griff ist einfach mörderisch – und die Maschine auch nicht gerade ein Leichtgeweicht. Nach einem Tag hatte ich schmerzende Schwielen an der Hand vom Herumtragen. Also suchte ich nach einer noch leichteren Schreibmaschine. Und nachdem ich mit Olympia an sich zufrieden war, dachte ich mir, dass die Traveller C – das letzte mechanische Modell von Olympia – quasi die Krone der Schöpfung sei. Doch das Gegenteil ist der Fall doch, dazu später.

© Rodja Pavlik

Ich bekam die Traveller C fast neuwertig in der aufgebrochenen Originalverpackung, mit einigen Papieren, die zwecks Dokumentation recht interessant sind. Eine Rechnung von 1996 lag bei – und in die Schreibmaschine selbst war ein Blatt mit einem Testtext eingespannt. UND: Der Text war ein Tag nach Rechnungsdatum datiert. Das heißt, die Maschine wurde ausgepackt, kurz darauf getippt und wieder eingepackt – und dann all die Jahre nicht mehr benutzt. Ich hatte also eine fast neuwertige Schreibmaschine. Ich schätzte mich glücklich.

© Rodja Pavlik

Doch die Freude währte nur kurz. Aber bevor ich die schlechten Eigenschaften aufzähle, möchte ich doch kurz auf die positiven Aspekte eingehen. Und die gibt es tatsächlich.

Von den Features her baut die Traveller C auf der Traveller de Luxe S auf. Genau wie ihr Vorgänger hat die Traveller C einen Farbbandschalter. D.h., sie kann mit einem zweifärbigen Farbband betrieben werden. Und ebenso wie die Traveller de Luxe S hat die Traveller C fixe Tabulatoren in Zehner-Schritten. Um eine schnelle Tabelle aufzustellen reicht das allemal.

Darüber hinaus fallen aber noch ein paar andere Sachen auf:

1. Die Olympia Traveller C hat ein sehr interessantes, gebogenes Design. Meiner Meinung nach könnte sie auch so eine Stilikone wie die Olivetti Valentine sein. Sie wirkt wie aus einem Sci-Fi-Film der 1940er/1950er-Jahre… vorausgesetzt, dass sie damals noch nicht einmal eine elektrische Schreibmaschine gekannt hätten.

© Rodja Pavlik

2. Die Schreibmaschine hat einen Repeat Spacer. Das ist die rote Taste rechts unten, die es ermöglicht, innerhalb einer Zeile schnell voranzukommen.

© Rodja Pavlik

3. Die Olympia Traveller C ist tatsächlich die einzige Schreibmaschine in meinem Besitz, die die Ziffern 1 und 0 hat.

© Rodja Pavlik

Bei meinen anderen Maschinen fehlen entweder die Null oder die Null und die Eins, da muss ich mir immer mit klein „L“ – als l – als Eins behelfen, ober eben das große „o“ – also O -als Null behelfen. Und die Olympia Traveller C ist somit die einzige Schreibmaschine, bei der sich mein erlerntes Zehn-Finger-System quasi voll auszahlen würde. Schade eigentlich.

© Rodja Pavlik

Die Maschine ist nämlich der volle Plastikbomber, mit all den schlechten Eigenschaften, die man mit diesem Wort assoziiert. Sie ist ein Schandfleck in der sonst so ruhmreichen Historie der mechanischen Schreibmaschinen von Olympia. Und sie war ihr Sargnagel. Das kann man wirklich so verstehen, denn sie war das letzte mechanische Modell der deutschen Firma. Olympia glaubte wohl, mit diesem billig produzierten Ding made in China doch noch das Steuer herumreißen zu können. Denkste!

Wie gesagt, gefällt mir das Design recht gut. Erinnert mich auch ein bisschen an den legendären C64 von Commodore, den sogenannten „Brotkasten“. Nimmt man aber die Maschine auseinander, tut man sich beim Zusammenbauen ein bisschen schwer. Da will nichts so richtig ineinander gleiten und greifen – und mann muss oft ein bisschen herumwurschteln, bis die Schreibmaschine wieder passt.

Vom Material will ich gar nicht reden. Das Plastik ist wirklich schlechte Qualität. Die Bodenplatte zeigt schon einige Haarrisse rund um die Füße auf. Dabei habe ich nicht wirklich viel mit dieser Schreibmaschine geschrieben. Es gibt anscheinend keine Dämpfung zwischen Fuß und Bodenplatte, die die Wucht beim Hämmern auf die Schreibmaschine abmindert.

