Sabrina schreibt auf einer Diplomat

Dem heutigen Gastbeitrag habe ich zwei wichtige Erkenntnisse zu verdanken. Erstens: Auch Wissenschafter können unter einer Schreibblockade leiden. Da muss ich tatsächlich sagen, dass mich das doch sehr überrascht hat. Hier beschreibt die Kärntner Filmwissenschafterin Sabrina Gärtner, wie sie dieses Problem dank einer sehr störrischen Schreibmaschine lösen konnte. Und hier die zweite Erkenntnis: Auch dank Widerstände kommt man ans Ziel – und manchmal sogar besser als gedacht.

© Sabrina Gärtner

Vor etwa zwei Jahren hatte mich eine garstige Schreibblockade fest im Griff. Stunden, Tage, nein: Wochen verbrachte ich damit, völlig unproduktiv auf ein leeres Word-Dokument zu starren. Wenn ich mich dann doch dazu überwinden konnte, einen Satz in die Tasten zu klopfen, hatte dieser selten lange Bestand. Hastiges, beinahe panisches Hämmern auf die Backspace-Taste machte jedem Wort, jedem Buchstaben nahezu augenblicklich wieder den Garaus. „Nicht gut genug. – Das ist doch kein anständiger Anfang. – Denk daran: Der erste Satz entscheidet über das Schicksal des Texts!“, murmelte ich vor mich hin und manövrierte mich damit in eine völlige Schreibstarre.

Weder die liebgemeinten Motivationssprüche aus meinem Umfeld („Schreib halt drauf los.“ – „Wie schwer soll das schon sein? Fang einfach an!“ – „Du kannst ja später alles überarbeiten.“) noch die zahllosen Schreibratgeber, die ich mir zu Gemüte geführt hatte, konnten mich auch nur ansatzweise aus meiner Lethargie reißen. Und während die Deadline des Grauens bedrohlich und unaufhaltsam näher rückte, begann ich mich langsam mit dem Gedanken anzufreunden, dass mein Schreibprojekt wohl beendet war, bevor es seinen Anfang gefunden hatte. In einem letzten verzweifelten Aufbegehren bekam ich völlig unverhofft einen Strohhalm zu fassen, der mein Schreiben von Grund auf verändern sollte. Oder anders gesagt: Auf einem Altstadt-Flohmarkt fiel mir eine muffige, staubige Uralt-Reiseschreibmaschine in die Hände.

© Sabrina Gärtner

„Eh nett“, kommentierte eine Freundin, als ich ihr voller Stolz via WhatsApp das erste Foto meiner Errungenschaft präsentierte. Mit ihrer unverhohlenen Skepsis stand sie längst nicht allein da: Während ich – beseelt von neuem Tatendrang – meine letzten Cent in einen unvernünftig großen Papiervorrat und ein passendes Ersatz-Farbband investierte, reagierte mein Umfeld recht verhalten: „Was willst du denn mit dem alten Ding?“ – „Irgendwie riecht die komisch.“ – „Hübsch ist anders, gell?“ – „Ist das dein Ernst? Du wirst dir beim Tippen die Finger brechen!“ Dass die ungebetenen Unkenrufe ihre Berechtigung haben würden, musste ich schon bei der ersten Inbetriebnahme erkennen, denn: Meine Diplomat war und ist in vielerlei Hinsicht eine echte Herausforderung.

