Flaschenhalter

Statt dem Wein einen Whiskey – und wir haben einen Deal. ;-D

Rodja

© Rodja Pavlik

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Die Hermes Baby auf Mallorca

Es war mal wieder Urlaubszeit angesagt. Nach einem Kurzurlaub Anfang Juli in Windischgarsten (Oberösterreich) auf dem fantastischen Ferienhof der Familie Gressenbauer sollte es diesmal für neun Tage ans Meer gehen. Mallorca, um genauer zu sein. Und wie auch in OÖ konnte ich mir nicht vorstellen, nach Spanien ohne Schreibmaschine zu verreisen.

Diesmal tendierte ich eigentlich zur stylischen Olympia SF De Luxe, die mir Guido Lehwalder vor seinem Umzug in die Türkei schenkte. Letztendlich entschied ich mich dann aber doch wieder für die Hermes Baby, die mir schon in Oberösterreich gute Dienste leistete. Sie passt einfach besser in den Tagesrucksack, den ich immer mit mir schleppe.

© Rodja Pavlik

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Ich machte mir allerdings auch noch einige Gedanken bezüglich der Sicherheitskontrolle am Flughafen. Wie würde man angesichts so viel Heavy Metal reagieren? Als meine Freundin mitbekam, dass ich – trotz ihres ausdrücklichen Wunsches/Befehls/11. Gebotes – eine Schreibmaschine mit hatte, verdrehte sie nur genervt die Augen. But that’s me. You’ve got to deal with it.

Das Scannen des Handgepäcks am Flughafen Wien-Schwechat war von einer gewissen Angespanntheit meinerseits begleitet. Ich konnte genau beobachten, wie der Sicherheitsbeamte etwas länger als sonst und stirnrunzelnd vor dem „Röntgenbild“ meiner Schreibmaschine auf dem Bildschirm verharrte (ich wünschte, ich hätte in dem Moment ein Foto von dem „Skelett“ machen können). Schließlich deutete er seiner Kollegin, sich das Bild kurz einmal anzuschauen. Als ich dann sagte, dass es eine Schreibmaschine sei, lächelte mich die Kollegin an: „So etwas haben wir hier noch nie gesehen. Ein Sammlerstück, nicht?“ „Nein, ich verwende das Ding tatsächlich.“

Und so durfte meine Schreibmaschine nach Mallorca ausreisen.

Zugegeben, sehr viel kam ich nicht zum Tippen. Und auch nicht zum Posen (z.B. Schreibmaschine auf schroffen Klippen vor weißer Gischt der Meeresbrandung) – aber doch, ja, ein paar Seiten konnte ich trotz Sandburgen bauen, schwimmen, Kindern und Ausflügen der Schreibmaschine abringen. Zwei Geschichten konnte ich so schon vorbereiten: Einen Artikel über eine neue mechanische Schreibmaschine – und traurigerweise auch einen Nachruf. Die Hermes Baby hat sich für mich als Reiseschreibmaschine auf jeden Fall wieder einmal bewährt. Ich glaube, ich werde auch in Zukunft auf sie setzen.

Beim Heimflug gab es auch auf dem Flughafen von Mallorca eine Verzögerung. Mein vollgestopfter Rucksack sorgte für Aufmerksamkeit. Aber es war nicht der merkwürdige Transportbehälter der Hermes Baby, den der Sicherheitsbeamte mit einem achselzuckenden „máquina de escribir“ abtat. Nein, der Rucksack an sich war einfach zu vollgestopft und ich musste einige Sachen erneut scannen lassen. Aber ansonsten gab es mit der Schreibmaschine keine gröberen Probleme – und das freut mich.

Rodja

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Benjamin Swiczinsky und die Olympia Traveller de Luxe

Wie ja einige wissen, liegt mein Hobby-Schwerpunkt auf dem deutschsprachigen Independent Film. Mit dem HomeMovieCorner betreibe ich auch seit 2001 eine Plattform, die sich mit dem unabhängigen Filmgeschehen in Österreich, Deutschland und der Schweiz beschäftigt. Man kann sagen, dass ich mit der Zeit einiges an Expertise gewonnen habe – und aus dem Grund habe ich mich auch sehr geehrt gefühlt, vor einigen Wochen durch einen Filmabend des Neuen Österreichischen Trickfilms (kurz NÖT) zu führen. Die Gruppe besteht aus Johannes Schiehsl, Conrad Tambour und Benjamin Swiczinsky, die seit nunmehr genau fünf Jahren die Trickfilmszene in Österreich erfolgreich beleben.