© Rodja Pavlik

Und auch das Metall scheint irgendein Weichmetall zu sein. Die Typen sowie der Farbbandwahlschalter und jener für das Einstellen der Anschlagsstärke lassen sich recht einfach verbiegen.

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Das Schreiben selbst ist eine Qual. Die Tastatur ist äußerst schwammig. Am Anfang fällt das einem nicht so auf, aber mit der Zeit ist das für die Hand äußerst irritierend und ermüdend. Man muss öfters pausieren, damit sich die Hand erholen kann.

Sieht man sich eine Schriftprobe der Traveller C an, fällt auf, dass die Großbuchstaben um eine halbe Stufe herabgesetzt sind. Zuerst dachte ich, dass das so gehört… dass das ein eigenwilliger Stil sei. Und irgendwie sieht das auch auch cool aus. Aber jetzt bin ich mir sicher, dass es einfach ein Fehler in der Höhenadjustierung ist.

© Rodja Pavlik

Beim Blick ins Innere fällt auf, dass die Mechanik sehr reduziert ist. Da ist so ein langes Gestänge, das eher sehr lose wirkt. Auch bei anderen Maschinen habe ich so ein Gestänge gesehen, aber es war viel kürzer und hatte nur einen kurzen Weg zu erledigen. Es wirkt bei den anderen Maschinen viel mehr ineinandergreifend, viel präziser. Bei der Traveller C wirkt es, als wäre es lose eingehängt und hätte die Hauptarbeit zu erledigen.

© Rodja Pavlik

Überhaupt scheint es mir, als würde es bei der Traveller C vor allem ums Reißen gehen. Die Typen werden mit voller Wucht auf das Papier geschleudert. Und nicht nur das: Während die Typen bei anderen Schreibmaschinen wie der Hermes 3000 brav in ihre Ausgangsposition zurückkehren und dort verharren, saust bei der Traveller C die Type zwar zurück, prallt aber in der Ausgangsstellung ab und wird wieder die Hälfte des Wegs zurückgeschleudert, bevor sie in ihre Ruheposition zurückfällt. Mechanische Präzision ist das jedenfalls keine.

© Rodja Pavlik

Nun bleibt mir nur noch, dieser seltsam misslungenen Maschine Lebewohl zu sagen. Eigentlich wollte ich sie aus Designgründen noch aufbewahren. Aber irgendwie bin ich ständig frustriert, wenn ich sie auseinandernehme und erst ein bisschen herumwerkeln muss, bis alles passt. Ich glaube, ich werde sie ein paar Kindern überlassen, damit sie das mal ausprobieren können. Bis dahin werde ich die Olympia Traveller C in ihr Cover schließen und nicht mehr hervorholen.

Rodja

© Rodja Pavlik

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Nervenkitzel pur – und das mit Schreibmaschine nur

© Rodja Pavlik

Wien – Split – und retour

Am Flughafen. Das Handgepäck wird gescannt. Man beobachtet den Beamten, der stutzt. Ein leichtes Stirnrunzeln, ein mehrfaches Drücken eines Knopfes, um einen besseren Kontrast vom Inhalt des Rucksacks zu bekommen. Ein kurzer Ruf zum Kollegen, der sich ebenfalls das Bild anschaut. Eine Unterhaltung, eine Handbewegung Richtung meines Rucksacks. Ein irritierter Blick auf mich… Die leise Sensation, der Hauch der Angst, Spannung pur. Wird sich gleich ein Einsatzkommando auf mich werfen – oder werde ich auch diesmal mit meiner Reiseschreibmaschine durch die Kontrolle kommen?

Die obige Situation ereignete sich wie beschrieben am Flughafen von Split auf dem Rückflug nach Wien. Ähnliches geschah auch schon am Hinflug am Flughafen Wien. Der Unterschied: In Wien starrten sie ratlos auf den Bildschirm – und als ich rief: „Das ist meine Schreibmaschine!“, reagierten sie nur genervt: „Das seh‘ ma eh!“

In Kroatien hatte ich wiederum ein T-Shirt von Schreibmaschinen-Künstler Robert Doerfler an. Als der Beamte zuerst irritiert den Rucksack ansah – und dann mich anschaute, musste er lächeln, gab ein Thumbs up und meinte: „Cool!“