© Sabrina Gärtner

Die „portable Kleinschreibmaschine“ stammt aus dem Hause Olympia, mein Modell dürfte etwa in den 1930er-Jahren auf den Markt gekommen sein und bringt stolze 5,1 Kilo auf die Waage. An heutigen Standards gemessen ist sie nur bedingt für den Transport geeignet – und will zudem partout nicht in meine Handtasche passen. Erschwerend kommt hinzu, dass sie sich auch in der Handhabung als äußerst unbequem zeigt, erfordert der Tastenanschlag doch ein wohldosiertes Maß an Kraft und Präzision. Drückt man die Tasten zu kräftig, stanzt man das ein oder andere Loch ins Papier. Schlägt man zu schwach an, muss man im Endergebnis fehlende Buchstaben beklagen. Tippt man jedoch zu hastig, verkeilen sich die Typenhebel. Auch beim Einspannen des Papiers empfiehlt sich Akkuratesse, bleibt die Kante doch gerne an den Farbbandklemmen am äußeren Geräterand hängen; zerrissenes Papier, noch bevor die erste Taste berührt wurde.

Die Kooperationsbereitschaft der Farbbandgabel ist indes von einer mysteriösen Tagesverfassung der Schreibmaschine abhängig und führt dazu, dass ich nie ein sauberes schwarzes Schriftbild erhalte, sondern sich immer ungewollte Rottöne einschleusen. Und selbst der Wagenrücklauf hat seine Tücken und will gefälligst (!) mit penibler Sorgfältigkeit und gleichbleibendem Druck betätigt werden – andernfalls drohen hässliche unregelmäßige Zeilenabstände.

© Sabrina Gärtner

Klingt alles nicht sehr einladend, oder? Meine Diplomat ist ein störrisches Biest mit unverschämten Allüren, wodurch der Schreibprozess zu einem physischen und psychischen Kraftakt mutiert. Und doch ist sie das Alpha und das Omega all meiner wissenschaftlichen Texte. Auf ihr tippe ich sowohl die ersten Rohentwürfe als auch die finalen Korrekturfahnen.

Das Ganze sieht dann so aus: Nachdem ich handschriftlich eine Grobstruktur in einen Collegeblock gekritzelt habe, nimmt ein peinlich-genau getaktetes Ritual seinen Anfang. Ich öffne meinen heißgeliebten Sekretär, hebe die Diplomat auf eine schwarze Filzunterlage, rücke meinen Drehhocker zurecht und nehme bedächtig Platz. Tief einatmen, ausatmen. Zwei Bögen Papier zur Hand nehmen, die Kanten bündig aneinanderlegen und sorgsam in die Maschine einspannen. Einatmen und ausatmen nicht vergessen. Behutsam rücke ich die Walze in die Ausgangsposition, lege die Finger an die Tasten… und los geht die wilde Fahrt. Mit Angela Lansbury in ihrer Rolle als J. B. Fletcher in „Murder, She Wrote“ (1984-1996) habe ich wenig gemein, eher fühle ich mich Jack Nicholson als Jack Torrance in „The Shining“ (1980, Stanley Kubrick) sehr nahe.

© Sabrina Gärtner

Kennt Ihr das Gefühl? Da glaubt man, einen großartigen Text geschrieben zu haben, geht erschöpft, aber zufrieden grinsend zu Bett und am nächsten Tag ist das Geschreibsel ein klarer Fall für den Papierkübel? Weil ich anfällig für die verpeilende Wirkung der „Schöpfungsendorphine“ bin, verschwindet meine Rohfassung zunächst immer einige Zeit in der Schublade. Erst wenn ich den nötigen Abstand gewonnen habe, überdenke und überarbeite ich den Text dann am Laptop.

Wenn ich schließlich weitgehend zufrieden bin – das kann ein wenig länger dauern und wirklich zufrieden bin ich nie! –, setze ich mich für die finale Korrekturfahne zurück an die Schreibmaschine. Im Anschluss wird der Rotstift gezückt und die maschinenbeschriebenen Seiten werden mit den nötigen Korrekturanmerkungen verunstaltet. Für den letzten Schliff und den abschließenden Versand an die Herausgeber/Verleger kehre ich erneut an den Laptop zurück.