Neben Auftragsarbeiten wie Schriftzüge und Animationen für Filme (u.a. für „Ein Hologramm für den König“ – dem aktuellen Tom-Tykwer-Film mit Schreibmaschinen-Enthusiast Tom Hanks) oder ganzen Serien (z.B. „Hexe Lilli“) arbeitet das Trio auch an eigenen Projekten.

Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums fand nun im Schikaneder Kino der Filmabend statt (ein Bericht dazu hier). Vor dem Filmabend tippte ich mir im Kino noch einige Notizen mit meiner Hermes Baby – und natürlich erntete das Getippe neugierige Blick. Irgendwie dürfte ich da auch etwas bei Benjamin Swiczinsky „getriggered“ haben, denn vor kurzem erhielt ich eine Mail von ihm: „Bei unserem letzten Treffen hast Du mich ja endgültig überzeugt, mein nächstes Drehbuch auf klassischer Schreibmaschine zu schreiben.“ Na, das hört man doch gerne.😀

Er hat sich mittlerweile auch schon die alte Olympia Traveller de Luxe von seiner Mutter besorgt, mit der er schon als Kind immer geschrieben hat. Leider hat die ein paar Macken, aber nachdem das Büro von NÖT auf der Landstraßer Hauptstraße sowieso in der Nähe von Meister Schilhan in der Rochusgasse liegt, dürfte das bald erledigt sein. Und sollte es aus Kostengründen scheitern, so stelle ich Benjamin Swiczinsky für sein Projekt gerne eine meiner Schreibmaschinen zur Verfügung.

Rodja

Anbei ein Animationsfilm von Benjamin, der anlässlich der Premiere von NÖT 2011 in Wien präsentiert wurde. „Heldenkanzler“ behandelt das historisch nicht uninteressante Kapitel des Austrofaschisten Engelbert Dollfuß.

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Spot the difference

„Benni, hör auf zu spielen. Wir müssen in den Hort!“
„Och, Mama, nur fünf Minuten noch!“

„Schatz, hör auf zu tippen. Wir müssen die Kinder in den Kindergarten bringen!“
„Och, Schatz, nur noch ein paar Zeilen noch.“

Manchmal, wenn ich eine Schreibmaschine mit einem eingespannten Papier sehe, überkommt es mich einfach. Da juckt es in den Fingern.

Der Unterschied? 39 Jahre.:-/

Rodja

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Crowdfunding für die chinesische Schreibmaschine

Meiner Meinung nach war die Schreibmaschine eigentlich nur eine logische und konsequente Antwort auf die Industrielle Revolution. Verstärkte Produktion, Verbreitung von Maßeinheiten und Standards und mehr Welthandel – da musste doch so etwas wie eine Maschine für vereinfachte, (so weit wie möglich) standardisierte und schnelle Korrespondenz irgendwie in der Luft liegen.

Eine Maschine mit 26 Buchstaben (plus/minus) und Zahlen (wahlweise 0 bis 9 oder 2 bis 9, weil einige Buchstaben (klein „L“, großes „O“) auch als numerische Werte  (als 1 bzw. 0) verwendet werden können), die diese auf Papier druckt – und voila, schon ist das Konzept für die Schreibmaschine fertig. (Ja, zugegeben, das ist eine SEHR vereinfachte Darstellung der Geschehnisse rund um Peter Mitterhofer oder Carlos Glidden und Christopher Latham Sholes.)

Und nun stelle man sich ein Land mit rund 70.000 Schriftzeichen vor – eben China. Wie soll da bitte eine Schreibmaschine/ein schreibmaschinenähnliches Gerät funktionieren? Und doch gibt es so ein Ding, u.a. auch mit Hilfe der westlichen Welt entwickelt (soweit ich den Text von Tom Mullaney richtig interpretiere). Was heißt, eine Schreibmaschine? Gleich mehrere Varianten und Lösungsansätze – und davon ist Tom Mullaney, seines Zeichens Professor für Chinesische Geschichte und Geschichte der Technologie an der Stanford University, fasziniert. Die Historie der chinesischen Schreibmaschine reicht ja bis in die Gegenwart und Zukunft, schließlich ist sie eine der Grundlagen für die heutige Computertechnologie made in China.

