Matthias schreibt auf einer Twen T180 Plus

Ich muss zugeben, seit ich mich wieder für Schreibmaschinen interessiere, ist mir noch nie der Gedanke gekommen, eine elektronische Schreibmaschine mit Display, Memory und Korrekturfunktion zu kaufen. Elektrische Maschinen ja, aber elektronisch? Da könnte ich mir ja gleich einen Computer kaufen… Dabei war es damals in der Handelsschule wirklich eine wahnsinnige Erleichterung, als wir von elektrischen auf elektronische Schreibmaschinen umstiegen.

Dass ein Vergleich elektronische Schreibmaschine versus PC durchaus angebracht ist, zeigt nun der folgende Text von Matthias (Nachname der Redaktion bekannt). Er schreibt auf einer Twen – und soviel ich mitbekommen habe, ist das eine Schreibmaschine, die durch die Resteverwertung der Markenrechte der Traditionsmarke Triumph-Adler entstanden ist. Irgendwie ist da die Firma Bandermann darin involviert – und das muss ich mir für einen späteren Artikel merken.

Doch nun zurück zum Erfahrungsbericht von Matthias, der mir irgendwie Gusto auf eine elektronische Schreibmaschine gemacht hat. Danke!

Der Text wurde übrigens in Papierform mit der Post zugestellt.

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Irgendwie bin ich hier ja ein wenig der Außenseiter. Ich habe keine mechanische Schreibmaschine, sondern schreibe auf einem modernen Plastikbomber. Teils meinten auch schon Freunde zu mir, dass das dann ja schon fast so wäre, als würde man am PC tippen. Tatsächlich ist es das eben nicht!

Aber viel größer ist doch die Frage: Wie kommt man überhaupt dazu, im Jahre 2018 auf einer elektronischen Schreibmaschine zu schreiben? Gerade dann, wenn man noch keine 30 Jahre alt ist?

© Matthias

Gekauft hatte ich mir damals eine gebrauchte TA T110. Leider kannte ich mich mit dem Gerät nicht so gut aus (bin ja erst im Computerzeitalter geboren worden) – und eine Bedienungsanleitung lag leider auch nicht bei. Ich musste mich da also reinfuchsen und irgendwie machte es Spaß, darauf zu tippen. Leider machte irgendwann das Typenrad schlapp und auch die Korrekturfunktion funktionierte nie so wirklich wie sie sollte. So verschwand die Maschine irgendwann auf dem Sperrmüll und einige Zeit verging.

Einige Jahre dann später brachte mich eine erneute Schnapsidee auf den Gedanken, mir wieder eine Schreibmaschine anzuschaffen. Eben die Twen T180 Plus, auf der ich diesen Text hier tippe.

Am Computer zu schreiben empfand ich nämlich als unangenehm. Schnell bin ich dazu geneigt, mich am PC abzulenken. Man will nur schnell was nachgucken – und wenn man dann schon mal den Browser offen hat, kann man doch schnell da oder dort vorbeischauen. Und zack, ist der halbe Nachmittag rum, ohne dass man was Produktives gemacht hat. Daran wollte ich was ändern. Während andere einfach das Internet so lange ausmachen, um dem Problem zu begegnen, mache ich Nägel mit Köpfen und holte mir eine nagelneue Schreibmaschine aus dem Bürofachmarkt.

© Matthias

Zuhause angekommen, habe ich mich direkt ans Werk gemacht und an meiner Prüfungsvorbereitung für die Uni weiter getippt. Und… ich bereute nichts. Das Problem mit der Ablenkung war einfach nicht mehr da. Außerdem musste ich sehr viel mehr über das, was ich schreiben wollte, nachdenken.

Was erstmal wie ein Nachteil klingt, ist in Wirklichkeit keiner: Dass man nicht mehr den Luxus hat, eine halbe Seite einfach zu löschen oder irgendwo zwei, drei Sätze noch reinzuquetschen, nötigt einen dazu, sich wesentlich intensiver mit dem, was man schreiben möchte, auseinanderzusetzen.

Außerdem ist es mit der Schreibmaschine in vielen Situationen viel leichter und flexibler: Schnell mal eine Postkarte oder einen Briefumschlag tippen: Bis ich mit dem Tippen am Computer anfangen kann und ihn ausgedruckt habe, habe ich den Brief mit der Schreibmaschine längst fertig getippt.

© Matthias

Ich muss zugeben, dass ich immer wieder Richtung mechanische Schreibmaschine äugle. Irgendwie hat das so seinen speziellen Charme! Aber eine elektronische Schreibmaschine bietet einem nicht unerhebliche Vorteile:

Zum Beispiel kann ich problemlos im Text korrigieren. Falls ich mich mal vertippt haben sollte, kann das Korrekturband den Buchstaben wieder entfernen. Natürlich kann ich damit nicht wirklich ganze Absätze löschen. Nun ja… theoretisch ginge das, aber es würde in der Praxis nicht so viel Sinn machen. Aber genau diese Tatsache kann man als einen nicht ganz unerheblichen Vorteil sehen.