© Sabrina Gärtner

Das liest sich mit fremden Augen wahrscheinlich eigenartig, umständlich und/oder lächerlich. Warum quält man sich freiwillig mit beschwerlichen, unangenehmen, Kräfte raubenden Stunden an einer alten Schreibmaschine – und das dann auch noch mehrfach? Wäre es nicht leichter und vor allem zeitsparender, alles von Anfang an in den Laptop zu tippen? Mit Sicherheit! Aber mir hilft der ritualisierte, strukturierte Ablauf, den ich rund um die Diplomat etabliert habe, beim Fokussieren. Ich schweife nicht so stark ab, verliere den Sukkus nicht aus den Augen, habe die Grundpfeiler meines Textes immer im Blick und verirre mich nicht hoffnungslos in gedanklichen Einbahnstraßen.

Der Diplomat verdanke ich außerdem – und das ist mir wohl das Wichtigste! – den Abschied vom vergeblichen Streben nach Perfektion. Ich verschwende keinen Gedanken daran, ob das Geschriebene denn gut genug sei, sondern verliere mich völlig im stetigen Rattern, Rumpeln und Klingeln des Geräts und bin doch hochkonzentriert. Mir ist dabei von Beginn an klar, dass der Text es in mehrerlei Hinsicht nicht fehlerfrei aus der Maschine schaffen wird. Und das verschafft mir eine ungemeine innere Erleichterung, die für mich den ungebrochenen Reiz des Ganzen ausmacht.

Sabrina

Sabrina Gärtner ist Filmwissenschafterin mit Fokus auf den Neuen österreichischen Film. Sie promovierte mit einer Arbeit zum Filmschaffen von Jessica Hausner („Hotel“, „Amour fou“, demnächst „Little Joe“) Ihre wissenschaftlichen Texte beschränken sich aber nicht ausschließlich auf österreichische Filme, generell ist sie sehr am Autor/inn/en-Kino interessiert und hat einen Faible für alle Facetten der Filmgeschichte. Hin und wieder schnuppert sich auch gerne mal ins Genre-Kino.

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Zu Gast bei Schreib-Coach Ronny Rindler

Rodja killed the Youtube-Star… oder so ähnlich

© Ronny Rindler/Youtube Screenshot

(Ja, auf dem Screenshot steht Richard Polt – aber ich versichere Euch, dass ich es bin.)

Vor kurzem bin ich über den in Wien lebenden deutschen Schreib-Coach Ronny Rindler gestolpert. (Himmel, wie oft ich schon im Internet über was gestolpert bin… ich muss mir echt eine andere Redewendung dafür einfallen lassen.) In einem Video auf seinem für Autoren und sonstige Schreiberlinge interessanten Youtube-Channel RINDLERWAHN schreibverrückt schwärmte Ronny von der „Schreibmaschine“ Freewrite, auf die ich eh schon lange ein Auge geworfen habe. (Allerdings ist sie mir zu teuer, das Bestellen zu umständlich – und die Sache mit dem Service ist mir auch ein bisschen zu unsicher.) Dennoch erachte ich den Freewrite beim Schreiben durchaus als nennenswerte Alternative zum PC und zur Schreibmaschine. Etwas, das ich weiterhin im Auge behalten werde.

Einige Aspekte, die Ronny in dem Video positiv hervorhob, kamen mir seltsam bekannt vor. Ja, genau, die Vorteile, die Ronny im Freewrite sieht, treffen auch auf das Arbeiten mit der Schreibmaschine zu. Ich schrieb Ronny an, denn ich wollte mich unbedingt über den Freewrite mit ihm austauschen. Und als Ronny hörte, dass ich ein überzeugter Schreibmaschinen-Fan bin, war auch er neugierig. Und so lud er mich vor die Kamera – und das Ergebnis ist hier zu sehen…

Zu Gast waren auch die Hermes 3000, die Hermes Baby und Ronnys Freewrite von Astrohaus. So war es mir auch möglich, einen kleinen, direkten Vergleich zu machen.

Es war eine sehr nette Plauderei – und da habe ich gemerkt, wie viel Spaß es macht, über Sachen zu reden, von denen man so richtig überzeugt ist.