Über zehn Jahre sammelte Mullaney die Maschinen und studierte ihre Geschichte, bis er eines Tages darauf kam, dass er die größte Sammlung an chinesischen Schreibmaschinen besitzt.

© Tom Mullaney

© Tom Mullaney

Nun will Tom Mullaney diese Schreibmaschinen nicht horten, sondern der weltweiten Öffentlichkeit in Museen zugänglich machen. Dafür hat er auf Kickstarter die Crowdfunding-Aktion „Save The Chinese Typewriter“ gestartet. Mit der Zielsumme von 9.500 US-Dollar (bis 5. Aug 2016) möchte Mullaney seine Sammlung bereit für eine weltweite Ausstellungstour machen. Er möchte geeignete Verpackungen für die Schreibmaschinen anfertigen lassen, aber auch die notwendigen Versicherungen und sonstige Gebühren damit begleichen.

Bis dato haben zehn Museen u.a. aus San Francisco, Los Angeles, Hong Kong und London Interesse gezeigt. Aber vielleicht schließen sich ja auch das Schreibmaschinenmuseum Peter Mitterhofer in Partschins (Südtirol) bzw. das Schreibmaschinenmuseum in Wattens (Tirol) an. Auch das Technische Museum Wien könnte ich mir als potenten Ausstellungsort vorstellen.

Rodja

INFO: Crowdfunding-Link: www.kickstarter.com/projects/chinesetypewriter/save-the-chinese-typewriter

„Save the Chinese Typewriter“ Kickstarter Campaign from Tom Mullaney on Vimeo.

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Happy birthday, Tom Hanks

Weil gerade Typewriter Athene mich daran erinnert hat… heute (9. Juli 2016) feiert einer der wohl bekanntesten Schreibmaschinen-Afficionados seinen 60. Geburtstag: Tom Hanks!

© Rodja Pavlik

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Ich weiß nicht, wie viele Filme ich mit ihm schon gesehen habe. Einige waren sehr gut, andere na ja – aber er war eigentlich immer gut. Der erste Film, an den ich mich mit ihm erinnere, ist „Schlappe Bullen beißen nicht“ mit Dan Akroyd. An „Forrest Gump“ kommt man natürlich nicht vorbei – und auch nicht an „Der Soldat James Ryan“. „Schlaflos in Seattle“ habe ich aus dem Gedächtnis gestrichen, weil diese an sich exzellente Liebeskomödie von Nora Ephron (mit der bezaubernden Meg Ryan) just zu dem Zeitpunkt in die Kinos kam, als meine erste Freundin anfing, mich zu hintergehen. Aber diesen Faux pas habe ich Tom Hanks längst verziehen (der Schlampe von Ex allerdings nimmermehr).

Und zuletzt spielte Tom Hanks in „Ein Hologramm für den König“ von Tom Tykwer mit, für den das Wiener Studio Neuer Österreichischer Trickfilm (NÖT) einige Animationen ablieferte (im Video unten zu sehen – und ich hatte das Vergnügen, zum 5-jährigen Jubiläum von NÖT einen Filmabend zu moderieren).

Aber was hat Tom Hanks nun auf diesem Blog hier zu suchen. Nun, nicht nur, dass der Schauspieler Schreibmaschinen sammelt, er hat auch an der Entwicklung der App Hanx Writer mitgearbeitet (so weit ich das verstanden habe, hat er den Entwicklern einige Schreibmaschinen zur Verfügung gestellt – aber der Werbewert, den sein Name dem Projekt eingebracht hat… unbezahlbar!)

In diesem Sinne… Happy typewriting, Mr. Hanks.

Rodja

PS: Einen Artikel zu Hanks‘ Geburtstag gibt es auf Südtirolnews. Auf T-online.de gibt es ein paar Fakten zu Tom Hanks – u.a. eben dass er schon an die 250 Schreibmaschinen hat.

PPS: Gerade festgestellt, dass dies hier mein 100. Blogeintrag ist. Yeah!

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Happy Typewriter Day – die Kristall-Variante

Und hier die „posh version“…

Happy Typewriter Day à la Swarovski.

Rodja

© Rodja Pavlik

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