© Matthias

Außerdem kann ich durch das Typenrad auch zwischen unterschiedlichen Schriftarten wechseln. Zum Beispiel ist dieser Text hier mit „Pica 10“ geschrieben worden.

Standardmäßig ist die Twen T180 Plus aber mit der Schriftart „Letter Gothic“ ausgestattet. Diese kann man auch auf 12er Teilung umstellen. Dann wird der Text enger gedruckt und sieht dadurch kleiner aus. Für eine etwas persönlichere Note kann man auch das Typenrad „Script“ einlegen.

© Rodja Pavlik

Den größten Vorteil, den die Schreibmaschine mir aber bietet, habe ich noch gar nicht genannt. Lustigerweise passt der auch genau zum Werbeslogan, den Twen zur Vermarktung der T180 Schreibmaschinenreihe nutzt: „Freude am Schreiben. Kann man kaufen!“ Denn tatsächlich macht es einfach unglaublich Spaß, auf der Schreibmaschine zu tippen!

Auch ein Freund von mir, der es erstmal irgendwie affig fand, eine Schreibmaschine zu nutzen, die fast wie ein Drucker mit Tastatur aussieht, musste nach wenigen Minuten zugeben: „Irgendwie verrückt, aber… das macht total Spaß, auf dem Ding rumzutippen.“

© Matthias

Auf jeden Fall ist es schon allein auch aus dem Grund sehr schön, dass es elektronische Schreibmaschinen nach wie vor neu zu kaufen gibt. Sogar mit Display und Speicherfunktion.

Ich hoffe, das bleibt auch noch lange so, sollte meine Twen irgendwann mal in Rente gehen.

Matthias

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Martin schreibt auf einer Penna

Vor einiger Zeit hat Steuerberater Martin Kellner aus Köln hier über seine Erfahrungen mit einer Olympia Splendid 33 geschrieben. Wir dürften beide die taktile Erfahrung beim Schreiben gesucht haben – und waren neben der Vorliebe für Schreibmaschinen auch auf der Suche nach Alternativen zu herkömmlichen Computertastaturen, als da wären u.a. Freewrite oder Qwerkywriter. Ich muss zugeben, dass ich anfangs mit dem Qwerkywriter geliebäugelt habe. Aber erstens war er damals mir doch zu teuer, zweitens lieferten sie nur in QWERTY aus. Selbst auf Anfrage wollten sie von QWERTZ nichts wissen. (Mittlerweile haben sie aber QWERTZ im Angebot. Pff!)

Und dann kam die Crowdfunding-Aktion für das Penna-Keyboard/die Penna-Tastatur von Elretron. Das Ding wirkte zwar nicht ganz so hochwertig wie der Qwerkywriter, war aber doch um einiges billiger. Auf der Homepage boten sie es nur in QWERTY an, als ich aber nachfragte, antworteten sie binnen Stunden, dass auch QWERTZ möglich sei. Und auch auf der Page stand plötzlich QWERTY/QWERTZ/und andere Sprachen. Das, liebe Leute, nenne ich Dienst am Kunden. Also entschied ich mich für das Penna – zeitgleich eben wie Martin Kellner, der uns freundlicherweise einen Erfahrungsbericht zur Verfügung gestellt hat.

Der Bericht läuft sowohl in der Rubrik „…schreibt auf einer…“ als auch unter „Alternativen.“

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Vor langer Zeit hatte mich Rodja durch einen Artikel auf ein Crowdfunding-Projekt aufmerksam gemacht: die Penna-Tastatur von Elretron. Wir haben uns im Vorfeld gedanklich ein bisschen darüber ausgetauscht – und dann beide entschlossen, den Schritt zu wagen und bei dem Crowdfunding mitzumachen.

Ich habe mich für eine schwarze Tastatur mit runden Tasten entschieden. Und, was kostet die Welt, auch eine Tasche für den Transport. Hin und wieder habe ich mitverfolgt, wie sich das Crowdfunding-Projekt im Laufe der Zeit entwickelte. Die Unternehmer haben ihr gestecktes Ziel offenbar um ein Vielfaches übertroffen. Das zeigte mir, dass es vermutlich doch eine Menge Menschen auf der Welt gibt, die Interesse am guten Tippen haben.

© Rodja Pavlik

Es hat gefühlt ewig gedauert, bis das Projekt verwirklicht wurde. Soll heißen, bis ein Paket bei mir ankam. Das war auch okay. Dadurch hat sich die Vorfreude, bekanntlich die schönste Freude, auch verlängert. Paket ausgepackt und gestaunt: Die Tasche besteht aus Kunstleder, ist aber haptisch sehr hochwertig und macht auch vom Aussehen etwas her. Das hätte ich so nicht erwartet. Die kann ich auch gut zu Mandantenterminen mitnehmen.

Auch die Tastatur macht, obwohl zum großen Teil aus Kunststoff, keinen billigen Eindruck. Ich hatte meine Erwartungen bewusst niedrig gehalten. Jetzt wurde ich angenehm überrascht.