Gedreht wurde übrigens in der Buchhandlung Frick in der Schönbrunner Straße 261, 1120 Wien, wo Ronny auch einige Schreibkurse abhält.

Das T-Shirt, das ich trage, ist übrigens von Schreibmaschinenkünstler Robert Doerfler, der das Bild getippt hat. (Nur, falls jemand so exklusiv herumlaufen möchte. Das ist keine bezahlte Werbung, das T-Shirt habe ich schön brav selbst gekauft.)

Rodja

PS: Ronny stellte freundlicherweise den Schreibmaschinisten das Video zum Freewrite vor einiger Zeit zur Verfügung (hier zu sehen).

INFO: Ronny Rindler: https://www.rindlerwahn.de. Auf Youtube: RINDLERWAHN schreibverrückt

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DkG: „California Typewriter – Die Revolution wird mit der Schreibmaschine geschrieben“

Auf einem anderen Blog, der sich mit Indie-Filmen beschäftigt, habe ich von Zeit zu Zeit ein DkG (Abkürzung für „Das kleine Gewinnspiel“) veranstaltet. Da habe ich dann Indie-Filme auf DVD verlost. Auf dem Schreibmaschinisten-Blog habe ich bis dato noch kein Gewinnspiel veranstaltet – und zwar aus dem einfachen Grund, weil Schreibmaschinen mit der Post verschicken sicher kein kleines (sprich: kostengünstiges) Ding ist. Aber diesmal habe ich etwas – und rufe hiermit zum ersten Gewinnspiel auf dem Schreibmaschinisten-Blog aus.

Weil ich mich so sehr freue, dass es die Dokumentation „California Typewriter“ von Doug Nichol nun auf DVD und Blu-Ray auch in den deutschsprachigen Raum geschafft hat, verlose ich eine DVD von dieser sehr sehenswerten Doku (mit deutschem Voice Over, ist aber ausschaltbar).

© Rodja Pavlik

Dass es nun eine deutschsprachige Version von dem Film gibt, ist dem Label KSM zu verdanken. Ich möchte aber betonen, dass ich die DVD für das Gewinnspiel selbst gekauft habe – und dies keine bezahlte Werbeaktion von KSM ist.

Um die DVD zu gewinnen, möge man bitte zwei Fragen beantworten. Wobei die eine Frage MUSS beantwortet werden, die andere Frage ist mehr eine Bitte, und soll mir helfen, diesen Blog hier zu verbessern.

Hier die Muss-Frage:

– Welcher verstorbene Oscar-nominierte Schauspieler kommt in dieser Dokumentation zu Wort? (Bitte nicht hier posten. Details weiter unten.)

Hier die zweite Frage/Bitte:

– Mich würde interessieren, was Ihr von dem Schreibmaschinisten-Blog haltet. Vermisst Ihr etwas? Eine Rubrik? Habt Ihr Themen, über die ich schreiben/berichten sollte? Was ist Euer Zugang zur Schreibmaschine/Alternativen zum PC/Laptop generell? Die Antworten (oder Teile davon) könnt Ihr hier unten in den Kommentaren posten. (Wer hier noch nicht gepostet hat, muss erst freigeschalten werden.)

Die Antwort auf die Muss-Frage bitte NICHT hier posten, sondern per Mail mit postalischer Versandadresse an mich übermitteln. Die E-Mail-Adresse lautet schreibmaschinist[at]gmx.at. Als Betreff bitte “California Typewriter” angeben. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2019. Die DVD wird unter den Einsendern mit den richtigen Antworten verlost.

Das Ganze findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt. Preise, die auf dem Postweg verloren gehen, können leider nicht ersetzt werden. Bitte auch Namen, Alter und Postadresse angeben (Warnung: Wer keine vollständigen Angaben abliefert, wird automatisch ausgeschlossen!). Diese Daten werden nur im Rahmen des Gewinnspiels verwendet und nicht weitergeleitet – nach Abschluss der Runde werden sie auch sofort gelöscht.