Rodja

PS: Ich möchte unbedingt ein Foto von dem Scan meiner Schreibmaschine haben…

© Rodja Pavlik

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Matthias schreibt auf einer Twen T180 Plus

Ich muss zugeben, seit ich mich wieder für Schreibmaschinen interessiere, ist mir noch nie der Gedanke gekommen, eine elektronische Schreibmaschine mit Display, Memory und Korrekturfunktion zu kaufen. Elektrische Maschinen ja, aber elektronisch? Da könnte ich mir ja gleich einen Computer kaufen… Dabei war es damals in der Handelsschule wirklich eine wahnsinnige Erleichterung, als wir von elektrischen auf elektronische Schreibmaschinen umstiegen.

Dass ein Vergleich elektronische Schreibmaschine versus PC durchaus angebracht ist, zeigt nun der folgende Text von Matthias (Nachname der Redaktion bekannt). Er schreibt auf einer Twen – und soviel ich mitbekommen habe, ist das eine Schreibmaschine, die durch die Resteverwertung der Markenrechte der Traditionsmarke Triumph-Adler entstanden ist. Irgendwie ist da die Firma Bandermann darin involviert – und das muss ich mir für einen späteren Artikel merken.

Doch nun zurück zum Erfahrungsbericht von Matthias, der mir irgendwie Gusto auf eine elektronische Schreibmaschine gemacht hat. Danke!

Der Text wurde übrigens in Papierform mit der Post zugestellt.

– – –

Irgendwie bin ich hier ja ein wenig der Außenseiter. Ich habe keine mechanische Schreibmaschine, sondern schreibe auf einem modernen Plastikbomber. Teils meinten auch schon Freunde zu mir, dass das dann ja schon fast so wäre, als würde man am PC tippen. Tatsächlich ist es das eben nicht!

Aber viel größer ist doch die Frage: Wie kommt man überhaupt dazu, im Jahre 2018 auf einer elektronischen Schreibmaschine zu schreiben? Gerade dann, wenn man noch keine 30 Jahre alt ist?

© Matthias

Gekauft hatte ich mir damals eine gebrauchte TA T110. Leider kannte ich mich mit dem Gerät nicht so gut aus (bin ja erst im Computerzeitalter geboren worden) – und eine Bedienungsanleitung lag leider auch nicht bei. Ich musste mich da also reinfuchsen und irgendwie machte es Spaß, darauf zu tippen. Leider machte irgendwann das Typenrad schlapp und auch die Korrekturfunktion funktionierte nie so wirklich wie sie sollte. So verschwand die Maschine irgendwann auf dem Sperrmüll und einige Zeit verging.

Einige Jahre dann später brachte mich eine erneute Schnapsidee auf den Gedanken, mir wieder eine Schreibmaschine anzuschaffen. Eben die Twen T180 Plus, auf der ich diesen Text hier tippe.

Am Computer zu schreiben empfand ich nämlich als unangenehm. Schnell bin ich dazu geneigt, mich am PC abzulenken. Man will nur schnell was nachgucken – und wenn man dann schon mal den Browser offen hat, kann man doch schnell da oder dort vorbeischauen. Und zack, ist der halbe Nachmittag rum, ohne dass man was Produktives gemacht hat. Daran wollte ich was ändern. Während andere einfach das Internet so lange ausmachen, um dem Problem zu begegnen, mache ich Nägel mit Köpfen und holte mir eine nagelneue Schreibmaschine aus dem Bürofachmarkt.

© Matthias

Zuhause angekommen, habe ich mich direkt ans Werk gemacht und an meiner Prüfungsvorbereitung für die Uni weiter getippt. Und… ich bereute nichts. Das Problem mit der Ablenkung war einfach nicht mehr da. Außerdem musste ich sehr viel mehr über das, was ich schreiben wollte, nachdenken.

Was erstmal wie ein Nachteil klingt, ist in Wirklichkeit keiner: Dass man nicht mehr den Luxus hat, eine halbe Seite einfach zu löschen oder irgendwo zwei, drei Sätze noch reinzuquetschen, nötigt einen dazu, sich wesentlich intensiver mit dem, was man schreiben möchte, auseinanderzusetzen.

Außerdem ist es mit der Schreibmaschine in vielen Situationen viel leichter und flexibler: Schnell mal eine Postkarte oder einen Briefumschlag tippen: Bis ich mit dem Tippen am Computer anfangen kann und ihn ausgedruckt habe, habe ich den Brief mit der Schreibmaschine längst fertig getippt.