Die Tastatur hat an der linken Seite einen Hebel. Der macht den Transport, auch in der vorgesehenen Tasche, sicher etwas schwierig. Da sich mir der Nutzen dieses Hebels noch nicht erschlossen hat, denke ich tatsächlich darüber nach, den Hebel abzuschrauben. Habe ich aber noch nicht gemacht, weil die Tastatur mit Hebel richtig gut aussieht.

So, jetzt zur Tastatur! Es ist natürlich selbstverständlich, dass ich diesen Text auf dem Penna-Keyboard schreibe. Im Grunde handelt es sich um eine Bluetooth-Cherry-Tastatur, die nett aussieht und sich an das Aussehen einer Schreibmaschine anhlehnt. Fest verbinden kann man sie mit fünf verschiedenen Geräten. Ich habe sie mit meinem Kindle 10 Fire Tablet verbunden. Das ging eigentlich recht einfach – dabei habe ich wirklich nicht viel technischen Sachverstand. Obwohl es eine deutschsprachige QWERTZ-Tastatur ist, hat sie leider auf dem Tablet doch etwas anders geschrieben – sie ist halt auf die englischsprachige QWERTY-Tastatur eingestellt. Das hat mich anfangs sehr irritiert. Nach zwei Tagen war mir klar, dass ich dafür noch eine Einstellung am Tablet selbst ändern musste. Das ging auch ganz leicht und ohne Hilfe. Und seitdem läuft alles wunderbar. Für jemanden, der wesentlich mehr mit aktueller Computertechnik zu tun hat als ich, wird das völlig selbstverständlich sein.

© Martin Kellner

Die Tastatur imitiert ein bisschen eine Schreibmaschinen-Tastatur. Die Tasten steigen sanft an. Am hinteren Ende, wo bei einer Schreibmaschine das Papier eingespannt wird, ist ein Schlitz, in den das Tablet gesteckt werden kann. Mein Tablet passt auch ganz wunderbar hinein. Und das Ganze sieht auch ziemlich stylisch aus. Zum transportablen Gebrauch ziemlich perfekt. Ich müsste mich mal damit in ein Starbucks unter all die Yuppies mit ihren iPads setzen. Das würde vermutlich Aufsehen erregen. Ja, das Penna-Keyboard finde ich richtig cool, gerade weil praktisch noch niemand so etwas gesehen hat.

Beim Schreiben am Tisch habe ich festgestellt, dass mir der Winkel des Tablets nicht ganz passt. Dafür habe ich mir bei Amazon von Lamicall für recht wenig Geld einen ziemlich hochwertigen Tabletständer besorgt. Jetzt benutze ich die Tastatur und habe das Tablet auf dem Ständer in einem schönen Winkel direkt dahinter. Das funktioniert super.

© Martin Kellner

Ich hatte ja schon erwähnt, dass die Installation zwei Tage gedauert hat. Keine Sorge, ich habe nicht wirklich so lange dafür gebraucht, nur abends mal 20 Minuten. Aber schon da habe ich auf der Tastatur herumgetippt, um das Schreibgefühl zu erleben. Und schon da war ich recht begeistert. Alle Tasten sind da, wo sie sein sollen, haben die richtigen Abstände zueinander. Ich finde blind alles, was ich brauche – und das ohne Vertipper, weil die Finger abrutschen oder so. Vertipper liegen dann wirklich nur daran, wenn ich unkonzentriert bin. Es gibt keinen Nummernblock, also nichts für Buchhalter. Aber sonst ist alles leicht auffindbar und so angeordnet, dass ich gar nicht suchen muss.

Das Schreibgefühl finde ich auch klasse. Und darum geht es ja. Die Tasten haben einen Druckpunkt, den man überwinden muss. Und sie geben ein angenehmes Klickgeräusch von sich. Bei der Konfiguration des Penna während des Bestellvorgangs hat man mehrere Optionen zur Auswahl. Ich habe bekommen, was ich wollte. Und ich stelle fest, dass das eine gute Entscheidung war. Ich komme beim Tippen ziemlich nahe an das Schreibmaschinen-Gefühl heran. Ich kann sogar sehr schnell damit tippen – und habe doch die Annehmlichkeiten moderner Technik.

Achtung! Das Penna ist nicht mit einer Schreibmaschine zu vergleichen. Das ganz sicher nicht. Aber wer keine Lust mehr auf diese schrecklichen standardisierten Laptop-Tastaturen hat, wird sich mit einem Penna vermutlich sehr wohl fühlen.

Martin Kellner

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„Supersense“ sucht Typisten!

Eigentlich bin ich froh, dass das „Supersense“ in der Praterstraße 70, 1020 Wien, für mich nicht am Weg liegt. Ja, ich muss einen bewussten Umweg machen, um dort hin zu kommen. Und dafür bin ich sehr dankbar. Denn wenn es auf dem Weg von oder zur Arbeit liegen würde… dann würde ich mich wohl jeden Tag in den auf den ersten Blick gar nicht so untiefen Tiefen des Geschäfts verlieren.