Rodja

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Ronny schreibt auf einem Freewrite

Leser dieses Blogs wissen, dass ich für Schreib-Alternativen zum Laptop oder PC offen bin. Ich bin nicht nur auf Schreibmaschinen fixiert, ich mag auch Füllfedern und Bleistifte. Und auch neue Möglichkeiten, wie der reine Schreib-Computer Freewrite von Astrohaus bzw. dessen kleinen Bruder Traveler, reizen mich. Über beide habe ich hier auch mehrmals kritisch geschrieben. Also kritisch im Sinne von: Was finde ich positiv, was finde ich negativ. Aber das alles rein theoretisch, weil ich das Ding ja nie in der Hand gehabt habe.

© Astrohaus

Ich habe zwar bei der Crowdfunding-Aktion für den Freewrite (damals noch Hemingwrite) mitgemacht, letztendlich aber mein Angebot zurückgezogen. Ich war mir unsicher, ob der Freewrite auch wirklich das Gerät ist, das meine Kreativität unterstützt, oder ob es andere, kostengünstigere Alternativen auch tun?

(Spoiler: Ja, andere, kostengünstigere Alternativen tun es individuell auch. Für mich tat es eine Schreibmaschine um 15 Euro. (Okay, dann wurden es ein paar Schreibmaschinen mehr, aber theoretisch hätte mir die eine genügt. ;-))

Das Problem beim Freewrite ist… Man kann das Gerät hierzulande nicht einfach so testen gehen. Man muss es in den USA teuer ordern und auf das Beste hoffen. Insofern bin ich wahnsinnig froh, wenn ich auf deutschsprachige Autoren stoße, die den Freewrite nutzen und noch dazu ein kleines Review abliefern. Wie eben Ronny Rindler.

Ronny Rindler ist ein deutscher Schauspieler und Musical-Star, der u.a. in der Europa-Premiere von „Dirty Dancing“ und der Welt-Premiere des Udo-Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“ auftrat. Seit einigen Jahren nun lebt Ronny in Wien-Penzing. Mittlerweile ist er unter die Autoren gegangen und schrieb u.a. „toi, toi, TOT! – Hamburg Krimi“ und „Mörderische Nachbarschaft – 30 rasante Kurzkrimis“. Außerdem bietet er als Schreibcoach auf seiner Seite www.rindlerwahn.de mehrere Online-Kurse als auch Schreib-Cafés und Volkshochschulkurse in Wien an.

Ronny hat sich einen Freewrite geleistet – und ist sehr zufrieden damit. In einem Video, das er auf Anfrage auch den Schreibmaschinisten zur Verfügung stellte, erzählt er von den Vorteilen, aber auch von den Mankos dieser „elektronischen Schreibmaschine“. Ich persönlich hätte gerne noch ein bisschen mehr Tippen gehabt, damit ich ein Gefühl für das Haptische bekomme, aber das ist nur ein kleines Manko an dem Vorstellungsvideo.

Ich poste es hier unter „…schreibt auf einer…“ als auch „Alternativen“. Und irgendwie habe ich nach dem Clip wieder Lust, den Freewrite auszutesten. Ach, es juckt einfach in den Fingern…

Rodja

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Die Schreibmaschine im Sat.1-Frühstücksfernsehen

Frühstücksfernsehen… was für eine kranke Scheiße ist das denn? Will wirklich jemand ständig fröhliche Menschen sehen, wenn man selbst sich gerade grummelig einen Kaffee oder seinen Kindern das Frühstück macht?

Egal, hier geht es um die Schreibmaschine – und das Frühstücksfernsehen auf Sat.1 hat die Generation Y befragt, ob sie mit einer Schreibmaschine umgehen kann. Herausgekommen ist dieser kleine, aber nette Beitrag mit einer Erika Schreibmaschine. Interessant fand ich, dass eine der Personen anscheinend den Touchscreen vom Smartphone so sehr gewohnt ist, dass sie nicht auf der Tastatur tippen kann.