© Matthias

Ich muss zugeben, dass ich immer wieder Richtung mechanische Schreibmaschine äugle. Irgendwie hat das so seinen speziellen Charme! Aber eine elektronische Schreibmaschine bietet einem nicht unerhebliche Vorteile:

Zum Beispiel kann ich problemlos im Text korrigieren. Falls ich mich mal vertippt haben sollte, kann das Korrekturband den Buchstaben wieder entfernen. Natürlich kann ich damit nicht wirklich ganze Absätze löschen. Nun ja… theoretisch ginge das, aber es würde in der Praxis nicht so viel Sinn machen. Aber genau diese Tatsache kann man als einen nicht ganz unerheblichen Vorteil sehen.

© Matthias

Außerdem kann ich durch das Typenrad auch zwischen unterschiedlichen Schriftarten wechseln. Zum Beispiel ist dieser Text hier mit „Pica 10“ geschrieben worden.

Standardmäßig ist die Twen T180 Plus aber mit der Schriftart „Letter Gothic“ ausgestattet. Diese kann man auch auf 12er Teilung umstellen. Dann wird der Text enger gedruckt und sieht dadurch kleiner aus. Für eine etwas persönlichere Note kann man auch das Typenrad „Script“ einlegen.

© Rodja Pavlik

Den größten Vorteil, den die Schreibmaschine mir aber bietet, habe ich noch gar nicht genannt. Lustigerweise passt der auch genau zum Werbeslogan, den Twen zur Vermarktung der T180 Schreibmaschinenreihe nutzt: „Freude am Schreiben. Kann man kaufen!“ Denn tatsächlich macht es einfach unglaublich Spaß, auf der Schreibmaschine zu tippen!

Auch ein Freund von mir, der es erstmal irgendwie affig fand, eine Schreibmaschine zu nutzen, die fast wie ein Drucker mit Tastatur aussieht, musste nach wenigen Minuten zugeben: „Irgendwie verrückt, aber… das macht total Spaß, auf dem Ding rumzutippen.“

© Matthias

Auf jeden Fall ist es schon allein auch aus dem Grund sehr schön, dass es elektronische Schreibmaschinen nach wie vor neu zu kaufen gibt. Sogar mit Display und Speicherfunktion.

Ich hoffe, das bleibt auch noch lange so, sollte meine Twen irgendwann mal in Rente gehen.

Matthias

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Martin schreibt auf einer Penna

Vor einiger Zeit hat Steuerberater Martin Kellner aus Köln hier über seine Erfahrungen mit einer Olympia Splendid 33 geschrieben. Wir dürften beide die taktile Erfahrung beim Schreiben gesucht haben – und waren neben der Vorliebe für Schreibmaschinen auch auf der Suche nach Alternativen zu herkömmlichen Computertastaturen, als da wären u.a. Freewrite oder Qwerkywriter. Ich muss zugeben, dass ich anfangs mit dem Qwerkywriter geliebäugelt habe. Aber erstens war er damals mir doch zu teuer, zweitens lieferten sie nur in QWERTY aus. Selbst auf Anfrage wollten sie von QWERTZ nichts wissen. (Mittlerweile haben sie aber QWERTZ im Angebot. Pff!)

Und dann kam die Crowdfunding-Aktion für das Penna-Keyboard/die Penna-Tastatur von Elretron. Das Ding wirkte zwar nicht ganz so hochwertig wie der Qwerkywriter, war aber doch um einiges billiger. Auf der Homepage boten sie es nur in QWERTY an, als ich aber nachfragte, antworteten sie binnen Stunden, dass auch QWERTZ möglich sei. Und auch auf der Page stand plötzlich QWERTY/QWERTZ/und andere Sprachen. Das, liebe Leute, nenne ich Dienst am Kunden. Also entschied ich mich für das Penna – zeitgleich eben wie Martin Kellner, der uns freundlicherweise einen Erfahrungsbericht zur Verfügung gestellt hat.

Der Bericht läuft sowohl in der Rubrik „…schreibt auf einer…“ als auch unter „Alternativen.“

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Vor langer Zeit hatte mich Rodja durch einen Artikel auf ein Crowdfunding-Projekt aufmerksam gemacht: die Penna-Tastatur von Elretron. Wir haben uns im Vorfeld gedanklich ein bisschen darüber ausgetauscht – und dann beide entschlossen, den Schritt zu wagen und bei dem Crowdfunding mitzumachen.