Optisch gesehen ist es schon groß, aber nicht sehr verwinkelt. Man bekommt von außen einen raschen Überblick. Doch der Teufel steckt im Detail. Kaum ist man drinnen, entdeckt man so viele Sachen, die einen faszinieren. Vom massiven Messing-Bleistiftspitzer zu handgemachten Notizblöcken über Sofortbildkameras (sowohl Vintage als auch neu!!!) hin zu Schallplatten und einem Tonstudio, wo schon Stars wie Gregory Porter, Kandace Springs oder Die Fantastischen Vier Live-Sessions aufnahmen. Und neuerdings gibt es im „Supersense“ eben auch Schreibmaschinen.

Aber mal ehrlich… Welches Geschäft wäre prädestinierter, Schreibmaschinen zu verkaufen als das „Supersense“? Schließlich fand hier auch das 1. Wiener Type-In statt.

Vor einiger Zeit fielen mir bei einem Besuch im Geschäft auf, dass unter den Tischen geschätzt so an die 50 bis 70 portable Schreibmaschinen standen. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass „Supersense“ für die Hotelkette 25hours ein Analog-Zimmer entwickelte. Ein Zimmer, in dem es unter anderem einen Schallplattenspieler gibt, einen Videorecorder, eine Sofortbildkamera und eben auch eine Schreibmaschine. Digital Detox – aber das nur in Maßen, denn das WLAN funktioniert noch immer, wenn man unbedingt am Laptop seine E-Mails checken muss. Im „The Royal Bavarian“ der Hotelgruppe haben sie es nicht bei dem einen Analog-Zimmer belassen. Wie der Lifestyle-Blog „Viennissima“ zu berichten weiß, gibt es neben der Rezeption in der Hotelhalle einen eigenen Platz, wo man auf Schreibmaschinen auf Hotelpapier einen Brief schreiben kann. Das Hotel übernimmt sogar die Portogebühr für den Versand!

Und nun bietet das „Supersense“ in seinem Geschäft in Wien Schreibmaschinen zum Verkauf an. Was ich so gesehen habe, rangieren die Preise zwischen rund 150,- und 250,- Euro. Gut, auf Willhaben gibt es Schreibmaschinen billiger, aber da kann man ungeschaut ziemlich ins Fettnäpfchen treten. Die mechanischen Schreibmaschinen im „Supersense“ kann man wenigstens austesten – und es stehen mehrere Modelle für den direkten Vergleich zur Verfügung. Beim ersten Testen waren einige sehr gefällige Modelle dabei, die auch optisch sehr schön erhalten sind. Zusätzlich gibt es noch ein neues Farbband (schwarz/rot), so dass man gleich los tippen kann.

© Eva Mühlbacher

Aber nicht nur, dass „Supersense“ Schreibmaschinen anbietet, nein, das Geschäft arbeitet auch an einem Service für Leute, die keine Schreibmaschine haben. Und hiermit komme ich nun auch wieder zurück zum Titel dieses Textes: „Supersense“ sucht Typisten!

Das „Supersense“ bietet bereits einige Transfer-Dienste an, die digitale Daten in etwas Analoges umwandeln. Sei es nun, dass digitale Fotos entwickelt werden, der Lieblingssong von mp3 auf Vinyl gepresst wird, oder kurze Filmsequenzen in ein Flipbook transferiert werden, das quasi wie ein Daumenkino funktioniert.

Und weil das „Supersense“ eben ein paar Schreibmaschinen übrig hat, sucht das Geschäft nun Typisten, die zugesandte Textdateien in die Schreibmaschine tippen. Zu diesem Zweck sucht „Supersense“ jemanden, der

– geübt ist im Tippen an der mechanischen Schreibmaschine
– fehlerfrei tippen kann
– weiß, wie man zu einem schönen Schriftbild kommt
– flexibel ist, um auf Projektauftragsbasis im „Supersense“ zu tippen.

Bewerbungen mit Schriftproben bitte an marlene(at)supersense.com schicken.

Ich möchte nur einmal vorwarnen. Falls jemand glaubt, dass das ein ganz leichter Studentenjob ist – und man eh als Student gewöhnt ist, ständig irgendwelche Arbeiten am Laptop zu schreiben… Wir reden hier von mechanischen Schreibmaschinen. Da sind erstens die Tastenbelegungen teilweise anders (nicht unbedingt die Buchstaben, aber bei den Zahlen kann schon mal die 1 und die Null fehlen – und die Semikola befinden sich auch teilweise woanders, als man vom Laptop gewohnt ist). Zweitens braucht man für die Tastatur auch kräftige, trainierte Finger. Wer auf einer Schreibmaschine tippt wie auf einer Laptop-Tastatur, der wird sehr schnell einen Krampf bekommen. Das nur mal als Vorabwarnung.