Rodja

PS: Man entschuldige bitte meine unflätige Flucherei…

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„California Typewriter“ erscheint mit deutschem Voice-Over

2016 brachte der US-Filmer Doug Nichol die Dokumentation „California Typewriter“ heraus.

Der Film dreht sich um das titel-gebende Schreibmaschinen-Geschäft – und wie dessen Besitzer versucht, sich und seine Familie über Wasser zu halten. Zu Wort kommen aber auch Personen wie Oscar-Preisträger Tom Hanks, Musiker John Mayer oder der Philosoph und Buchautor Richard Polt („The Typewriter Revolution“). Ihnen allen ist die Liebe zur Schreibmaschine – besonders in dieser digitalen Zeit – gemein.

© Rodja Pavlik

Leider schaffte es der Film nie in die österreichischen Kinos, geschweige denn in den deutschsprachigen Raum. Aber da mein Englisch nicht soooo schlecht ist, habe ich mir den Film auf DVD gekauft. Leider musste ich ihn mir zwei Mal besorgen, weil mir zuerst eine DVD nach US-Ländercode zugeschickt wurde, die ich nicht abspielen konnte. Das hat mich schon etwas verwundert, weil ich bis dato nie ein Problem damit hatte. Selbst die Low-Budget-Produktion „The Typewriter (In The 21st Century)“ (2012) von Chris Lockett konnte ich problemlos abspielen.

Zurück zu „California Typewriter“. Das deutsche Label KSM verpasste dem Film eine längst fällige deutsche Synchronisation (mit Voice-Over). Die deutsche Version ist ab 29. August 2019 auf DVD erhältlich.

Rodja

PS: Und hier der deutsche Trailer zu „Califirnia Typewriter“ (sic!)

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Die Royal Classic und der amerikanische Traum vom Teleshopping-Sender

Vor kurzem berichtete ich hier, dass eine neue mechanische Schreibmaschine auf den Markt gekommen ist: die Royal Classic, die auch tatsächlich von der renommierten US-Schreibmaschinenmarke Royal kommt, aber – im Gegensatz zu den historischen Schreibmaschinen der Firma – in China produziert wird.

Die Royal Classic weist auch erstaunliche Ähnlichkeiten mit der We R Memory Keepers auf, allerdings hat sie einen metallenen Korpus, während die We R Memory Keepers rein aus Plastik zu bestehen scheint. Anscheinend dürften beide Schreibmaschinen von der gleichen Firma in Shanghai hergestellt werden.

Allerdings hat die We R Memory Keepers einen gewaltigen Vorteil gegenüber der Royal Classic. Die Maschine wurde gezielt über die Warenhauskette und Online-Plattform Michael’s an Scrap Book Artists verkauft. Die Royal Classic hat diesen Distributionsweg nicht. Deswegen war ich auch auf die weitere Entwicklung neugierig.

Und hier ist sie auch schon. Die Firma Royal hat anscheinend den Weg über den Teleshopping-Sender QVC (Steht für Quality, Value, Convenience. Hab‘ ich auch nicht gewusst) gewählt. Einen entsprechenden Fernsehbeitrag gibt es schon, in dem zwei Moderatoren über die Vergangenheit schwadronieren und wie viel „Fun!!!“ doch die in mehreren Farben lieferbare Royal Classic biete.

Auf der QVC-Site wird die Schreibmaschine inzwischen um 229,95 Dollar angeboten. Zum Vergleich – auf der Royal-Site wird sie aktuell um 249,95 Dollar angeboten.

Da es von der US-Firma QVC auch einen deutschen Ableger gibt, bin ich gespannt, ob Royal Classic den Sprung über den großen Teich schaffen wird.

Rodja

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