Ich habe mich für eine schwarze Tastatur mit runden Tasten entschieden. Und, was kostet die Welt, auch eine Tasche für den Transport. Hin und wieder habe ich mitverfolgt, wie sich das Crowdfunding-Projekt im Laufe der Zeit entwickelte. Die Unternehmer haben ihr gestecktes Ziel offenbar um ein Vielfaches übertroffen. Das zeigte mir, dass es vermutlich doch eine Menge Menschen auf der Welt gibt, die Interesse am guten Tippen haben.

© Rodja Pavlik

Es hat gefühlt ewig gedauert, bis das Projekt verwirklicht wurde. Soll heißen, bis ein Paket bei mir ankam. Das war auch okay. Dadurch hat sich die Vorfreude, bekanntlich die schönste Freude, auch verlängert. Paket ausgepackt und gestaunt: Die Tasche besteht aus Kunstleder, ist aber haptisch sehr hochwertig und macht auch vom Aussehen etwas her. Das hätte ich so nicht erwartet. Die kann ich auch gut zu Mandantenterminen mitnehmen.

Auch die Tastatur macht, obwohl zum großen Teil aus Kunststoff, keinen billigen Eindruck. Ich hatte meine Erwartungen bewusst niedrig gehalten. Jetzt wurde ich angenehm überrascht.

Die Tastatur hat an der linken Seite einen Hebel. Der macht den Transport, auch in der vorgesehenen Tasche, sicher etwas schwierig. Da sich mir der Nutzen dieses Hebels noch nicht erschlossen hat, denke ich tatsächlich darüber nach, den Hebel abzuschrauben. Habe ich aber noch nicht gemacht, weil die Tastatur mit Hebel richtig gut aussieht.

So, jetzt zur Tastatur! Es ist natürlich selbstverständlich, dass ich diesen Text auf dem Penna-Keyboard schreibe. Im Grunde handelt es sich um eine Bluetooth-Cherry-Tastatur, die nett aussieht und sich an das Aussehen einer Schreibmaschine anhlehnt. Fest verbinden kann man sie mit fünf verschiedenen Geräten. Ich habe sie mit meinem Kindle 10 Fire Tablet verbunden. Das ging eigentlich recht einfach – dabei habe ich wirklich nicht viel technischen Sachverstand. Obwohl es eine deutschsprachige QWERTZ-Tastatur ist, hat sie leider auf dem Tablet doch etwas anders geschrieben – sie ist halt auf die englischsprachige QWERTY-Tastatur eingestellt. Das hat mich anfangs sehr irritiert. Nach zwei Tagen war mir klar, dass ich dafür noch eine Einstellung am Tablet selbst ändern musste. Das ging auch ganz leicht und ohne Hilfe. Und seitdem läuft alles wunderbar. Für jemanden, der wesentlich mehr mit aktueller Computertechnik zu tun hat als ich, wird das völlig selbstverständlich sein.

© Martin Kellner

Die Tastatur imitiert ein bisschen eine Schreibmaschinen-Tastatur. Die Tasten steigen sanft an. Am hinteren Ende, wo bei einer Schreibmaschine das Papier eingespannt wird, ist ein Schlitz, in den das Tablet gesteckt werden kann. Mein Tablet passt auch ganz wunderbar hinein. Und das Ganze sieht auch ziemlich stylisch aus. Zum transportablen Gebrauch ziemlich perfekt. Ich müsste mich mal damit in ein Starbucks unter all die Yuppies mit ihren iPads setzen. Das würde vermutlich Aufsehen erregen. Ja, das Penna-Keyboard finde ich richtig cool, gerade weil praktisch noch niemand so etwas gesehen hat.

Beim Schreiben am Tisch habe ich festgestellt, dass mir der Winkel des Tablets nicht ganz passt. Dafür habe ich mir bei Amazon von Lamicall für recht wenig Geld einen ziemlich hochwertigen Tabletständer besorgt. Jetzt benutze ich die Tastatur und habe das Tablet auf dem Ständer in einem schönen Winkel direkt dahinter. Das funktioniert super.