Das Jobangebot lässt mich auch ein bisschen schmunzeln. Erstens habe ich schon seit Jahrzehnten kein Stellenangebot mehr gesehen, in dem nach Schreibmaschinen-„Tippsen“ gesucht wurde. Zweitens: Wie ich Maschinschreiben in der Handelsschule so ab Mitte der 1980er lernte, sagte man mir noch, dass die Schreibmaschine nur für den schriftlichen Büroverkehr geeignet ist. Privates hingegen soll man jedoch lieber mit der Hand schreiben, weil eben viel persönlicher. Und heute? In Zeiten von E-Mail, Postings und Chats… da ist eben das maschingeschriebene Blatt doch viel persönlicher. (Wobei man da sicher auch einen Unterschied macht zwischen mechanisch maschingeschrieben und elektrisch/elektronisch maschingeschrieben).

Aber nicht nur für die Schreibmaschinen sucht man im „Supersense“ Typisten. (Wobei ich mich frage, ob Typist der richtige Ausdruck ist. Korrekt ist wahrscheinlich Drucksetzer, aber soweit ich das von der Technik her verstanden habe, muss man hier auch tippen.)

Im „Supersense“ kann man auch so richtig analog drucken lassen. Um künftig noch flexibler arbeiten zu können, wurden zwei historische Linotype-Setzmaschinen (Quadriga Modell 28, Gamma Modell 53 – beide von 1960) angeschafft. Nun werden Leute gesucht, die sich auf diesen Maschinen einschulen lassen, um dann von Zeit zu Zeit auf Projektbasis die Maschine zu bedienen. Wenn jemand schon Erfahrung damit hat, um so besser. (Man kann sie auch für eigene Projekte verwenden.) Auch hier melden sich Interessierte bitte an marlene(at)supersense.com.

Ehrlich gesagt, momentan überlege ich selbst gerade, ob ich mich für beide Jobs bewerbe.

Rodja

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Ich geh jetzt stempeln…

Etwas, das ich beim Postkarten und Briefe schreiben immer gehasst habe, war Adressen schreiben. Um mir zumindest beim Absender schreiben etwas zu ersparen, legte ich mir einen Stempel von Trodat zu, der mir lange Zeit gute Dienste leistete. Doch nachdem ich umgezogen bin (was auch schon wieder einige Jahre zurück liegt), nützte mir dieser Stempel so rein gar nichts mehr.

Nachdem ich jetzt langsam wieder das Briefe schreiben entdecke, machte ich mich auf die Suche nach einem Stempel mit einer Schreibmaschine als Motiv. Fündig wurde ich bei der Firma Dekolando auf Amazon. (Wenn man Amazon nicht will, dann hier der direkte Link zu Dekolando, den ich aber erst jetzt entdeckt habe.) Und das Beste: Man kann den Stempel sogar personalisieren, d.h. mit einer Adresse versehen.

© Rodja Pavlik

Das Ergebnis überzeugt mich vom Preis-Leistungsverhältnis auf jeden Fall. Die Bestellung über Amazon war etwas verwirrend, weil ich kein Feld fand, wo ich meinen Wunschtext eingeben konnte. Ich bin mir nicht sicher, ob da von Dekolando nachgefragt wird – manchen reicht ja vielleicht die Schreibmaschine als Stempelmotiv. So schrieb ich vorsichtshalber über das Amazon-System eine Extra-Nachricht an Dekolando. Und wie man sieht, hat das tadellos geklappt.

Das Stempelkissen wiederum habe ich vom hiesigen Fachgeschäft Miller auf der Mariahilfer Straße bezogen.

Rodja

PS: Ich frage mich, was jetzt als nächstes kommt. Ein Siegelring mit Schreibmaschine vielleicht? Gibt es das? Muss ich danach jetzt wirklich suchen?

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Keine Schicht ohne Kumpel – Reportage mit Bleistift

Die Arbeit des Journalisten hat sich sehr gewandelt. Am Computer sitzen, telefonierend, E-Mailend, teilweise auch mit Bildbearbeitungsprogrammen hantierend – ja, diesen Alltag kenne ich. Doch wenn man raus- und einer Geschichte nachgeht, dann hat man ein Problem. Denn den Laptop mitnehmen ist etwas unhandlich. Deswegen schwört der deutsche Journalist Thomas Kletschke auch auf B&B – auf Block und Bleistift. Back to basics halt…

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Verrenkte Glieder, Menschen mit Verätzungen. Blut. Eine Notärztin verteilt Karten. Knallhart. Drei Kategorien: liegen lassen (tot oder so gut wie), muss warten (leicht verletzt), hohe Priorität (sofort abtransportieren). Mit wenigen Rettern möglichst viele Leben erhalten. Feuerwehrleute und THW’ler (Anm.: Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW)- Zivil- und Katastrophenschutzorganisation) karren schweres Gerät herbei. Ein mehr-achsiger Kranwagen ist zu sehen, ein Unimog mit Blaulicht. Höre einen Helikopter und Sirenen. Rettungshunde schlagen an – ein Verschütteter ist geortet, aber noch nicht geborgen.

„Kacke“, denke ich. „Getz‘ fängt et auch noch an zu schütten.“ Hilft nix, heute hab‘ ich Schicht hier draußen. Zum Glück mit Kumpel Bleistift und Kollegin Notizblock.

Glück auch für die Verletzten und Toten. Alles nur eine Katastrophenschutzübung. Nachgestellt wird ein MANV, Behörden-Sprech für Massenanfall von Verletzten. Echt ist der stundenlang strömende Regen – bin ebenso durchweicht wie der Block aus Papier.

Macht nix. Wenn ich nachher die Seiten vorsichtig trenne, lässt sich alles lesen, um die bestellten 120 Zeilen Reportage für den Lokalteil runter tippen zu können. Die formen sich eh im Kopf und nicht am PC. Den Tipp meines Redakteurs – „draußen nur mit Bleistift und Block“ – befolge ich immer noch.

Mehr als 15 Jahre später. Wenn ich heute unterwegs bin, arbeite ich oft wie damals. Auf manchen Terminen schießt du nebenbei noch Fotos. Oder bist ständig in Bewegung, musst im Laufen schreiben. Mancherorts gibt es kaum Platz oder ein leuchtendes Display, eine klappernde Tastatur würden bloß stören, etwa im Theatersaal oder bei der teilnehmenden Beobachtung inmitten einer Meute fröhlich pogender Punker. Auch beim Besuch des im Bau befindlichen Brenner-Basistunnels musste ich mir keine Sorgen um ein elektronisches Gerät machen, dass Unter Tage kollabiert. Hier, in diesem Lärm, bei Minus-Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit, musst du sowieso darauf achten, wo du hin trittst. Dicke Kabel, nahende Baustellenfahrzeuge, Arbeiter und Mineure, die sich etwas zurufen – ein Gemisch aus Italienisch, österreichischen Dialekten, Schweizer Mundarten oder Ruhrpott-Regiolekt. Mal ehrlich: Mit einem iPad oder so nimmt dich hier unten keiner für voll. Zu Recht.

Kumpel & Kollegin – © Thomas Kletschke

Zurück vom Termin, endlich zu Hause. In ein paar Stunden ist Abgabe, wie immer rast die Zeit. Rechner an, Zettel raus. Das Gekritzel – leider habe ich nie Kurzschrift gelernt, sondern eine eigene entwickelt – ist immer irgendwie zu decodieren. Was ich handschriftlich notiere, behalte ich übrigens sehr gut. Was ich in einen Rechner tippe, memoriere ich schlechter. Muss dann viel herunter scrollen. Zeitkiller.

In der Interaktion mit Menschen sind handschriftliche Notizen ebenfalls unschlagbar. Ein Block, kleiner als die Handfläche: auf den kritzele ich, während ich dem Gesprächspartner in die Augen schaue. Ist unauffällig. Hältst du dagegen jemandem einen Laptop unter die Nase, tippst in ein Smartphone, verfälscht das die Auge-in-Auge-Situation. Besonders, wenn das Gegenüber keine medienerfahrene Politikerin und kein durchtriebener PR-Profi irgendeiner Lobbygruppe ist, sondern der sprichwörtliche Mensch von der Straße. Mit B&B dagegen kommst du den Protagonisten deiner Story sehr nahe.

Papier und Bleistift sind obendrein günstige Arbeitsmittel. Sie stürzen nicht ab, bekommen keine Risse in ihren Touch-Flächen (bin Grobmotoriker, der die ihn umgebenden Objekte gerne mal „erdet“) und dürften nahezu überall auf der Welt verfügbar sein. Um einen Bleistift endgültig zu zerstören bedarf es großen Kraftaufwands. Einen Mini-Block steckst Du ins Jackett oder die Gesäßtasche. Außer ein paar Segelohren passiert da nix. Jeder hat zwar sein Päckchen zu tragen. Aber auch meine leichtesten Klapprechner wiegen gut 500 Gramm (ein 2009er Sony Vaio P mit 8″ Screen) oder 1 Kilo (Macbook 2016, 12″), hinzu kommen Kamera, Optiken, ein paar dicke Socken (wenn’s mal regnet beim Außentermin), eine Flasche Wasser oder eine Kanne Schwarzen Tee. Trag‘ dat mal drei bis acht Stunden mit dir herum.

Nutzt du dagegen einen fliegengewichtigen Block, kannst du die Notizen verwahren. So kannst du notfalls nachweisen, dass der Bürgermeister, die Geschäftsführerin oder wer auch immer das genau so und nicht anders gesagt hat. Die irgendwann anstehende Altpapier-Entsorgung solcher Zettel ist übrigens wesentlich datenschutzkonformer als das Löschen von (Cloud-) Dateien. Behaupte ich mal, ohne dass ich Jurist wäre.