© Martin Kellner

Ich hatte ja schon erwähnt, dass die Installation zwei Tage gedauert hat. Keine Sorge, ich habe nicht wirklich so lange dafür gebraucht, nur abends mal 20 Minuten. Aber schon da habe ich auf der Tastatur herumgetippt, um das Schreibgefühl zu erleben. Und schon da war ich recht begeistert. Alle Tasten sind da, wo sie sein sollen, haben die richtigen Abstände zueinander. Ich finde blind alles, was ich brauche – und das ohne Vertipper, weil die Finger abrutschen oder so. Vertipper liegen dann wirklich nur daran, wenn ich unkonzentriert bin. Es gibt keinen Nummernblock, also nichts für Buchhalter. Aber sonst ist alles leicht auffindbar und so angeordnet, dass ich gar nicht suchen muss.

Das Schreibgefühl finde ich auch klasse. Und darum geht es ja. Die Tasten haben einen Druckpunkt, den man überwinden muss. Und sie geben ein angenehmes Klickgeräusch von sich. Bei der Konfiguration des Penna während des Bestellvorgangs hat man mehrere Optionen zur Auswahl. Ich habe bekommen, was ich wollte. Und ich stelle fest, dass das eine gute Entscheidung war. Ich komme beim Tippen ziemlich nahe an das Schreibmaschinen-Gefühl heran. Ich kann sogar sehr schnell damit tippen – und habe doch die Annehmlichkeiten moderner Technik.

Achtung! Das Penna ist nicht mit einer Schreibmaschine zu vergleichen. Das ganz sicher nicht. Aber wer keine Lust mehr auf diese schrecklichen standardisierten Laptop-Tastaturen hat, wird sich mit einem Penna vermutlich sehr wohl fühlen.

Martin Kellner

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„Supersense“ sucht Typisten!

Eigentlich bin ich froh, dass das „Supersense“ in der Praterstraße 70, 1020 Wien, für mich nicht am Weg liegt. Ja, ich muss einen bewussten Umweg machen, um dort hin zu kommen. Und dafür bin ich sehr dankbar. Denn wenn es auf dem Weg von oder zur Arbeit liegen würde… dann würde ich mich wohl jeden Tag in den auf den ersten Blick gar nicht so untiefen Tiefen des Geschäfts verlieren.

Optisch gesehen ist es schon groß, aber nicht sehr verwinkelt. Man bekommt von außen einen raschen Überblick. Doch der Teufel steckt im Detail. Kaum ist man drinnen, entdeckt man so viele Sachen, die einen faszinieren. Vom massiven Messing-Bleistiftspitzer zu handgemachten Notizblöcken über Sofortbildkameras (sowohl Vintage als auch neu!!!) hin zu Schallplatten und einem Tonstudio, wo schon Stars wie Gregory Porter, Kandace Springs oder Die Fantastischen Vier Live-Sessions aufnahmen. Und neuerdings gibt es im „Supersense“ eben auch Schreibmaschinen.

Aber mal ehrlich… Welches Geschäft wäre prädestinierter, Schreibmaschinen zu verkaufen als das „Supersense“? Schließlich fand hier auch das 1. Wiener Type-In statt.

Vor einiger Zeit fielen mir bei einem Besuch im Geschäft auf, dass unter den Tischen geschätzt so an die 50 bis 70 portable Schreibmaschinen standen. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass „Supersense“ für die Hotelkette 25hours ein Analog-Zimmer entwickelte. Ein Zimmer, in dem es unter anderem einen Schallplattenspieler gibt, einen Videorecorder, eine Sofortbildkamera und eben auch eine Schreibmaschine. Digital Detox – aber das nur in Maßen, denn das WLAN funktioniert noch immer, wenn man unbedingt am Laptop seine E-Mails checken muss. Im „The Royal Bavarian“ der Hotelgruppe haben sie es nicht bei dem einen Analog-Zimmer belassen. Wie der Lifestyle-Blog „Viennissima“ zu berichten weiß, gibt es neben der Rezeption in der Hotelhalle einen eigenen Platz, wo man auf Schreibmaschinen auf Hotelpapier einen Brief schreiben kann. Das Hotel übernimmt sogar die Portogebühr für den Versand!

Und nun bietet das „Supersense“ in seinem Geschäft in Wien Schreibmaschinen zum Verkauf an. Was ich so gesehen habe, rangieren die Preise zwischen rund 150,- und 250,- Euro. Gut, auf Willhaben gibt es Schreibmaschinen billiger, aber da kann man ungeschaut ziemlich ins Fettnäpfchen treten. Die mechanischen Schreibmaschinen im „Supersense“ kann man wenigstens austesten – und es stehen mehrere Modelle für den direkten Vergleich zur Verfügung. Beim ersten Testen waren einige sehr gefällige Modelle dabei, die auch optisch sehr schön erhalten sind. Zusätzlich gibt es noch ein neues Farbband (schwarz/rot), so dass man gleich los tippen kann.