© Thomas Kletschke

Welchen Bleistift? – Faber-Castell halte ich persönlich für überteuerten Mumpitz, den sich Menschen zu Weihnachten schenken, die schon einen hässlichen Montblanc-Füller auf dem Louis-Quatorze-Beistelltischchen liegen haben. Besitze zwar ein Set mit zwei Faber Castell-Stiften der etwas teureren Linie, wird mal um die 35 Euro gekostet haben, mit einem aufsteckbaren integrierten Anspitzer, hat aber praktisch nicht überzeugt. Die dunkelgrünen Modelle des nämlichen Herstellers sehen mir zu langweilig aus, nie genutzt. Die schwarz-gelb gestreiften von Staedtler schreien mich dagegen an: „Geh weg, ich bin ein Lehrer-Bleistift.“ Stabilo habe ich dann und wann lieb gewonnen, das Mauerblümchen unter den Bleistiften, das interessanter ist, als seine aufgemotzten Freunde.
Unschlagbar ist ein Druckbleistift. Die Mine lässt sich einfahren, ruiniert kein Sakko-Innenfutter und piekst nicht ins Sitzfleisch. Er lässt sich befestigen wie ein Kuli, läuft aber nie aus. Natürlich kannst du mit einem Kuli über Kopf schreiben, bei einem Parabelflug, oder im Orbit kreisend. Doch ein Druckbleistift lässt sich zumindest auf und unter der Erde auch über dem Kopf nutzen. Mein allerbester Kumpel kommt von Rotring. Liegt gut in der Hand, haptisch angenehm ist die geriffelte Fläche am Schaft-Ende. Silber- und anthrazitfarben lieferbar, jeweils matt. Meiner ist natürlich dunkel wie eine Staublunge. Befülle ihn mit 0,7 mm dünnen und mittel-harten Minen von Faber-Castell. Perfekt.

Erinnerungen an dies und das oder den und wen… © Thomas Kletschke

Zuhause habe ich eine Sammlung ungenutzter schwarzer und weißer Bleistifte. Sie werben für Steigenberger Hotels, für Kempinski, das Ritz Carlton oder den Diogenes Verlag. Ein knall-orangener Bleistift einer kleinen Design-Agentur ist der Stolz der Sammlung. Es sind Erinnerungen an Orte, Situationen, Personen. Ebenso wie die kleinen und uralten Bleistiftstummel, gespitzt, die ich nie wegschmeiße.

Schreiben mit Graphit-Ton-Gemisch; das ist Unter Tage malochen. Durch Stollen kriechen, das Material herausarbeiten, heraus schälen, heraus hauen. Erkennst an deinen Fingern, wenn du schwer geschuftet hast. Probier‘ es aus. Glück auf beim Schreiben!

Thomas Kletschke

Thomas Kletschke ist Redakteur beim Tech-Newsletter www.invidis.de und schreibt dort für B2B-Leser zu Screen-Technologien, Digitalisierung und verwandten Themen. Als freier Journalist schreibt und recherchiert er derzeit für Tageszeitungen, aktuell für die „Landshuter Zeitung“. Zuvor arbeitete er für verschiedene Magazine.

Privat mag er Retro-Tech – von Super 8 und Telex bis DAT – ebenso wie die Technologien von morgen und übermorgen. Privat liest er französische Post-Strukturalisten in fehlerhaften deutschen Übersetzungen und versucht Informatiker-Witze oder in esoterischen Programmiersprachen verfasste Hello-World-Programme nachzuvollziehen. Lieblings-Zahlungsmittel: Bar- und Verrechnungsscheck. Meist gehasste Innovationen der letzten 1.000 Jahre: Autokorrektur und Autofill-Funktionen. Ab und an trötet er via Mastodon. Bislang auf der To-do-Liste und noch nie praktiziert: Versenden eines Telegramms.

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Tom Hanks‘ verborgenes Talent

Die US-Zeitschrift „Vanity Fair“ hat mit „Secret Talent Theatre“ eine nicht ganz ernst zu nehmende Clip-Reihe ins Leben gerufen, in der Stars ihre verborgenen Talente zeigen können. Helen Mirren lässt die Peitsche knallen, um „Wonder Woman“ Gal Gadot kreiselt der Hula-Hoop-Reifen – und Nicole Kidman isst Insekten. Solche Sachen halt.

Und was macht Oscar-Preisträger Tom Hanks? Der Schreibmaschinen-Poster-Boy wechselt furchtlos das Farbband auf einer Hermes 3000. Applaus!

You will get ink on your fingers. Deal with it! – Tom Hanks

Rodja

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Die Postkarten-Challenge II

53 Postkarten. 53 Wochen.
Ein (fast) neues Jahr. Ein neues Projekt.

Ende des vergangenen Jahres habe ich das Projekt Postkarten-Challenge 2017 abgeschlossen. In dem Jahr wollte ich jede Woche eine Postkarte schreiben und schicken. Dafür besorgte ich mir so einen Postkarten-Kalender – und ja, tatsächlich schaffte ich es, eine Karte pro Woche zu schreiben. Also rein theoretisch und äußerst großzügig im Durchschnitt eines Jahres gerechnet (hüstel), wie man meinem Bericht hier entnehmen kann.

Ich hatte mit zwei Problemen zu kämpfen. Erstens hatte ich zu wenig Adressen (es hat sich nur eine Handvoll Leute gemeldet – und das für 53 Karten!), zweitens meine Faulheit (Ja, aber das war so was von unerwartet. Ich schwör’…). Aber dennoch schaffte ich es, den Postkarten-Kalender abzuarbeiten.

Und womit ich nicht gerechnet habe… ich konnte doch tatsächlich einigen Leuten eine Freude bereiten, ihnen ein kleines Lächeln in ihr Gesicht zaubern. Zumindest konnte ich das einigen Rückmeldungen in Form von Twitter-Kommentaren, E-Mails und ja, auch Postkarten und Briefen entnehmen. Es ist doch einfach was anderes, wenn man statt Rechnungen eine Karte im Postfach vorfindet.

Über zwei Reaktionen habe ich mich ganz besonders gefreut. Erstens habe ich einen Brief aus den USA von Mrs. Laura Hoelzinger erhalten (das Kuvert mit dem Emblem auf der grünen Schreibmaschine auf dem Bild). Für sie arbeitete meine Mutter in den 1970er, Anfang der 1980er als Mädchen für alles. Und von ihr bekam meine Familie die erste Schreibmaschine (nachzulesen unter „Ein Fund, der zu Tränen rührt“).

Die zweite Reaktion war von Martin Kellner, der hier schon über seine Erfahrungen mit seiner Olympia Splendid 33 geschrieben hat. In einem Mail schrieb er mir, dass er zwar von meiner Aktion gehört hatte und sie an sich ganz nett fand. Als er dann aber tatsächlich eine Karte von mir in seinem Postfach fand, trat ein Wow-Effekt ein. „Ich habe mich so sehr darüber gefreut. Das musste ich erst erleben, damit ich gemerkt habe, wie cool die Aktion ist“, so Martin in einem Mail. Und jetzt steht ebenfalls ein Postkartenkalender auf seinem Schreibtisch – ich habe die erste Karte davon bekommen (siehe Karte auf meiner grünen Hermes 3000). Vielen herzlichen Dank dafür, Martin!

Und aus diesem Grund habe ich mich – spät, aber doch (ist ja auch schon Ende Februar) – entschlossen, für mich die Postkarten-Challenge 2018 auszurufen.

© Rodja Pavlik

Wer also irgendwann im Jahr 2018 eine Postkarte erhalten will, möge mir bitte seine postalische Anschrift an schreibmaschinist(at)gmx.at übermitteln.

Vielleicht machen ja Postkarten die Welt wirklich zu einem besseren Ort. Kann mir jemand die Adressen von Donald Trump, Wladimir Putin und Kim-Jong Un schicken? Ich habe sie gerade nicht parat.

Da ich mich für eine Sache, die man eigentlich zum Jahresanfang beginnen sollte, recht spät entschlossen habe, bin ich auch recht spät mit einem Postkarten-Kalender dran. War gar nicht so einfach zu finden. Die meisten Motive (Sinnsprüche, Schottland, Irland) waren schon aus, also habe ich diesmal einen Norwegen-Kalender von Harenberg (siehe Bild) bekommen. Den Kalender hat freundlicherweise die Buchhandlung Ortner in der Tigergasse 19, 1080 Wien, besorgt.

Dort habe ich auch das kleine Blöckchen mit Schreibmaschinen-Thema vom Moses-Verlag entdeckt. (Ich wollte dafür keinen eigenen Artikel aufmachen, deswegen habe ich es in diesen Post hier reingepackt.)

Passend zu diesem Post (und weil ich ebenfalls keinen exklusiven Post dafür aufmachen wollte) möchte ich noch auf dieses graue Ding im Vordergrund des obigen Bildes verweisen. Es ist ein Adressen-Register in Schreibmaschinen-Form!

© Rodja Pavlik

Das Adress-Register habe ich um drei oder vier Euro bei Willhaben entdeckt und es aus Neugierde genommen. Leider ist es noch weniger wert, deswegen werde ich es auch entsorgen. Aber zwecks Dokumentation (you know… Schreibmaschine… das Thema zieht sich durch diesen Blog hier) will ich es dennoch kurz vorstellen.

© Rodja Pavlik

Das Ding ist grau und hässlich und leider nicht mal funktionell. Eigentlich ist es auch mehr ein Telefon-Register, denn eine ganze Adresse geht sich beim besten Willen nicht aus.

© Rodja Pavlik

Wie man sieht, haperts auch mit der Mechanik. Eigentlich habe ich „JKL“ gedrückt, bekommen habe ich „GHI“. Wie gesagt, ein Fall für die Entsorgung…

Rodja

INFO: Buchhandlung Ortner: https://ortnerbuecher.at/

PS.: Die Autorin Anika Bischoff („Abflug Transplantation: Letzter Aufruf“, „Hamburgersafari“), die hier schon über ihre Erfahrungen mit ihrer orangenen Brother DELUXE 250 TR geschrieben hat, hat mich übrigens auf das Portal www.postcrossing.com verwiesen. Falls ich also zu wenig Adressen haben sollte, werde ich mein Glück dort versuchen.

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