© Eva Mühlbacher

Aber nicht nur, dass „Supersense“ Schreibmaschinen anbietet, nein, das Geschäft arbeitet auch an einem Service für Leute, die keine Schreibmaschine haben. Und hiermit komme ich nun auch wieder zurück zum Titel dieses Textes: „Supersense“ sucht Typisten!

Das „Supersense“ bietet bereits einige Transfer-Dienste an, die digitale Daten in etwas Analoges umwandeln. Sei es nun, dass digitale Fotos entwickelt werden, der Lieblingssong von mp3 auf Vinyl gepresst wird, oder kurze Filmsequenzen in ein Flipbook transferiert werden, das quasi wie ein Daumenkino funktioniert.

Und weil das „Supersense“ eben ein paar Schreibmaschinen übrig hat, sucht das Geschäft nun Typisten, die zugesandte Textdateien in die Schreibmaschine tippen. Zu diesem Zweck sucht „Supersense“ jemanden, der

– geübt ist im Tippen an der mechanischen Schreibmaschine
– fehlerfrei tippen kann
– weiß, wie man zu einem schönen Schriftbild kommt
– flexibel ist, um auf Projektauftragsbasis im „Supersense“ zu tippen.

Bewerbungen mit Schriftproben bitte an marlene(at)supersense.com schicken.

Ich möchte nur einmal vorwarnen. Falls jemand glaubt, dass das ein ganz leichter Studentenjob ist – und man eh als Student gewöhnt ist, ständig irgendwelche Arbeiten am Laptop zu schreiben… Wir reden hier von mechanischen Schreibmaschinen. Da sind erstens die Tastenbelegungen teilweise anders (nicht unbedingt die Buchstaben, aber bei den Zahlen kann schon mal die 1 und die Null fehlen – und die Semikola befinden sich auch teilweise woanders, als man vom Laptop gewohnt ist). Zweitens braucht man für die Tastatur auch kräftige, trainierte Finger. Wer auf einer Schreibmaschine tippt wie auf einer Laptop-Tastatur, der wird sehr schnell einen Krampf bekommen. Das nur mal als Vorabwarnung.

Das Jobangebot lässt mich auch ein bisschen schmunzeln. Erstens habe ich schon seit Jahrzehnten kein Stellenangebot mehr gesehen, in dem nach Schreibmaschinen-„Tippsen“ gesucht wurde. Zweitens: Wie ich Maschinschreiben in der Handelsschule so ab Mitte der 1980er lernte, sagte man mir noch, dass die Schreibmaschine nur für den schriftlichen Büroverkehr geeignet ist. Privates hingegen soll man jedoch lieber mit der Hand schreiben, weil eben viel persönlicher. Und heute? In Zeiten von E-Mail, Postings und Chats… da ist eben das maschingeschriebene Blatt doch viel persönlicher. (Wobei man da sicher auch einen Unterschied macht zwischen mechanisch maschingeschrieben und elektrisch/elektronisch maschingeschrieben).

Aber nicht nur für die Schreibmaschinen sucht man im „Supersense“ Typisten. (Wobei ich mich frage, ob Typist der richtige Ausdruck ist. Korrekt ist wahrscheinlich Drucksetzer, aber soweit ich das von der Technik her verstanden habe, muss man hier auch tippen.)

Im „Supersense“ kann man auch so richtig analog drucken lassen. Um künftig noch flexibler arbeiten zu können, wurden zwei historische Linotype-Setzmaschinen (Quadriga Modell 28, Gamma Modell 53 – beide von 1960) angeschafft. Nun werden Leute gesucht, die sich auf diesen Maschinen einschulen lassen, um dann von Zeit zu Zeit auf Projektbasis die Maschine zu bedienen. Wenn jemand schon Erfahrung damit hat, um so besser. (Man kann sie auch für eigene Projekte verwenden.) Auch hier melden sich Interessierte bitte an marlene(at)supersense.com.

Ehrlich gesagt, momentan überlege ich selbst gerade, ob ich mich für beide Jobs bewerbe.

Rodja

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